Outdoor Ofen für’s Wohnmobil – Außenküche mit Abenteuerflair

SabineAllgemein, ausruestung2 Comments

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Ein richtiger Outdoor Ofen oder Raketenofen zum Kochen auf Holz, ist definitiv eine sehr coole Nummer. Das macht mehr Spaß, als einen Gas Kartuschenkocher aus einer Staubox zu ziehen.

Da wird Holz gehackt, es knistert schön, die Flammen tanzen … Abenteuer und Lagerfeuerflair ohne großen Aufwand und so gut wie überall.


Outdoor Ofen für’s Wohnmobil:


Wir besitzen den kleinen Raketenofen nun seit ein paar Monaten. Über Sommer haben wir darauf Eintöpfe gegart, Pizza gebacken und so manch gemütlichen Abend davor verbracht.

Jetzt allerdings ist es Ende November, es wird langsam kalt und ungemütlich. Eigentlich wollten wir den Ofen für den Winter bereits eingemottet haben.

Diese Rechnung haben wir jedoch ohne unseren Besuch gemacht. Im Moment genießen wir beim Schrauben an unserem neuen LKW, öfter mal die Gesellschaft von Phil und Karo, die Du vielleicht auch schon kennst. Die beiden sind von den kleinen Outdoor Ofen ebenfalls begeistert. Ihre gute Idee: Glühwein, den sie praktischer Weise auch gleich mitgebracht haben.

Das knisternde Feuer mit dem Topf voll duftendem, heißen Glühwein hat den kalten Feierabend perfekt gemacht. Viel schöner, als drinnen zu sitzen und den Topf auf den Herd zu stellen!

Und nach diesem schönen Abend, müssen wir nun auch den Tipp mit dem Ofen endlich einmal hier, auf dem Blog, an Dich weiter geben.

Glühwein vom Outdoor Ofen
Nach einem Arbeitstag im November noch schnell ein Feuerchen mit Freunden machen und Glühwein aufsetzen – unbezahlbar!
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OUTDOOR OFEN – WAS DARAN SUPER IST

Unangefochten an der Spitze der guten Eigenschaften des Outdoor Ofens: Der gerade schon beschriebene Gemütlichkeitsfaktor.

Doch kleine Ofen besitzt dazu ein paar ganz praktische Fähigkeiten, die es auch wirklich mit wenig Aufwand und Einschränkungen gemütlich werden lassen.

1. Effizienz

Der Raketenofen ist extrem effizient, man braucht wirklich super wenig Brennholz.

Das ist eine coole Sache, denn bei unserem Holzofen im Wohnmobil haben wir gemerkt, wie bescheiden sich das Lagern von genügend Brennholz gestaltet, wenn man in einem Fahrzeug wohnt. Es ist schwer, braucht viel Platz und macht viel Dreck.

Es ist also super, wenn man nur ganz wenige, kleine Stücke braucht, um damit ein schönes Feuerchen zu machen.

2. Wenig Qualm

Abgesehen davon, bin ich eine Person, die am Feuer grundsätzlich im Qualm sitzt. Egal wohin ich mich setze – der Wind dreht sich mit mir. Vielleicht kennst Du das Problem.

Ich schätze bei dieser effizienten Holzverbrennung also besonders, dass dadurch wesentlich weniger Qualm entsteht.

Übrigens:

Aus diesen Gründen sind solche Öfen ein Segen für den Alltag der Menschen in Ländern geeignet, in denen Holz noch ganz normal täglich zum Kochen genutzt wird. Der Holzverbrauch (und die damit verbundene Abholzung) wird durch so einen Raketenofen laut Herstellerangaben um bis zu 70% gegenüber dem Kochen auf Lagerfeuer oder in ineffizienten Öfen reduziert. Der Ausstoß von gesundheits- und klimaschädlichem Qualm um 60%. 

Es gibt tatsächlich eine Globale Allianz für saubere Kochkerde, da durch ständiges kochen an offenem Feuer von 3,5 bis 4  Millionen Toten pro Jahr durch die Rauchbelastung ausgegangen wird!

Unglaublich, oder? Die Organisation der United Nations Foundation setzt sich für die Verbreitung von Raketenöfen und Solaröfen ein.

