Wohnmobil selber ausbauen – der fertige Innenraum

MichaelAllgemein, Roomtour33 Comments

Ein Wohnmobil selber ausbauen mit dem Ziel: Raumgefühl wie in einer „echten“ Wohnung, zum Leben, Arbeiten, Feiern und Faulenzen zu haben. Wer hätte gedacht, dass es so einfach ist!


Ganz ohne handwerkliche Erfahrung eine Wohnmobilkabine von Grund auf selber zu planen und zu bauen war schon eine kleine Herausforderung. Viele hundert Stunden Recherche über Materialien, Grundrisse, Gewichtsverteilung, Komponenten und Technik haben wir hinter uns. Sehr geholfen und Orientierung gegeben hat uns auch Ulrich Dolde mit seinem Buch als perfekte Anleitung für Selbstausbauer*.

Die Wohnküche

Die Entscheidung für die entstandene Raumaufteilung ergab sich in erster Linie aus geliebten, alten Gewohnheiten. Eine große Wohnküche sollte es sein, in der alle Personen gleichzeitig kochen und gemütlich herumlümmeln können.

Ein großes Problem hätten wir in den meißten Wohnmobilausbauten mit der (für uns) zu kleinen Arbeitsfläche. Auf 1,8 Meter Länge, kann nun erprobter Weise mit drei Leuten gleichzeitig wunderbar gekocht und geschnibbelt werden. Das ist der Vorteil beim Wohnmobil selber ausbauen, ihr habt die Gestaltungsmöglichkeiten völlig in eurer Hand.


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Für die Sitzecke haben wir den Bereich direkt gegenüber der Küchenzeile gewählt, was ein gemütliches Beisammensein in der Wohnküche ermöglicht. Wir haben gerne Besuch wo sich die Geräumigkeit besonders bewährt. Mit einem zusätzlichen Höckerchen finden 6 Personen gemütlich ihren Platz am Tisch aus unseren aufbereiteten Europaletten, die wir in der Bauphase als Werkbänke benutzt hatten.

Stauraum ist hier ebenfalls mehr als genügend vorhanden. Die Couch in der Ecke, die sich auch für ein gemütliches Nickerchen anbietet, beherbergt einen 130 Liter Wassertank, die Druckpumpenanlage und noch ein Drittel leeren Platz.

Küchenhochschrank, Unterschränke der Küchenzeile und die Kommode, die die zweite Sitzbank bildet, nehmen fast all unsere Vorräte, Küchenutensilien, Technik und den ganzen Kleinkram, den wir besitzen auf.

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Das Badezimmer

Beim Wohnmobil selber ausbauen, kann man sich die Freiheit nehmen, ein geräumiges Badezimmer zu schaffen. Das Minibad in unserem vorherigen Kastenwagen hat uns mehr als deutlich vor Augen geführt, dass uns das zum Urlaub machen reicht – zum Wohnen aber auf keinen Fall. Nach der Dusche einen komplett nassen Raum zu haben, den man zum Händewaschen oder für die Toilette nicht betreten kann, ohne nasse Füße zu kriegen, wollten wir nicht unbedingt als Dauerlösung haben. Auch die Positionierung der Dusche als Eingang, wie es viele Expeditionsmobile als platzsparende und praktische Lösung schätzen, war als Idee schnell wieder verworfen. Gerade wenn man viel unterwegs ist, man sich so richtig eingesaut hat, ölverschmiert ist oder total verschwitzt – wir lieben es, dann auch mal die Badezimmertür hinter uns zu zu ziehen und ein bisschen „Wellness zu machen“

Das kleine Keramikwaschbecken ist zugegebener Maßen nicht wirklich ein Leichtgewicht aber welche aus Plastik gehören (für uns) nicht in ein schönes, wohnliches Bad.

Die große, antike Zinkwanne, die wir als Duschwanne verbaut haben, eignet sich durch ihre hohen Wände hervorragend auch als Bottich zum waschen von Wäsche – oder LKW Teilen waschen, wenn mal was zu reparieren ist.

