Erfahrungen mit dem IVECO 110-17 für Familienreisen – Abenteuer für 5

SabineAllgemein, Allrad LKW Basisfahrzeuge, Erfahrungen8 Comments

Wie schlägt sich der IVECO 110-17 als Reisemobil und wie klappt das mit einer fünfköpfigen Familie an Bord? Wertvolle Infos und Einblicke aus 42.000 km Reiseerfahrung mit der Familie im Allrad LKW!


Cluburlaub ist nichts für Martin und seine Familie. Zu Fünft reist die Familie in ihrem IVECO 110-17 lieber dem Abenteuer hinterher. Hier geben sie ihre Erfahrungen zu dem Allrad LKW weiter – zusammen mit wertvollen Tipps, wie man als Familie einen guten Einstieg in das Thema reisen im Expeditionsmobil findet!

Hallo Martin! Schön, dass wir Dich heute mit unseren Fragen löchern dürfen!

Was ist das genau für ein Fahrzeug, dass Ihr da fahrt? Kannst Du den 110-17 kurz beschreiben und warum habt Ihr Euch ausgerechnet für ihn entschieden?
Wir fahren einen Iveco Magirus 110-17 AW. Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um ein ehemaliges Bundeswehrfahrzeug. Der Iveco 110-17 war neben dem Mercedes 1017 das zweite Transportfahrzeug das die Bundeswehr in der 11 Tonnen Klasse in den 80er Jahren anschaffte.

Der 110-17 hat die gleiche Fahrerkabine wie der Iveco 90-16, den ihr im Video vorgestellt habt, sowie den gleichen Motor, einen luftgekühlten Reihensechzylinder von Deutz. Im 110-17 allerdings mit 168 PS. Zudem war der 110-17 für ein zulässiges Gesamtgewicht von 11 Tonen ausgelegt. Er verfügt auch über permanenten Allrad, was ihm ein gutes Fahrverhalten verleiht. Eine Zentraldifferenzial- und eine Hinterachssperre sorgen für gute Traktion.

Im Gegensatz zum 90-16 hat der 110-17 ein 6 Gang Getriebe, ebenfalls von ZF. Oft werden auch Iveco 110-16 angeboten. Hierbei handelt es sich um ein fast identisches Fahrzeug, allerdings in Ausführung für die dänische Armee und bereits Einzelbereift. Der Iveco 110-17 muss erst umgerüstet werden, da er im Original hinten Zwillingsreifen fährt. Felgen hierzu gibt es aber bei entsprechenden Anbietern. Wir haben leider eine etwas gebastelte Lösung aber bisher hat sie nie Probleme gemacht. Wir fahren auf 14.00 R 20 Reifen was unseres Wissens die maximale Reifengrösse darstellt.

Wir hatten ihn mit Zeppelinshelter und Leichtbau bei 7.5 Tonnen. Nach dem Umbau der Kabine entsprechend der Wunschliste der Familie waren die 7.5 Tonnen nicht mehr zu halten. Jetzt liegen wir bei ca. 8 Tonnen (beladen).

Wir haben einen 4.1 Meter langen Zeppelinshelter drauf (ebenfalls Ex Bundeswehr). Allerdings kommen wir mit den großen Reifen auch auf 3.7 Meter Höhe. Letzteres haben wir aber nie als Nachteil empfunden.

Mit den großen Reifen läuft er gut über 110 Km/h. 90 Km/h ist aber seine optimale Reisegeschwindigkeit.

Unser Weg zu dem Fahrzeug war ehrlich gesagt eher zufällig als gezielt. Uns hatte anlässlich einer Tunesientour 2009 wieder der, seit der Geburt unserer drei Kinder etwas vergessene Abenteuervirus gepackt. Nach einigen Touren mit Zelt und Toyota Landcruiser merkten wir schnell, dass dies vom Gewicht für 5 Personen einfach nicht machbar ist. Außerdem sind in den Jahren die Komfortansprühe gestiegen.

Nach intensiver Suche im Internet wurde uns schnell klar – das wird nicht einfach. Zum einen hatten wir als Eltern mit Job und Familie keine Energie zu einem Selbstausbau. Es musste also ein bereits ausgebauter her. Die meisten angebotenen Fahrzeuge sind aber nur für 2 Personen ausgelegt, die meisten Reisenden in solchen Fahrzeugen sind nun mal Pärchen. Ausnahmen bildeten einige wenige bei Familien beliebten Magirus Doppelkabiner, oft ehemalige THW Fahrzeuge wie der 170. Die waren aber zu lang für unsere Garageneinfahrt und irgendwie sahen wir nicht den Sinn 2 extra Meter rum zu fahren, die man nicht als Wohnraum nutzen kann.