3. Man kann Gas-Reserven sparen

In anderen Ländern Gasflaschen kaufen zu müssen ist mega nervig. Die Anschlüsse sind alle unterschiedlich, die Größen der Flaschen auch (so dass sie garantier nicht anständig ins Gasfach passen) und von den nervigen Vorschriften für Nachfüllung und Umtausch müssen wir ja gar nicht reden.

Aus diesem Grund haben wir es unterwegs immer gerne so gemacht, dass wir den Holzofen beim Heizen auch zum Kochen genutzt haben. So spart man jede Menge Gasreserven.

Leider werden wir in Herman 3 keinen Holzofen mehr zum Heizen haben – die Vorteile der Planar Standheizung und der Nachteil des großen Platzbedarfs des Ofens im Wohnraum, haben zu dieser Entscheidung geführt.

Mit dem kleinen Raketenofen können wir aber dennoch ohne Gas und mit ganz wenig Holz kochen. Den Abenteuer-Outdoor-Gemütlichkeitsfaktor bekommen wir dabei gleich noch obendrauf.

Um die Effizienz beim Kochen zu erhöhen, legen wir uns vielleicht auch mal noch den Metallring* zu, den man um Kochplatte und Topf legen kann. Damit bewirkt man ebenfalls noch einmal eine bessere Hitzeverteilung und es geht auch nicht so viel Hitze verloren!

Übrigens:

Man kann sogar Brot und Kuchen backen, auf dem Outdoor Ofen. Allerdings erfordert das wohl ein bisschen Übung und Geschick beim Nachladen von Brennmaterial. … sonst hat man in den Außenbereichen der Backform vielleicht den Teig zum löffeln, während man in der Mitte einen Kohlekuchen gebacken hat.

Wir backen nicht so viel aber wenn wir damit auf dem Outdoor Ofen experientiert haben, werden wir von unseren Ergebnissen berichten. Bei Pizza ist es uns ja immerhin auch geglückt, den dünnen Teig gleichmäßig knusprig zu kriegen. Eine Guss- oder Schmiedeeisen Pfanne* ist dafür von großem Vorteil, da sie die Hitze gleichmäßig verteilt.

Pizza backen auf dem Raketenofen
Erstes mal Pizza backen auf dem Outdoor Ofen – *lach* wir denken auch bestimmt mal noch irgendwann daran, schönere Fotos dabei zu machen!

Outdoor Ofen für’s Wohnmobil – Der Nachteil

Der Nachteil an dem kleinen Raketenofen ist sein Gewicht von immerhin 5,9 kg.

Die Größe von grade mal 27 cm in der Höhe und 24 im Durchmesser finden wir verschmerzbar. Doch wenn Du Dich ohnehin schon vor spontanen Wiegekontrollen an der Autobahn fürchten solltest, ist der Ofen wahrscheinlich nicht das ultimative Must Have an Bord.

Anders sieht das aus, wenn Du ein festes Zuhause hast und eine Terasse Dein Eigen nennst!

Wir werden ihn trotzdem mit auf die nächsten Reisen nehmen. Bei der möglichen Zuladung unseres neuen LKW wird (hoffentlich) noch genug „Luft nach oben“ sein.

Zum Transport gibt es übrigens auch eine passende Tasche*, damit man sich nicht mit Ascherückständen das Auto versaut.

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GIBT ES GRAVIERENDE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DEN ANBIETERN?

Wir selbst haben den EcoZoom Versa* Raketenofen. Viele Camper schwören jedoch auf Petromax, die mit dem rf33* ebenfalls einen Raketenofen im Angebot haben.

Der Gewichtsvergleich bringt beim Petromax rf33 noch 0,6 kg mehr auf die Waage. Und während Petromax drei cm höher ist, ist der EcoZoom Versa minimal breiter, vor allem mit seinen abstehenden Griffen. Zu den Griffen ist jedoch zu sagen, dass diese selbst nach stundenlangem Betrieb kalt bleiben und man den Ofen jederzeit umplatzieren kann, wenn gewünscht.

Einen Unterschied gibt es in der Spezialisierung des rf33 auf die Verbrennung von Holz. Der Petromax Outdoor Ofen tut dies in der effizientesten Form, der Holzvergasung. Weil der Petromax nicht den Anspruch erhebt, gut mit Holzkohle zu funktionieren, braucht er keine dick isolierte Tür. Somit kann man hier bequem größere Stücke nachladen.