Aus Kunststoff ist dafür unsere Toilette. Doch so wenig umweltbewusst Plastik generell eigentlich ist – für diese Toilette verbraucht man weder Spülwasser noch Chemikalien, die bei normalen Spültoiletten für Wohnmobile eingesetzt werden. Die Trockentoilette hat aber auch sonst nur Vorteile und ist unsere dringendste Empfehlung wenn ihr die Wahl habt und ein Wohnmobil selber ausbauen wollt.

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Video-Link: https://youtube.com/watch?v=CboGBKwqv48

Das Schlafzimmer

Wichtig am Schlafzimmer war für uns, dass man es immer benutzen kann. Die Sitzecke umzubauen oder das Bett darauf abzusenken empfinden wir als sehr alltagsuntauglich. Schließlich kann es vorkommen, dass die Bewohner gerne mal zu unterschiedlichen Zeiten ins Bett gehen möchten.


Unser Bett ist also nun auf halber Höhe des Wohnraums im Heck. So entsteht genug Stauraum im „Keller“, es bleibt aber dennoch genügend Kopffreiheit um sich im Bett aufrecht hinzusetzen und noch ein bisschen Luft nach oben zu haben. Als Matratzengröße haben wir 1,40 Breite gewählt – würden wir noch einmal selber bauen, würden wir zu einer Nummer kleiner greifen, das reicht völlig aus.

Die komplette Fläche der Wand am Fußende dient als Kleiderschrank.

Schlafzimmer und übriger Wohnraum können durch eine Schiebetür voneinander abgetrennt werden.

Eingangsbereich und Diele

Betritt man den Wohnraum, begegnet einem zuerst das beste Stück des Hauses – der Holzofen. Die trockene, gemütliche Wärme des Feuers und die Nut und Feder Hölzer, die den kompletten Innenraum auskleiden, ergeben zusammen ein unheimlich gutes Raumklima bei jeder Witterung.

Wie man einen Holzofen im Wohnmobil einbaut, was es dabei zu beachten gibt und was der TÜV dazu sagt? In unserem Artikel Holzofen im Wohnmobil bekommst Du Antwort auf diese Fragen!

Im Anschluss an den Ofen Richtung Bett, befindet sich noch ein Hochschrank, der jede Menge Stauraum zu bieten hat.

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Würden wir nächstes mal etwas anders machen?

Die Raumaufteilung würden wir jederzeit wieder so machen aber weniger Platz würde auch ausreichen. Schmaleres Schlafzimmer, ein paar Zentimeter weniger Bad, einige weniger in der Küche und der Koffer könnte einen Meter kürzer und damit auch leichter sein. Jetzt genießen wir den großen Platz aber erst einmal!


WOHNMOBIL SELBSTAUSBAU


Hier noch die passende Lektüre zum Wohnmobil selber ausbauen:
Bei allen Entscheidungen, die wir während der Vorbereitungs- und Bauphase treffen mussten, hat uns Eines immer gute Dienste geleistet. Das Buch behandelt sehr detailliert jeden Schritt der Ausbauphase, angefangen von der Fahrzeugauswahl, Isolierung, Heizsysteme, Stromgewinnung und vieles mehr.



UPDATE!
WIR HABEN UMGEBAUT!


Wir nehmen Dich hier mit auf Video-Roomtour durch unser Zuhause.

Im Video 1: VOR dem Umbau – so, wie Du den Innenraum jetzt bereits in Bildern kennengelernt hast.

Video 2: NACH dem Umbau. Diese Roomtour ist übrigens anlässlich des bevorstehenden Verkaufs von Herman entstanden, da wir einen neuen LKW aufbauen. Falls Du Interesse haben solltest. Laut aktuellem Stand von Anfang Oktober 2018 ist Herman noch auf der Suche nach einem neuen Herrchen.

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Video-Link: https://youtube.com/watch?v=CnpqR6zWoLM
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Video-Link: https://youtu.be/IGE-hHXH9Zw
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33 Kommentare zu “Wohnmobil selber ausbauen – der fertige Innenraum”

  1. Gratuliere gut gemacht.hab selber 4 autos Busse vom VW bis 12m Skania umgebaut,viel Arbeit aber auch viel spass nachher.Wohne seit ueber 12 Jahre im Wohnmobil. Mit Reisegruss aus Norwegen Karl B.

