LKW als Wohnmobil – Pro und Contra Allrad LKW als Basis

SabineKnow-How15 Comments

Im Rahmen unserer Vorstellungsreihe von Allrad LKW Basisfahrzeugen, erreichte uns die Frage, wieso man sich überhaupt für einen LKW als Wohnmobil entscheidet. Was sind die Vor- und Nachteile dabei? Diese Erfahrungen sollen einen Überblick geben und helfen, Dir die Entscheidung zu erleichtern, wenn Du selber gerade vor der schwierigen Aufgabe der Fahrzeugwahl stehst.


Einen Allrad LKW als Wohnmobil zu nutzen und umzubauen ist mit vielen Vorteilen verbunden – und bestimmt ebenso vielen Nachteilen.

Wir haben über dieses Thema bereits live mit der Community auf unserem Youtube-Kanal gesprochen und der Chat flog mit Fragen nur so an uns vorbei. Danke an alle, die bei diesem schönen, gemeinsamen Abend dabei waren und ihren Input haben mit einfließen lassen!

Hier wollen wir nun noch einmal schwarz auf weiß zusammenfassen, welche Erfahrungen wir in drei Jahren mit einem LKW als einzig vorhandenem Fahrzeug gesammelt haben. Vielleicht stehst Du selber vor der Entscheidung, Dir einen Allrad LKW als Wohnmobil anschaffen zu wollen. Und vielleicht hast Du bisher so wenig Erfahrung mit alten LKW‘s wie wir, bevor wir Herman kauften!? Möglicherweise können wir Dir noch ein paar Überlegungen mit auf den Weg geben, die wichtig für Dich sind. Lass uns in den Kommentaren sehr gerne wissen, wie Dir der Artikel gefallen hat!

Falls Du den Live-Themenabend verpasst hast, kannst Du hier noch einmal reinschauen:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtube.com/watch?v=qn8ToZEYsrI

LKW ALS WOHNMOBIL –
DIE VORTEILE


ZULADUNG

Willst Du lange unterwegs sein, reist mit einer ganzen Familie oder möchtest viel Equipment mitnehmen? Dann wirst Du um das hohe Gesamtgewicht eines LKW dankbar sein. Klar, genügend Platz hast Du vielleicht auch in einem Liner der bekannten Wohnmobilmarken. Doch die mögliche Zuladung lässt meist extrem zu wünschen übrig.

Des Weiteren ist eine hohe Zuladung Grundvoraussetzung, wenn Du lange autark unterwegs sein möchtest. Um mehr als ein paar Tage ohne Infrastruktur auszukommen, benötigst Du entsprechend Vorräte, vor allem Frischwasserreserven. Diese bringen ganz schön Gewicht mit sich. Nehmen wir einfach einmal unseren durchschnittlichen Verbrauch als Beispiel an: Für eine Autarkie von 3 Wochen benötigen wir 260 Liter Wasser (das Wasser aus unseren Tanks nutzen wir dank Wasserfiltern auch als Trinkwasser).

Zudem ist es für Fernreisen ratsam, eine große Reichweite erzielen zu können. 600 Liter Kraftstoff sind bei Fernreisemobilen Standard. Wären wir zusammen mit Wasser und sonstigen Vorräten alleine schon bei einer Tonne. In diesen Bereichen steigen Nicht-LKW Wohnmobile auf jeden Fall schon aus.

Übrigens kann sich die Möglichkeit 600 oder gar 1000 Liter Kraftstoff mitzuführen, richtig bezahlt machen. Nicht nur, dass man vielleicht Ziele erreichen möchte, in denen das Tankstellennetz zu wünschen übrig lässt. Hierdurch kannst Du Dir die Tankstelle auch besser aussuchen. Vielleicht führt Dich Deine Reiseroute durch ein Land mit sehr hohen Kraftstoffpreisen – kein Problem, Du durchfährst es einfach. Getankt wird erst wieder dort, wo die Preise günstig sind.

Auf diese Art kann ein LKW den Nachteil des hohen Spritverbrauchs, je nach Reiseverhalten und Destinationen, wieder stark relativieren.

Expeditionsmobil in der marokkanischen Wüste

Will man an so einem tollen Plätzchen länger verweilen, sollte man viel Gewicht in Form von Frischwasservorräten zuladen können!