Der EcoZoom Versa kann dagegen genau so gut mit Holzkohle zum Kochen betrieben werden, wie mit Holz. Dies macht das Kochen (und vor allem das Backen) praktischer, da die Hitze gleichmäßiger ist und man nicht die ganze Zeit Holzstückchen nachladen muss, sondern die Kohle eine ganze Weile hält.

Wenn es Dir mehr auf’s Kochen ankommt, als auf das gemütliche Feucherchen, gibt es auch noch den EcoZoom JET*. Dieser Ofen ist für den Betrieb mit Holzkohle optimiert. Man kann darauf bis zu einer Stunde lang kochen oder Backen mit nur 200 g Holzkohle.

Der JET ist mit 7,8 kg aber noch schwerer, als die anderen Modelle und macht hiermit wirklich auf einer festen Terrasse am meisten Sinn.

EcoZoom Jet Charcoal Rocket Ofen*
Zum Kochen mit Holzkohle optimiert: Der EcoZoom JET *

Der Petromax rf33 Outdoor Ofen*

Kochen auf dem Outdoor Ofen

FAZIT

Ein Outdoor Ofen ist eine super coole und vielseitigere Alternative zu Feuerschalen oder zu einem offenen Lagerfeuer. Man braucht nicht viel Holz, kann mit Abenteuerflair draußen kochen, er sorgt für Gemütlichkeit – was will man mehr. Klar: Geringeres Gewicht. Aber für alle, die noch ein bisschen freie Zuladungsreserven im Camper haben ODER Zuhause eine Terrasse ihr Eigen nennen, eine Empfehlung wert. Wir selbst haben mega viel Spaß daran.

Für’s „Kleingedruckte“:

Dies ist kein gesponserter Artikel und wir machen weder für EcoZoom noch für Petromax bezahlte Werbung, sondern geben hier unsere Tipps weiter, wenn uns etwas gut gefällt. Selbstverständlich freuen wir uns aber, wenn Du etwas das Du Dir eh kaufen würdest (ganz egal was), über einen unserer Sternchenlinks bestellst. Für Dich ist das keinen Cent teurer aber wir bekommen dadurch eine kleine Provision, was bedeutet, wir können uns mehr Zeit zum Schreiben von Blogbeiträgen und drehen von Videos nehmen. Ganz herzliches Danke dafür!

Apropos Videos: Wenn Du Dir unseren aller ersten Test des EcoZoom Versa mal im Video ansehen möchtest: Hier gibt’s das von ungefähr Minute 6 bis 8.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/RBDwvU0QPDY

Und hier haben unsere Freunde von Tigerexped* den Kandidaten von Petromax getestet:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/VOONYhkClGo

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2 Kommentare zu “Outdoor Ofen für’s Wohnmobil – Außenküche mit Abenteuerflair”

  1. Hallo Sabine,

    wie immer ein toller Artikel, schön und informativ geschrieben, da Thema Outdoor und WoMo begleitet mich schon lange. Euer Ofen basiert auf dem alten Konzert des Hobo-Ofens (sollen wohl schon die amerikanischen Wanderarbeiter im Wilden Westen benutzt haben…). Hier gibts deutlich leichtere Alternativen.

    Sowas hab ich immer in meinem Outdoor-Rucksack dabei und im WoMo, genial einfach und wie Du schon sagtest eine echte Alternative zum Gaskocher.

    Macht weiter so mit euren tollen Tipps, Produktvorstellungen und Vorbild sein für andere! Uns ziehts nach Sardinien über die Wintermonate.

    LG

    Michael

    1. Hallo Michael!

      ganz dickes Dankeschön für Dein Lob und für Deinen super coolen Tipp!
      Ich werde den in den nächsten Tagen mal in einen eigenen Artikel fassen, damit Deine Info nicht hier untergeht. Vielleicht hast Du ja sogar Lust, ein Foto dazu beizusteuern, falls Du deinen Hobo mal im Einsatz Fotografiert hast?! Ich find das immer suuuuper cool, wenn Leute sich hier melden und ebenfalls ihre Tipps weitergeben – so macht das Spaß! Danke dafür! :))

      Aller beste Grüße von uns beiden aus dem Herman,
      Sabine 🙂

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