    1. WOW!!! Nach 1,5 Jahren Bauzeit wollen wir an den nächsten Selbstbau noch üüüüüberhaupt gar nicht denken, geschweige denn an die nächsten drei! 😀 Respekt! … und auf 12 Jahre mobil wohnend müssen wir auch erst mal noch kommen – aber werden wir noch, denn wir denken lieber an die nächsten 10 Bauprojekte, als an eine feste Wohnung! 🙂

      Danke für Deinen lieben Kommentar und aller beste Grüße zurück!
      Sabine

  2. Toll ? Ich sehe, wir müssen sehen. Ich will das Wohnmobil in ‚Echt‘ sehn!

    Also zum Willy Treffen. Ich freue mich schon . ?

    Ganz liebe Grüße von Gertrud und wenn er es wüßte auch von Rico

    1. yeahhhhhhhh! Gertrud, dann hat der Artikel echt was gebracht heute!!! 😀
      Wir freuen uns auf Euch!!!
      Liebste Grüße und bis September 🙂

    1. Hi Markus!

      Nein, ganz so groß sind wir nicht. Der Koffer ist „nur“ 5,50 x 2,20 Meter und wie gesagt: wir würden jetzt auf jeden Fall nen Meter kürzer bauen. 😉

      Liebe Grüße,
      Sabine

  3. Wow!!! Der Umbau ist euch voll gelungen! Da kann unsere kleine Betty nicht mithalten 😉 Vielleicht legen wir uns ja auch irgendwann mal einen grösseren LKW zu…
    Momentan reicht uns Betty zum Reisen durch Europa noch aus.
    Liebe Grüsse!

    1. Hallo ihr beiden!

      So eine kleine, wendige Betty ist echt gar nicht verkehrt! Wir hatten vorher ja die gleiche Größe und stehen jetzt öfter mal vor einer doofen Situation, in der wir denken: „Da mussten wir uns früher nie Gedanken drum machen!“

      Wir wünschen Euch wundervolle Reisen und schicken liebe Grüße,
      Sabine und Micha

  4. Sieht echt Mega aus. Echt große Kompliment.

    Welche Maße hat denn das Bad und der Koffer insgesamt?

    Gruß Jose

    1. Vielen lieben Dank für das Kompliment Jose. 🙂
      Das Bad ist ca. 1,2 x 1m groß und der Koffer ist komplett 5,5 x 2,2m groß und hat Innen eine Stehhöhe von 1,9m.
      Liebe Grüße, Micha

  5. Hallo Ihr beiden,

    wir haben den ganzen Innenausbau von unserem Hanomag A-L 28 in nur 1 Monat umgebaut. http://www.runterwegs.de/fotos-europa/nggallery/europa/hanomag-der-ausbau Wir haben auch gemütlich viel Holz. Und nachdem wir viele andere Ausbauten auf unserer Reise bewunderten durften, sind wir immer noch sewhr zufrieden mit unserem gemütlichen Stil. Nach 5 Jahren Reisen durch Afrika reisen haben wir festgestellt, dass wir eigentlich viel mehr Zeit außen als innen verbringen und es da auf bequeme Möbel für außen ankommt. Da wir inzwischen orstunabhängig arbeiten, brauchen wir nun einen egonomischen Arbeitsplatz, der uns bis jetzt gefehlt hat. Wir suchen noch nach einer Lösung, einen bequemen Schreibtischstuhl in den Innenausbau zu integrieren.

    1. Hi ihr zwei!

      Außensitzmöbel haben wir noch gar keine! Das ist ein guter Reminder von Euch, dass wir uns da vielleicht mal drum kümmern sollten. Wir arbeiten ja auch von unterwegs, haben das bis jetzt aber immer innen getan, was mit unserer Sitzbank auch gut geht. Wo wir bis jetzt unterwegs waren, hatten wir leider noch keine wirkliche Möglichkeit, uns draußen „breit zu machen“ … aber das könnte sich ja jetzt bald ändern, in Kasachstan oder der Mongolei stehen die Häuser ja nicht so dicht an dicht! 😉

      Erst mal ganz liebe Grüße in der Hoffnung, dass wir uns bald mal wieder „live“ sehen! 🙂
      Sabine und Micha

  6. Saugeil. Das ist mal Wohnstil. Nicht so wie das übliche Plastikwohnen oder die schwachsinnig teuren Luxusmodelle. Was ihr da gemacht habt, ist einfach perfekt! Das ist eine echte Motivation!