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EINFACHE TECHNIK / KEINE ELEKTRONIK

Als Basis für ein Wohnmobil mit dem man auf lange Reisen und ferne Länder aufbrechen will, werden mehrheitlich LKW‘s bevorzugt, die bereits einige Jahre auf dem Buckel haben.

Das höhere Alter bringt einen riesigen Vorteil mit sich: Die LKW kommen meist mit simpelster Technik aus. Jeder Reisende, der sich ein bisschen in die Materie hereinfuchst, kann unterwegs viele Reparaturen selbst erledigen. Zudem ist jeder Schrauber in der hintersten Ecke der Welt in der Lage zu helfen und das Fahrzeug wieder in Stand zu setzten.

Was schon gar nicht nötig ist: Das Fahrzeug zur Reparatur erst einmal mit einem Computer zu verbinden. Fehler aus der Elektronik löschen, Schlüssel, die plötzlich ihren Fahrer nicht mehr erkennen, eine Reparatur, die nur mit Freischaltung über das Bus-System abgeschlossen werden kann … Eher Suboptimal, wenn man in der afrikanischen Savanne steht.

Wo keine Elektronik ist, kann sie keine Fehler verursachen. Und wo keine komplizierte, anfällige Mechanik verwendet wird, hält die simple, robuste Technik auch mal durch, wenn es auf Reisen etwas grober zur Sache geht.

Viele, gern als Wohnmobil genutzte Allrad LKW kommen aus alten Militärbeständen. Damit es ein LKW Modell dahin schafft, ist es sogar oft eine entscheidende Vorgabe, dass die Fahrzeuge unterwegs im Einsatz zu reparieren sein müssen. Perfekte Voraussetzungen für Fernreisen.

Will man seinen LKW unterwegs selber reparieren, sollte man allerdings noch bedenken, dass der Aus- und Einbau von Teilen oft ein Knochenjob sein kann. Alles ist sehr massiv und schwer, gut hinlangen können ist dabei absolut von Vorteil. Mit Köpfchen bei der Arbeit kann man sich jedoch selbstverständlich Hilfsmittel schaffen, um die Arbeiten ohne all zu großen Kraftaufwand auszuführen.

LKW Reparatur - Ausbau eines Differentials

Gerade während wir diesen Artikel schreiben, steht unsere Reise wegen des Austauschs eines „Kleinteils“ still. Gewicht: 133 kg!


ANSPRÜCHE AN KRAFTSTOFFQUALITÄT

Im Gegensatz zu modernen Motoren, verzeihen die von alten LKW‘s eine schlechte Kraftstoffqualität, wie sie in vielen Teilen der Welt zu finden ist. Es gibt Spezialisten, wie etwa den MAN KAT 1, der es auch problemlos verträgt, wenn mal „ein Liter Bier im Tank landet“, wie Tobias Teichmann von 4wheel24 diese Fähigkeit gerne beschreibt.

Für viele Destinationen ist ein in dieser Hinsicht unempfindlicher Motor äußerst wichtig, um mobil zu bleiben.


FÜR HOHE FAHRLEISTUNG KONZIPIERT

Ein LKW gehört mit einer Laufleistung von 300.000 oder mehr Kilometern noch lange nicht zum alten Eisen. Einige werden über eine Million Kilometer gefahren.

Heutzutage werden Fahrzeuge durch die Hersteller von den Schrottplätzen geholt um nachzusehen, was zum Zeitpunkt der Verschrottung noch in einem „zu guten“ Zustand gewesen ist. Um Kosten zu sparen, werden diese Dinge in Zukunft gezielt billiger gebaut. Ein Anschluss wird nicht mehr in einer Qualität hergestellt, dass man ihn beliebig oft aus und einstecken kann – es reicht ja völlig, wenn er drei- viermal hält. Dank Abwrackprämie und Co landet das Fahrzeug eh auf dem Schrott, bevor man ihn ein fünftes mal benutzen wollte. Und sollte jemand es doch getan haben, kann man noch für viel Geld ein Ersatzteil verkaufen.
Im Segment der LKW, gerade auch der älteren oder welchen die gar als Militärfahrzeug dienen, ist dieses Problem quasi nicht vorhanden – die Fahrzeuge von Feuerwehr oder Militär müssen laufen und dafür sind sie konzipiert.