Dann entdeckten wir einen 110-17 mit 4 zusätzlichen Sitzplätzen im Koffer und einfachem Ausbau zu einem akzeptablen Preis. Reisefertig. Wir fuhren Probe und schlugen blindlings zu. Da war viel Glück dabei, denn wir hatten keine ausführliche Bedarfsanalyse oder einen Fahrzeugvergleich gemacht. Wir wussten, dass die alten Deutz Motoren und die ZF Getriebe einen guten Ruf hatten, sonst aber auch nicht viel. Ach, und die Zulassung in der Schweiz spielte auch eine Rolle. So sind anscheinend nicht alle Fahrzeuge ohne weiteres in der Schweiz zuzulassen – im LKW Forum und auf verschiedenen Webseiten gibt es hierzu je nach Fahrzeug einiges an Informationen. Für den Iveco gab es hingegen von Iveco Schweiz innerhalb von 2 Tagen alle notwendigen Papiere und die Zulassung war unproblematisch.

Zunächst waren wir mit dieser Behelfslösung 3 Jahre auf diversen Touren unterwegs und konnten viel Erfahrung sammeln. Dabei stellte sich immer mehr heraus, dass der Iveco ein zuverlässiges, gut zu handhabendes und sparsames Fahrzeug ist und das Konzept mit gewissen Anpassungen für unsere Bedürfnisse passte. Wir stellten eine Liste zusammen was wir anders haben wollten und 2016 haben wir den Koffer dann nach unseren Vorstellungen umbauen lassen.

Wir können dies jeder Familie nur empfehlen. Kauft eine gute, einfach ausgestattete Basis, nicht zu teuer, aber reisefertig. Probiert aus was ihr benötigt und was sich bewährt und ob es der Familie überhaupt gefällt und gestaltet dann um. Oder verkauft wieder, wenn es nicht passt. Der Verlust ist sicher geringer als wenn ihr ein teures Fahrzeug verkaufen müsst. Denn Familien haben sehr individuelle Bedürfnisse.

Wir haben durch den Umbau sicher einiges Geld verloren, da wir den ersten Ausbau teilweise verschrottet haben, aber immer noch weniger als wenn wir ein teures Fahrzeug gekauft hätten und dann gemerkt hätten, dass es nicht unseren Bedürfnissen entspricht. Und wir haben jetzt ein Fahrzeug, das nach 3 Jahren Erfahrung auf diversen Reisen wirklich auf unsere Bedürfnisse abgestimmt ist.

Wo seid ihr mit dem LKW schon überall gewesen? Habt Ihr einen Überblick, wie viel Kilometer das so gewesen sind?

Wir sind (leider) nur Teilzeitreisende. Wir gehen normalen Jobs nach und die Kinder in die Schule. Von daher mussten alle unsere Reisen irgendwie in Schulferien untergebracht werden.

Bisher haben wir es aber auf 42 Tsd Kilometer geschafft und haben neben den üblichen europäischen Reisezielen wie Frankreich, Italien und Spanien auch Tunesien und Marokko bereist. Letzten Sommer erlaubte ein Stellenwechsel einen längeren Trip und wir sind über Skandinavien nach Russland und dort bis an den Baikalsee gereist.

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Nutzt ihr die Geländegängigkeit Eures mobilen Zuhauses oder ist sie eher die „Sicherheitsreserve“?

Unser Iveco hat sich im Sand sehr gut geschlagen wie man auf den Fotos sieht. Wir nutzen ihn Offroad, allerdings in Massen, da wir den Kindern den Spass nicht verderben wollen. Die Kinder mögen zwar Offroadfahren, aber lange Pistenfahrten sind wohl zu dosieren.
Außerdem vermeiden wir gerade bei langen Touren das Risiko aufwendiger Bergungen (das wäre mit den Kindern weniger spassig) und versuchen materialschonend zu fahren. So sind wir auch einige Male umgedreht, wenn wir kein gutes Gefühl bei einer Piste hatten. Aber manchmal hat man halt trotz aller Vorsicht einfach Pech (oder die Situation falsch eingeschätzt).

Die Geländegängigkeit unseres 110-17 ist aber hervorragend. Wir haben kaum Überhang und eine durch die großen Reifen sehr großzügige Bodenfreiheit. Im Vergleich zum Geländewagen haben wir einen fantastischen Böschungswinkel (unser Landcruiser hat immer regelmässig mit den Stosstangen die Dünenkämme mitgenommen) und mit der Untersetzung und den Sperren einen guten Vortrieb.