    1. Wow, danke für dieses dicke Kompliment, lieber Marcus! 🙂
      Wir hätten selber nie gedacht, dass es bei uns mal so gemütlich werden wird, mit unserer handwerklichen Vorerfahrung von absolut Null! 😀
      Total schön, wenn es ein Ansporn und Motivation sein kann ein großes Projekt anzugehen, egal ob man sich vorher schon mit der Materie auskennt oder nicht! 🙂
      Wir schicken Dir ganz, ganz liebe Grüße,
      Sabine und Micha

  7. Wirklich ein gelungener und ansprechender Ausbau…Von1983 bis 2015 fuhr ich umgebaute Omnibusse der Marke SETRA,hatte auch mal über 1 Jahr in einem SETRA S 100 gelebt, jetzt will ich komplett in ein Wohnmobil umziehen und habe mir einen 30 Jahre alten vollintegrierten Clouliner auf der Basis MAN VW G 90 gekauft….das Platzangebot im Innenraum ist umwerfend, jedoch nur halb so schön wie der eures Hermanns…. Meine erste lange Tour mit dem Clouliner führte mich nach Schweden um meine Bedenken wegen des Motors an der falschen Seite zu zersteuen. Erstaunlicherweise kann ich wunderbar Musik hören und verstehe jedes Wort meines Navigationsgerätes. Eine abenteuerlustige gleichaltrige Frau an meiner Seite, das wäre noch mein größter Herzenswunsch.
    Schaun wir mal was das leben noch so zu bieten hat.
    Am kommenden Wochenende bin ich auch auf dem Willy Treffen.
    Grüße
    Jörg

    1. Ach wie geil, wir stehen ja totaaal auf SETRA Busse! Schade, dass Du ihn nicht mehr fährst, dann hätten wir ihn beim Willytreffen ja bewundern können. Aber die Basis Deines Neuen ist ja auch ein super Auto! Unser Ausbau ist leider noch nicht komplett fertig, aber es wird langsam. Wir sehen uns ja dann in den nächsten Tagen … sind vor zwei Stunden auf den Platz in Enkirch gefahren 😀
      Beste Grüße und „bis gleich“,
      Sabine und Micha

  8. Hallo aus Spanien,mit Interesse lese ich Eure Kommentare, da ich mir auch ein Wohnmobil zulegen möchte, bzw. eins selbst ausbauen.Bin allerdings schon 77 Jahre alt und habe nun mein Haus/Garten in Spanien (nach 20 Jahren Bauzeit)zu einem Paradies gemacht und mir fallen immer noch neue Sachen ein.Wohnmobil Erfahrung habe ich gemacht in einem VW-Wohnmobil Marke Eigenbau und einer Reise von Hamburg nach Kapstadt .,da war ich allerdings etwas jünger.Ein Pickup mit Wohnkabine war auch schon in meinem Besitz.Jetzt möchte ich doch etwas mehr Komfort haben und ich hatte an den Ausbau eines Rettungswagen gedacht.Er sollte mögl. Allradantrieb und Automatikgetriebe haben, was kaum zu bekommen ist.Außerdem möchte ich überall parken, wo es für Wohnmobile verboten ist (neben dem Eifelturm).Es sollte also von außen nicht erkennbar sein, daß es sich um ein Wohnmobil handelt, also getarnt als Möbelumzugswagen/Seebestattungenetc..Die Länge von 6,5 m möglichst nicht überschreiten.Suche ich eine eierlegende Wollmilchsau ?