Natürlich heißt das nicht, dass nichts kaputt gehen kann – Sachen gehen bei Benutzung immer kaputt. Doch in Kombination mit der reparaturfreundlichen Technik ist die Wartung und Pflege des Fahrzeugs unterwegs kein Problem und man kann unter normalen Umständen lange Freude damit haben.





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PREIS – LEISTUNG

Während man sich über die oben genannten Vorteile freuen darf, braucht sich auch der Geldbeutel bei der Anschaffung nicht zu grämen.

Einen gut erhaltenen Allrad LKW als Basis für ein Wohnmobil bekommt man, je nach Modell, zu einem Preis, für den man andere Fahrzeuge nur noch in einem total heruntergekommen Zustand erhalten könnte.

Selbstverständlich ist es mit dem Kauf des LKW nicht getan. Im Gegensatz zu einem anderen, fertigen Wohnmobil kommen jetzt Kosten für Instandsetzungsarbeiten, Umbau, Kabinenbau usw auf Dich zu. Die Skala reicht hier natürlich von minimalistischen Low Budged Lösungen, bis zum High End Expeditionsmobil. Und so unterschiedlich sind eben auch die Kosten. Doch kann man diese einigermaßen steuern und gering halten, wenn man darauf achtet.

Steyr 680 Schweizer Armee, Originalzustand

So sah Herman am Tag des Kaufes aus – die Kosten, die ab diesem Tag auf einen zukommen, kann man ganz leicht sehr unterschätzen!


RAUMANGEBOT

Ein LKW ermöglicht großzügige Wohnkonzepte, die keinen Komfort vermissen lassen. Aufbaulängen von 5 Metern oder noch mehr sind bei vielen Modellen überhaupt kein Problem.

In Kombination mit der hohen Zuladung, ergibt sich so also jede Voraussetzung, mit der ganzen Familie unterwegs zu sein. Beim Wohnen allein oder zu zweit, weiß man ein gewisses Platzangebot allerdings genau so zu schätzen.

Um noch einmal uns als Beispiel aufzugreifen. Während wir natürlich liebend gerne unterwegs sind, müssen wir zwischendurch natürlich auch arbeiten. Leider haben wir für unsere Ortsunabhängigkeit nicht gerade im Lotto gewonnen (Was wir dafür tun, kannst Du übrigens beim Thema online Geld verdienen nachlesen). Wir brauchen dafür viel Krempel und ein relativ großzügiges Büro mit zwei vollwertigen Arbeitsplätzen.

Außerdem finden wir es extrem angenehm, auch mal eine Schlechtwetterphase mit zwei Wochen Regen gut in unserem Zuhause aushalten zu können. Durch das echte Raumgefühl und freie Bewegungsmöglichkeit halten wir es drinnen sehr lange aus, bevor uns die Decke auf den Kopf zu fallen droht.

Wohnmobil selbstgebaut, der Innenraum

Innenraum unseres selbst gebauten Wohnmobils auf LKW Basis


EMOTION

Nach unseren Erfahrungen wird ein großer Teil der Allrad LKW‘s NICHT aufgrund der gerade genannten Vorteile als Wohnmobil umgebaut. Und bei fast allen anderen zumindest nicht NUR deswegen. Ganz klar spricht ein so großes Spielzeug den Spieltrieb der meisten Männer an – und öfter auch den von Frauen, als man denkt. Auch wenn diese die Sache oft rationaler betrachten.

Große Maschinen fahren macht einfach Spaß, man fühlt sich wie der König der Straße und der von nicht befestigten Straßen sowieso. Für diejenigen, die diese Emotion mit einem Allrad LKW verknüpfen, vermögen auch all die nun folgenden Nachteile nicht an diesem Gefühl zu rütteln.


LKW ALS WOHNMOBIL –
DIE NACHTEILE


KRAFTSTOFFVERBRAUCH

Wie viel Kraftstoff ein zum Wohnmobil umgebauter Allrad LKW verbraucht ist höchst unterschiedlich. Sicher ist, dass es mit zwischen 17 und 45 Litern mit Sicherheit mehr sein wird, als ein kleineres oder moderneres Fahrezeug.

Das ist natürlich ein ganz erheblicher Unterschied.