Die Leistung des 110-17 in Relation zum Gewicht ist einem Geländewagen natürlich weit unterlegen. Das merkt man klar im Sand. Und enge Waldwege oder Bergserpentinen sind nicht sein Metier.

Wie ist es, mit dem 110-17 als Familie unterwegs zu sein? Wo kommt Ihr alle bei der Fahrt unter?

Der Shelter ist in Bezug auf die Raumnutzung optimal ausgenutzt. Unsere Dusche und Toilette befindet sich im Eingang, was wir auch im Hinblick auf Schmutz als gute Lösung empfinden. Wir haben eine großzügige Küchenzeile mit Backofen. Letztere ist wichtig, damit auch unterwegs mal ein Geburtstagskuchen gebacken werden kann.

Unsere Sitzgruppe besteht aus zwei Rib Scopema Sitzbänken mit 3 Punktgurten. Hier können während der Fahrt 4 Personen bequem sitzen. Insgesamt haben wir also, mit den 3 Sitzplätzen im Fahrerhaus, 7 Sitzplätze und können beliebig varieren wer wo mitfährt.

Der Zeppelinshelter erlaubt aufgrund der Stabilität eine Federlagerung. Aus unserer Sicht ist das wichtig, da die aufwendigeren Lagerungen der GFK Kabinen nachdem was wir bei anderen Fahrzeugen gesehen haben, sehr stark schwanken und ein Aufenthalt im Koffer dann ungemütlich werden kann. Bei uns geht das sehr gut.

Da die Belüftung durch die Ausstellfenster während der Fahrt nicht optimal ist und um den Kindern die langen Strecken etwas angenehmer zu machen, haben wir im Koffer eine Klimaanlage. Diese hat sich sehr bewährt – auch zum Lüften in mückenverseuchten Gebieten. Papa als Fahrer vorne muss aber schwitzen.

Die Sitzgruppe lässt sich zu einem Einzelbett umbauen. Dahinter haben wir ein 90 cm breites Festbett, das sich in wenigen Handgriffen auf komfortable 1.8 Meter Breite erweitern lässt. Wir haben gelernt, dass man als Familie ums Umbauen nicht herumkommt. Ausser man möchte ein wirklich grosses Fahrzeug fahren.
Über dem Shelter ist ein Klappdach angebracht, das man vom Innenraum der Kabine erreichen kann. Dies dient tagsüber als Kinderzimmer (die Kinder bringen da während des Tages ihre Spielsachen rauf) und nachts als Bett mit 1.6 Metern Breite.

Mit 5 Personen auf so engem Raum muss man sich platzmässig natürlich einschränken, aber wir empfinden das in den Zeiten unendlich vieler Besitzgegenstände eigentlich als Bereicherung. Den Platz gibt es ja zuhause oder während der Reisen in der Natur. Wir haben auch festgestellt, dass die Enge den Familienzusammenhalt stärkt. Angenehm ist, dass wir nicht auf jedes Kilo Gewicht achten müssen.

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Würdet Ihr sagen, der LKW ist komfortabel über längere Strecken zu fahren oder braucht man da schon ein bisschen Herzblut für LKW‘s?

Das Fahren ist natürlich nicht mit einem modernen Luxus PKW zu vergleichen. Aber genau das macht ja den Reiz aus. Das Ursprüngliche entschleunigt irgendwie.

Er ist laut, aber man kann sich bei 90 Km/h trotzdem entspannt unterhalten. Aber ob ein Geräuschpegel als störend empfunden wird oder nicht ist immer sehr subjektiv. Dämmung haben wir keine verbessert. Wir sehen auch wenig Sinn darin, da wir einen Durchgang zum Fahrerhaus haben und der meiste Lärm über diesen kommt. Verbesserung würde nur eine Klappe bringen, die das Fahrerhaus vom Durchgang trennt, aber dann sehen wir die Kinder nicht mehr. Im Koffer hinten ist es aber vergleichsweise ruhig.

Erhebliche Geräuschreduzierungen haben aber neue Reifen (die 15 Jahre alten Michelin XZL waren grausam laut) und ein neuer Auspuff (der Alte hatte einige Löcher) gebracht.

Die Original verbauten olivfarbenen Gartenstühle haben wir umgehend entfernt. Um im Budget zu bleiben aber durch originalverpackte Möve Schwingsitze aus Bundeswehrbeständen ersetzt. Nicht so toll wie ein neuer Isri Sitz, aber eine erhebliche Verbesserung.

Wie sieht es mit Reparaturen aus. Musstet Ihr unterwegs schon einiges machen?