    1. Hallo Dirk,
      Wow, da warst Du ja schon ganz schön unterwegs! 🙂 Ich bin mir beim Automatikgetriebe nicht sicher, aber guck dich doch mal bei den Kastenwagen von Mercedes und Iveco um! Wir haben uns auf der letzten Caravan-Messe in Düsseldorf mal den Iveco Daily 4×4 angesehen und der sieht richtig tolle aus! Wenn Du den als geschlossenen Kasten nutzt und die Fenster mit Klappen verdeckst, die bündig abschließen sieht das nach einem ganz normalen Lieferwagen aus. Ich denke schon, dass Du deine Wünsche in einem Fahrzeug vereinen kannst.
      Viel Erfolg bei der Suche und beim Ausbau und ganz liebe Grüße,
      Sabine und Micha

  9. Hallo, haben ja auch einen 12m18. Das erste was drinnen war war der Kaminofen. Ist mir natürllich gleich aufgefallen 😀 . Würd mich interessieren ob Ihr den extern mit Luft versorgt? Grüsse aus Augsburg

    1. Hi Jürgen! 🙂 Geil, nen 12m18 haben wir noch nicht gesehen mit Ofen! Hoffen wir fahren uns mal über den Weg!
      Also wir hatten uns für den „Pluto“ den wir verbaut haben unter anderem gerade deswegen entschieden, weil er eine externe Luftzufuhr hat. Im Gespräch mit einem Bekannten, der Schornsteinfegermeister ist, haben wir uns allerdings entschlossen, keine Ansaugung für die Frischluft nach draußen gelegt sondern nur einen kleinen Wanddurchbruch oberhalb zu machen, der offen bleibt – er sagte das würde völlig ausreichen um den Ofen risikolos betreiben zu können und es funktioniert auch super! Wie machst Du das bei Deinem Ofen, Du bist ja scheinbar vom Fach!?!
      Aller liebste Grüße aus Marokko,
      Sabine und Micha

  10. Servus, wirklich super was ihr da macht. Ich verfolge euren Blog. Bitte weiter machen! Werde selber in den nächsten Monaten einen großen Kastenwagen umbauen und will unbedingt einen Holzofen. Nun habe ich schon öfters gelesen das es in Deutschland nicht erlaubt sei. Wie habt IHR das gemacht bzw. liege ich vllt damit falsch? Grüße aus München Lukas

    1. Hallo Lukas!
      Bei so lieben Kommentaren, kommen wir der Bitte weiter zu machen gerne nach! Danke für Dein Lob! 🙂

      Also ich habe wegen dem Thema schon sehr lange Gespräche mit dem Tüv geführt, weil uns diese Frage immer wieder erreicht. Für Herman stand die Frage nicht wirklich im Raum, da der Koffer einfach komplett als Ladung gilt. Auf die Weise kannst Du darin einbauen, was immer Du willst, den Tüv wird das nicht interessieren. Bei Dir könnte es auf eine ähnliche Lösung hinaus laufen:
      Für einem Kastenwagen wird bei Dir vermutlich am ehesten ein kleiner Schiffsofen zum Einsatz kommen, oder!?! Diese schnell zu montierenden Leichtgewichte können sehr gut so im Womo angebracht werden, dass sie jederzeit wieder herausnehmbar sind – sie sind also als Ladung zu betrachten und nicht als fahrzeugbauliche Veränderung. Einziges Problem macht auch in diesem Fall das Ofenrohr, da Du ja einen Dachdurchgang dafür brauchst und so das Fahrzeug veränderst. Ist aber kein Hindernis – benutze auf jeden Fall eine so genannte Decksdurchführung aus dem Bootsbedarf. Beim Herausnehmen Deines Ofens ist dies der Belüftungsdachpilz Deines Wohnmobils! 🙂
      Natürlich gibt es sehr penible TÜVer und welche, die offener für eine solche Dinge sind – aber mit dieser Lösung wirst Du um eine Eintragung (die man hierfür in D tatsächlich schwierig kriegen wird) herum kommen! 🙂

      Wir wünschen Dir schon jetzt viel Spaß beim Einbau – sehr gute Entscheidung für einen Ofen! 🙂
      Erst mal viele liebe Grüße aus Marokko,
      Sabine und Micha

  11. Hallo ich möchte gerne einen Wohnwagen ausbauen. Wo finde ich Menschen die mir helfen könnten? Ich habe leider null Erfahrung und bin eine junge Frau. Gerne übernehme ich auch einen Wagen. Alles Liebe Marlene

    1. Hallo Marlene, am Besten übernimmst Du Anfangs einen fertigen Wagen, dann merkst Du schnell, was Du überhaupt brauchst und was nicht, was Du verändern möchtest, etc. Das ist ein einfacherer Start, als von Grund auf alles selbst zu machen. Wir hatten viel Hilfe aus dem Freundeskreis, die uns bei den ersten Schritten beigestanden haben.