Nun kommt es auf Dein Reiseverhalten an, diesen Nachteil wieder etwas auszugleichen. Wie wir oben bereits besprochen haben, kann ein hohes Tankvolumen von Vorteil sein. Von Burkhard Koch (Pistenkuh) haben wir zum Beispiel erfahren, dass er mit seinem LKW bei einer Transafrika Reise keine höheren Kosten für Kraftstoff zu verbuchen hatte, als ein Landrover, der mit ihm die gleiche Strecke fuhr. Während der Landy jede teuere Tankstelle ansteuern musste, tankte Burkhard nur alle paar Tausend Kilometer, wo es besonders günstig war.

Das heißt im Umkehrschluss, dass Kosten und Kraftstoffverbrauch im Verhältnis wieder sehr hoch sind, wenn Du mit dem Fahrzeug nur mal in Europa in Urlaub fährst – Tanken in Luxemburg und den Sprit mit auf eine Norwegenrundfahrt nehmen, bildet hier natürlich die Ausnahme von der Regel ;).

Kurzstrecken bedeuten für so einen massiven Motor, wie dem eines Allrad LKW natürlich doppelt Gift. Der Spritverbrauch wird dadurch massiv in die Höhe getrieben. Außerdem nimmt der Motor selbst langfristig Schaden.

Hinzu kommt noch, dass der Ausstoß schädlicher Stoffe drastisch höher liegt, als bei einem warm gelaufenen Motor.

Für uns bedeutet dies, dass wir sehr oft Dinge zu Fuß erledigen. Wenn wir uns für mehrere Tage oder Wochen irgendwo eingerichtet haben um zu arbeiten, dann möglichst so, dass man zum Beispiel mit einem Rucksack zwischendurch zum Einkaufen wandern kann.






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TABUZONEN

In viele Orte oder zumindest Ortskerne, darfst Du mit einem LKW gar nicht erst hineinfahren.
Tonnage- und Höhenbegrenzungen können einem das Leben manchmal ganz schön schwer machen.

Ein LKW Navi ist ratsam.


HÖHE, BREITE, GEWICHT

Kleine Gassen, überhängende Felswände, in die Wege hineinwachsende Baumkronen, kleine Brücken, die keine hohen Lasten tragen können oder niedrige Unterführungen …. Es gibt zahlreiche Stellen, an denen die Ausmaße eines großen Expeditionsmobils hinderlich sein können. Natürlich kommt es auch in diesem Fall wieder auf Dein Reiseverhalten und Wunschdestinationen an. Bist Du jemand, der gerne zwischendurch Stadtbesichtigungen oder Museumsbesuche im dicht besiedelten Europa einlegt, wirst Du Dich mit einem LKW öfter mal ärgern.

Der Nachteil wird gegenüber dem Lebens- und Raumangebot, dass Dir der Aufbau bieten kann jedoch verschwindend gering, wenn Du mit dem Expeditionsmobil auf Weltreise gehst.

LKW als Wohnmobil - Weltreise mit MAN KAT 1

Jutta und Gerd auf Weltreise im MAN KAT 1


REISEGESCHWINDIGKEIT

Für Reisende die viel Zeit mitbringen, ist die Reisegeschwindigkeit eher ein kleines „Luxusproblem“. Man sollte bei der Anschaffung eines älteren LKW aber bedenken, dass man nicht so schnell Strecke machen kann.

Unser Steyr 680 etwa erreicht bei 83 km /h seine absolute Höchstgeschwindigkeit. Der Lebensdauer des Fahrzeugs zuliebe sollte man sich aber in der gefahrenen Geschwindigkeit nach unten orientieren. So liegt unsere durchschnittliche Reisegeschwindigkeit auf gut zu befahrender Landstraße bei vielleicht 70 km/h.

Ganz so geruhsam wie unser jetzt 47 Jahre alter Steyr ist natürlich nicht jedes LKW Wohnmobil unterwegs. Dennoch sollte man sich vor der Anschaffung darüber Gedanken machen, dass man damit nicht so schnell irgendwo hin gefahren ist, wie etwa mit einem Kastenwagen. Hat man nur 14 Tage Urlaub zur Verfügung, kann die Zeit für ein entfernter gelegenes Reiseziel unter Umständen bereits für An- und Abreise drauf gehen!

Wir selbst erinnern uns in dieser Hinsicht gerne an eine Situation, in der wir Urlaub mit unserem Kastenwagen in Bayern geplant hatten. Am traumhaften Königssee angekommen begann ein Unweter zu wüten und die Schlechtwetterfront sollte über unseren ganzen Urlaub andauern. Kurzentschlossen fanden wir uns eine Nacht später unter dem strahlenden Sonnenschein von Südfrankreich wieder. Beim Gedanken an den Luxus dieser Flexibilität können wir heute nur seufzen.