Wir hatten bisher nur eine Panne unterwegs. An der Mautstelle in Mailand auf der Rückfahrt von der Fähre aus Tunesien. Da war die Dieselrückleitung gebrochen und der Diesel schwappte auf die Autobahn. Ohne entsprechendes Werkzeug kaum Instand zu setzen. Samstagnacht um 1. Der nette italienische Abschleppunternehmer brachte in seiner Werkstatt den Deutz Motor aber innerhalb von 30 Minuten wieder zum Laufen. Er meinte mit den «Bambini» könne er uns nicht bis Montag warten lassen.

Wir machen oft die Erfahrung, dass unser Iveco, der ja einen etwas treuen Blick hat, sehr viel positiven Zuspruch erhält. Und wenn dann eine fünfköpfige Familie aussteigt umso mehr. So durften wir schon viele tolle Leute kennenlernen und haben immer irgendwie Hilfe erhalten.

Austauschen mussten wir bisher eine Dichtung an der Hinterachse, den Kupplungsnehmerzylinder, den Anlasser und den Auspuff. Alles kündigte sich an und konnte rechtzeitig repariert werden. Und Rost am Fahrerhaus ist ein dauerndes Thema.

Waren die Ersatzteile einfach zu beschaffen?

Der grosse Vorteil dieser Fahrzeuge ist die einfache Technik. Jede LKW Werkstatt auf der Welt kann so ein Fahrzeug reparieren. Gerade für den weitverbreiteten Deutz Motor (der wird in Marokko und vielen anderen Ländern noch oft als Stromgenerator eingesetzt) gibt es alle Ersatzteile auch unterwegs.

Ein Beispiel: Im hohen Atlas ist uns einer der beiden Lüfterriemen für die Luftkühlung gerissen. Wir wollten in den Bergen nicht nur mit einem fahren und hatte dummerweise den Ersatzriemen im Packstress Zuhause vergessen. Wir hielten in einem winzigen Dorf und fragten einen LKW Fahrer nach einer Werkstatt. Er verwies uns an eine Garage mit etwas Werkzeug vor der auf der Straße einige alte Renault PKW repariert wurden. Mit wenig Vertrauen zeigten wir dem Mechaniker den Riemen. Der verschwand in einer weiteren Garage eine Straße weiter und kam mit einem neuen Riemen zurück. Der passte und hält bis heute.

Alle Getriebe sind von ZF und dafür erwarte ich eine ähnlich gute Ersatzteilversorgung – falls überhaupt mal was an denen kaputt geht.

In der Schweiz war der lokale Iveco Händler bisher wenig hilfreich, seine Aussage war: «So ein Fahrzeug geht doch nur noch in den Export». Aber es gibt einige Spezialisten für alte Militärfahrzeuge in Deutschland die die meisten Ersatzteile umgehend und zu fairen Preise besorgen.

Das Grundkonzept des Iveco wurde an Feuerwehren und THW zu Tausenden verkauft und ist daher eine Art Standardware.

Spezifisch und daher teuer sind beim 110-17 nur einige wenige Ersatzteile, die nur in der Militärvariante verwendet wurden und deshalb auch der Teilehändler nur über Iveco Defence beziehen kann. So die Achsdichtung, die 200 Euro kostete. Aber soweit wir das beurteilen können betrifft das nur wenige Teile.

Karosserieteile gibt es in der Regel nur noch gebraucht.

Den Auspuff gab es Original nicht mehr, aber eine innovative Edelstahlschmiede hatte einen nachgebauten in Edelstahl zu einem fairen Preis im Angebot.

Wie hoch ist ungefähr der Kraftstoffverbrauch einzuschätzen?

20 Liter bei 90 km/h Reisegeschwindigkeit, 18 bis 19 Liter sind das Minimum, die wir aber sehr selten erreichen. Höchster Verbrauch waren 23 Liter in Tunesien; die Stecke beinhaltete eine Wüstenpiste mit Dünenpassagen. Was er genau im Gelände braucht können wir nicht sagen, da wir immer erst nach längeren Strecken getankt haben, die nie rein Offroad waren.

Wir habe uns viel mit anderen Reisenden unterhalten und festgestellt, dass unser Verbrauch eher am unteren Ende liegt und viele ganz neue Fahrzeuge eher mehr verbrauchen. Der Deutz scheint mit dem Sprit eher zu geizen.

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Gibt es beim 110-17 einen gravierenden Nachteil, der Euch nervt?