      Viele Grüße, Sabine und Micha

  12. Huhu, ich bin großer Fan eurer Bad- bzw. Duschlösung. Wie habt ihr denn die Zinkwanne befestigt? Einfach nur über Abfluss mit Zwischenstück zur Verstärkung und Hohlräume ausgefüllt, um Verbiegen o.ä. zu vermeiden? Ich steh auf’m Schlauch 🙂
    Da ich keinen extra Raum bauen möchte, wäre das vielleicht eine potenzielle Lösung im offenen Türbereich meiner alten Krankenwagendame.

    Viele Grüße,
    Claudia

    1. Hi Claudia!
      Ja, die Unterseite der Wanne haben wir mit dem Isolatormaterial „aufgefüllt“, damit der Boden mit festem Halt aufliegt und nicht nur am äußeren Rand. Der x-trem Isolator ist schön fest und hält sogar nochmal zusätzlich Kälte vom Boden ab, die sich in die Wanne übertragen würde.
      Befestigt haben wir sie an den Griffen zu beiden Seiten. In den Boden haben wir Schraubösen eingelassen und eine feste Verbindung zu den Griffen mit so genannten Spannschrauben hergestellt (mussten grad erst mal selber nachsehen, wie die Dinger heißen, es sind diese hier: http://amzn.to/2DmPWOb ) 😀 Das hält absolut super!

      Ich steh jetzt allerdings meinerseits auf dem Schlauch – noch kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie Du das im offenen Türbereich verbauen möchtest. Oder soll die Wanne gar keinen Abfluss kriegen und nur als „Auffangbecken dienen“?

      Wir wünschen Dir auf jeden Fall viel Freude beim Bauen und gutes Gelingen,
      aller liebste Grüße aus Lagos, Portugal,
      Sabine und Micha

  13. Hallo ihr beiden!
    Sehr sehr schön was ihr euch alles ausgedacht und gebaut habt. Ich bin begeistert! Finde die Kombination aus natürlichem Holz und den Dingen aus Metall (eure Spülwanne, die Rohre etc.) besonders schön 🙂 Mich würde mal noch interessieren wieviele Tage ihr autark stehen könnt? Bzw. welche Kapazität diese tolle LiFePo Batterie hat? Ich würde ürigens wahrscheinlich auch ständig auf das Display schauen wie der Ladestand ist 😀

    Viele Grüße aus Frankfurt am Main!
    Vielleicht begegnet man sich ja mal on the road.

    1. Hallo Janina!
      Danke für das Lob an unseren Ausbau! 🙂
      Die 130 Liter Wasser waren immer der begrenzende Faktor für unsere Autarkie. Wenn wir sparsam sind, kommen wir damit knapp 2 Wochen aus. Wir haben deshalb in der Zwischenzeit die Wassermenge verdoppelt, so dass wir noch länger unabhängig sind. Ist nicht wirklich durchgehend bedeckter Himmel, so dass wir genügend Strom zum Arbeiten haben (und davon brauchen wir dann viel), können wir bis zu vier Wochen autark sein. Unsere LiFePo hat eine Kapazität von 200 Ah aber die gibt es natürlich in verschiedenen Größen. Würden wir nicht durch die Arbeit so viel Strom verbrauchen, wären die 200 Ah sicherlich überdimensioniert.
      Viele liebe Grüße zurück nach Frankfurt und schöne Ostertage,
      Sabine und Micha

  14. Hi,
    Hab euch gerade zufällig gefunden…. super schön!!!
    Ist der Hermann noch zu haben? Ich habe gerade angefangen zu suchen…

    Liebe Grüße, Heike

    1. Hallo Heike!
      Sorry, für die späte Antwort aber: JA, der Herman ist noch zu haben 😉 Wir hatten durch den Bau des Neuen noch keine Zeit Besichtigungstermine zu machen also noch ist alles offen.
      Beste Grüße, Sabine und Micha

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