Tachoanzeige im Armaturenbrett von Steyr 680

Kann passieren …. der Steyr, irgenwo bei Bergauffahrt


FÄHREN / MAUT

Fähren und Maut schlagen bei einem Fahrzeug von solcher Größe natürlich ein wesentlich größeres Loch in die Reisekasse. Hier gibt es nichts zu relativieren und schön zu reden. Jeder muss persönlich abwägen, ob sich diese Kosten für ihn „lohnen“.


UNFLEXIBEL

All die gerade schon genannten Punkte machen das unterwegs sein mit einem LKW recht unflexibel. Man fährt nicht mal eben schnell zum nächsten Bäcker um Brötchen zu holen oder vom schlechten Wetter ins gute.

Diese Nachteile kommen mit dem persönlichen Reiseverhalten beim einen vielleicht sehr stark, bei dem anderen fast gar nicht zum Tragen.


WAS ÜBERWIEGT NUN?

Diese Frage ist tatsächlich nur von jedem selber zu beantworten. Für manche reicht zur Anschaffung eines LKW als Wohnmobil allein schon das Argument der Emotion, für die anderen ist nach der Angabe des Spritverbrauchs der Traum abgehakt.

Schreib uns Deine Meinung in die Kommentare, wir freuen uns!

15 Kommentare zu “LKW als Wohnmobil – Pro und Contra Allrad LKW als Basis”

  1. Hallo ihr Weltenbummler
    Also bei mir bzw. Uns wird sich nix ändern, es wird ein LKW, weil Platz nun mal entscheiden ist und bleibt.
    Und Wasser brauchen wir auch reichlich für die Hunde und die sind uns sehr wichtig, sind halt unsere Kinder 😁

    1. Hallo Andre!
      Ja, da wären wir auch sehr dafür, dass Ihr immer genug Wasser für die Fellnäschen dabei habt! ;)) 😀
      Wir wünschen allen zwei- und Vierbeinern in Eurem rollenden Zuhause ganz wundervolle Reiseerlebnisse und schicken Euch die aller besten Grüße aus Portugal,
      Sabine und Micha

  2. Moin, noch nen kleiner Vorteil, der uns in Deutschland oft geholfen hat: man ist mit Lkw interessant, bedeutet, Förster, Polizei also alle die einen mit Kastenwagen oder „Tupperware “ weg jagen, wollen dann doch erstmal fragen, was das kostet, was der so säuft, die Reifen sind bestimmt teuer…. Nach diesen obligatorischen Fragen einigt man sich, dass man an einer Ecke stehen darf, wo es normal nicht erlaubt ist. Uns hat sogar mal ein Förster an eine besonders tolle Stelle geführt☺ Wie immer ein super geschriebener Artikel von euch, weiter so! Gruß aus C-old Germany

    1. Hi Michael!

      Hey, das sind ja interessante Erfahrungsberichte zum LKW als Wohnmobil! 😀 Super 👍👍👍
      Danke für die sehr coole Rückmeldung, die absolut in die Entscheidungsfindung einfließen sollte, finde ich! 😀

      Hab einen super schönen Abend und wir schicken Dir die besten Grüße aus Portugal,
      Sabine und Micha

  3. Hey ihr Zwei, wie immer sehr geil geschrieben. Top. Wichtig ist natürlich, daß man selber schrauben kann und nicht für jedes Leuchtmittel wechseln in eine Werkstatt fahren muss. Das trifft natürlich auch für normale Wohnmobile zu, aber an einem alten Lkw ist immer irgendetwas zu schrauben. Die aufwändige Pflege wie abschmieren, kürzere Intervalle vom Öl und Filter sind natürlich auch nicht zu unterschätzen. Meine Endscheidung ist ja schon vor längerem gefallen…ich brauche Allrad und da fallen alle anderen normalen Wohnmobile aus dem Raster. Für jemanden der noch unschlüssig ist, ist euer Beitrag super. Macht weiter so und wir sehen uns bestimmt mal irgendwo…….Gruß Jan Bartmann (Hano Bändiger)

    1. Hallo Jan!

      Ganz dickes Dankeschön für Dein Lob an den Artikel. :)) Und wir müssen Dir völlig Recht geben – wir schrieben zwar „wenn man sich ein bisschen in die Materie der Reparaturen und Wartung reinfuchst, ist es kein Problem“ aber wichtig ist tatsächlich auch zu wissen, dass man auch Lust darauf haben sollte, sich da reinzufuchsen, weil es einfach notwendig ist!