Nicht wirklich. Er gehört sozusagen zur Familie, da sieht man ihm viel nach. Letztendlich ist ein alter Allrad LKW eine Lebensphilosophie. Es gibt vieles das objektiv nerven könnte, aber wenn man es nicht mag sollte man lieber zu einem Hymer greifen.

Würdet Ihr Euch immer wieder für einen 110-17 entscheiden oder was käme für Euch als Alternative in Frage?

Ja, im Nachhinein immer wieder. Obwohl wir uns ja vor dem Kauf gar nicht mal so intensiv mit den verschiedenen Basisfahrzeugen auseinandergesetzt hatten. Aber jedes alte Fahrzeug ist auch irgendwie eine Glücksache. Ein Freund von uns kaufte auch einen Iveco (den grösseren mit dem V8) der auf dem Papier als ehemalige Werksfeuerwehr beste Voraussetzungen hatte, und hatte bisher nur Ärger.

In Russland haben wir mehrfach Reisende in tollen neuen LKWs getroffen und kurzzeitig mal davon geträumt wie es wäre in einer klimatisierten, fast geräuschfreien Kabine auf tollen Ledersesseln zu reisen. Aber irgendwie geht da doch viel verloren.

Von den alten Fahrzeugen finde ich den MAN KAT 1 ein tolles Fahrzeug. Für unsere derzeitigen Bedürfnisse aber zu gross und zu durstig.

Optisch und von den Geländeeigenschaften super sind auch die Ural. Aber der Fahrkomfort muss dem eines russischen Panzers entsprechen und Ersatzteilversorgung in Westeuropa und an anderen Orten wie Südamerika ist sicher alles andere als einfach. Ähnliches gilt auch für den REO der US Armee, der auch gut aussieht, sehr robust sein soll und mit dem Cummins einen guten Motor hat.

Ich würde mich mit Basis im deutschsprachigem Raum aber immer wieder für einen europäischen Grossserien LKW der Marken Iveco, Mercedes oder MAN (inkl. Steyr) entscheiden. Da bekommt man einfach am besten Ersatzteile und kompetente Hilfe im LKW Forum.

In der Schweiz gibt es aber auch viele Bekannte, die Duros der Schweizer Armee fahren, aus meiner Sicht auch wenig verbreitete Fahrzeuge im Vergleich zu einem Unimog. Aber auch die kommen gut zurecht. Letztendlich gibt es für jedes Fahrzeug Liebhaber und die helfen sich immer gegenseitig.

Letzteres ist auch ein weiterer Grund warum wir unser Hobby so lieben. Die Hilfsbereitschaft unter den Overlandern ist einfach toll. Wenn wir im Forum lesen, dass jemand einen Hilferuf sendet, einer habe sich am Plage Blanche festgefahren und gleich mehre Angebote kommen die Route zu ändern und zu Hilfe zu eilen, finden wir das toll. Eine ähnliche Erfahrung habt Ihr ja auch mit Eurer Steckachse.

Oooh ja, den tollen Zusammenhalt können wir nur aus ganzem Herzen bestätigen!!!
Ganz herzlichen Dank für dieses tolle, ausführliche Interview und habt noch tausende, traumhafte Reiseerlebnisse in Eurem Familien Reisemobil!

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8 Kommentare zu “Erfahrungen mit dem IVECO 110-17 für Familienreisen – Abenteuer für 5”

  1. Danke für den sehr lesenswerten Bericht, Sabine. Haben die auch eine Website? Gruss, Christian

    1. Nein, leider nicht, Christian. Für die Kinder soll eine gewisse Privatsphäre gewahrt bleiben, was wir gut verstehen können.
      Danke für Dein Lob an den Artikel, das ich sehr gerne an Martin weitergebe! 🙂
      Liebe Grüße, Sabine

  2. Hat uns viel Spaß gemacht zu lesen wie eine große Familie sich zu recht findet mit einem Overlander. Danke!

  3. Wir denken über die gleiche Konstellation nach , und wir sind auch zu 5 unterwegs 😉 könnten den Iveco günstig bekommen genau wie der Schelter auch für hinten drauf , wir würden ihn auch innen komplett von einem ausbauer machen lassen wollen ! Bei welchem ausbaue habt ihr ihn ausbauen lassen ?

    1. Hallo Nicole,
      die beiden haben das Fahrzeug mit fertig ausgebautem Koffer gekauft und den Ausbau dann selbst auf ihre Bedürfnisse angepasst.

  4. Hi Ihr 2 🙂

    Besteht die Möglichkeit auch Bilder vom Innenraum der Kabine zu sehen?
    Mich würde da die Aufteilung des Koffer interessieren, bei 3 Kindern werden auch 4,25m klein 😉

    LG

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