      Vielen lieben Dank und wir würden uns wirklich sehr freuen, wenn wir uns unterwegs mal begegnen! :))
      Aller beste Grüße aus Lagos,
      Sabine und Micha

  4. Vielen Dank auch von mir, für euren guten Bericht über Lkw als Wohnmobil. Was mir ein wenig zu kurz kam, war die Betrachtung eines Lkw ohne Allrad. Wer nicht unbedingt Off Road fahren möchte, braucht die teure und schwere Technik nicht, und über „normale“ Schotterpisten komme ich auch mit meinem “ Tupperwaren“ Fiat Ducato an fasr alle Ziele die erlaubt sind. In Deutschland meist, sind die Straßen, die für Allradfahrzeuge interessant sind, mit einem runden, weißen Schild mit rotem Rand verziert. Es kommt wirklich sehr darauf an, was man mit dem Fahrzeug vor hat, und da sollte man sich selbst und seine Fähigkeiten sehr genau und lange prüfen. Natürlich kann man an „nette“ Polizisten und Förster geraten, aber genausogut an „Wachtmeister Wichtig“ und dann kann so ein „Ausflug “ in die Freiheit der Natur richtig teuer werden. Dennoch, wir sollten unsere Möglichkeiten als, mehr oder weniger „Permanentwohnmobilisten“ mit Respekt gegenüber der Natur und unseren Mitmenschen leben, und dankbar dafür sein, dass wir so leben können, wie wir es tun. Viele Grüsse und nochmal Dank an euch, Wolf, der Herumtreibär . (so war mein Namensschild als Fernfahrer, und das prangt heute in unserem Wohnmobil)

    1. Hallo Wolfgang,

      vielen, lieben Dank für Dein Lob an den Artikel! 🙂

      Du hast Recht, was die Betrachtung von Nicht-Allrad LKW’s angeht, die haben wir nämlich absichtlich außen vor gelassen! 😉 Den aller meisten Leuten, die uns solche Fragen stellen, geht es darum, mit dem LKW zum Beispiel durch Afrika oder Zentralasien reisen zu können. Deswegen stellen wir in unserer Serie auch ausschließlich Allradfahrzeuge vor. Es gibt in diesen Reisedestinationen einfach noch sehr viele Straßen, die unbefestigt sind. Anders, als bei uns in Deutschland sind das auch tatsächlich ganz normale Straßen und Verkehrswege – auch wenn der Weg fast kaum als solcher zu erkennen ist. Du kannst Dir sicher sein – uns tut es um jedes Blümchen leid, das auf so einem Weg gewachsen ist und Ausflüge in die wilde Natur sind ganz sicher tabu! Das Abenteuer ist auf Pisten groß genug!
      Es kommt also wirklich darauf an, was man mit dem Fahrzeug vorhat – wir kennen auch Leute, die in ihrem ausgebauten Fernfahrer LKW in Deutschland leben. Auch die könnte man natürlich mal interviewen, wie das mit einen LKW so ist, das ist eigentlich eine gute Idee … aber um das Thema in diesem Artikel hier nicht komplett zu sprengen, haben wir uns hier mal auf Reise LKW konzentriert, mit denen man es über die Schlammpisten dieser Welt schaffen könnte.

      Wir schicken Dir die aller besten Grüße aus Portugal und Danke, für’s mit unterwegs sein :))
      Sabine und Micha

  5. Hallo Ihr 2,

    wir haben uns für einen LKW als Basie entschieden, weil wir als passionierte Motorradfahrer immer zwei Reiseenduros dabei haben wollen, ohne immer einen Anhänger mitzuschleppen.
    Wir brauchen allerdings kein Allradfahrzeug (das es mit hinterer Ladebordwand auch meines Wissens gar nicht gibt). Die schönen Strecken (die engeren oder die ohne Asphalt) nehmen wir dann einfach bei ein- bis zweitägigen Trips mit den Enduros unter die Räder.

    Ihr seht, selbst bei der LKW-Entscheidung gibt es unterschiedliche Prioritäten.

    Liebe Grüße nach Lagos (mit den besten Wünschen für eine schnelle Diff.-Reparatur) von
    Michael (den ihr auf dem letzten Caravan-Salon in Düsseldorf am Stand mit der Verbrennungstoilette getroffen habt.)

    1. Hi Michael! :))

      Das ist natürlich eine echt coole Variante, die Du hier beschreibst! Damit hast du viel Ärger auf den schönen Strecken gespart, kommst überall durch und hast nicht mal das Problem, vielleicht das ganze Zuhause irgendwo zu versenken, wenn das Gelände all zu hart wird. Mit so ner Enduro ist das schon angenehmer und man kann den Ausflug genießen!
      Für andere wäre natürlich zu bedenken, dass so zwei Spaßmobile natürlich auch Platz verbrauchen – das Gute ist natürlich wiederum, dass Ihr länger bauen könnt und auch nicht so auf die Gewichtsverteilung achten müsst, wenn Ihr mit dem LKW auf befestigten Straßen bleibt.
      Cooles Konzept und klar: Reisen, auch mit dem LKW, ist so individuell wie die Reisenden selbst :))
      Danke für das Vorstellen Eurer persönlichen Variante und dafür, dass Du hier noch immer, seit dem Toilettenstand in Düsseldorf, mit uns unterwegs bist! 😀 :))

    2. Hallo Michael,

      Wir wollen auch mit zwei Motorräder reisen und sind uns ans orientieren welcher LKW und Aufbau und Grundriss für uns das beste wäre. Habt ihr schon solchen Entscheidungen gemacht? Bin gespannt was anderen als Lösung haben.
      Grüße aus die Niederlande

      Pascal & Mirna

  6. Ich gebe zu, bei mir wäre die Entscheidung vermutlich eher emotionaler Natur (daher steht auch ein Unimog im Hof, allerdings mit kurzem Radstand, da wirds schwierig mit dem Koffer…)
    Allrad hat was, definitiv, würde ich grundsätzlich nur ungerne drauf verzichten wollen – fahre ich auch im PKW Bereich.

    Allerdings finde ich nur eins besser als Platz: Noch mehr Platz.

    https://www.amerika-forum.de/gallery/files/67069-img_3054.jpg

    Mit dem Ding war (und bin ich in wenigen Wochen wieder) in Kanada unterwegs. Allrad könnte der Ford vertragen, kürzen radstand und Überhang auch, aber der Platz drinnen ist einfach GIGANTISCH….

    Und die Geschwindigkeit, Ihr habt den Hauptvorteil beschrieben, mal schnell woanders hin, aber ansonsten ist doch auch schon der Weg das Ziel oder? Und was gibts da Schöneres als gemütlich durch die Landschaft zu fahren? Frankreich, Italien, Österreich, da brauchts eigentlich keine Autobahn. Und nur da kann man ja die Höchstgeschwindigkeit ausspielen.
    Für mich gehört auch die Fahrt zum Urlaub dazu, von daher reichen auch 70 km/h 🙂

    1. Hallo Christian!

      Da hast Du vollkommen Recht, natürlich ist der Weg auch mit das Ziel und gemütlich durch die Landschaft tuckern ist großartig – aber wenn man halt nur 2 Wochen Urlaub bekommt, kann es ein bisschen frustrierend sein, wenn Du es in der Zeit nicht mal aus der gewohnten, weiteren Umgebung schaffst! 😉

      Wir wünschen Dir eine suuuuper tolle Reise durch Kanada und vielen, lieben Dank für Deine Erfahrungen,
      Sabine und Micha

  7. Hallo,

    erstmal ein großes Lob für euren tollen Bericht. Auch wir liebäugeln schon lange mit Weltreisemobilen, finden allerdings nicht das Richtige. Uns ist flexibilität sehr wichtig

    1. Hallo Tim!
      Vielen Dank für Dein Lob an den Bericht, das freut uns sehr! 🙂
      Wenn Euch Flexibilität extrem wichtig ist, würden wir Euch tatsächlich zu einem kleineren Fahrzeug raten, mit einem LKW ist man in vielen Situationen tatsächlich ein bisschen eingeschränkt.
      Wir drücken Euch die Daumen, dass ihr genau das Richtige für Euch findet und vieeeele, geniale Reiseerlebnisse damit habt! 🙂
      Ganz liebe Grüße,
      Sabine und Micha

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