Druckwasser- oder Tauchpumpe für Deinen Camper?

SabineSelbstausbau7 Comments

Damit das im Wohnmobil mitgeführte Wasser zum Hahn kommt, braucht es eine Pumpe – klar! Doch solltest Du Dich für eine Druckwasser- oder Tauchpumpe entscheiden? Welche Vor- und Nachteile hast Du von dem jeweiligen System zu erwarten? Hier kommen die Pro‘s und Cons!


Sowohl Druckwasser- als auch Tauchpumpen werden standardmäßig von namhaften Herstellern in ihre Wohnmobile eingebaut. Generell könnte man sagen, dass sich Druckwasserpumpen in größeren Fahrzeugen und einer höherpreisigen Kategorie wiederfinden. Warum ist das so und sind Tauchpumpen dann schlechter? Schließlich tun die ja in hunderttausenden Wohnmobilen ebenfalls zuverlässig ihren Dienst.


TAUCHPUMPEN


Das Tolle an Technik ist ja unter anderem, dass man dem Namen sehr oft schon eine gewisse Beschreibung der Funktionsweise entnehmen kann. Eine Tauchpumpe geht also auf Tauchstation und arbeitet mit ihrem fest verschweißten Gehäuse direkt im Frischwassertank.

PLATZ- UND GEWICHTSSPAREND

In der Eigenschaft innerhalb des Tanks zu arbeiten, liegt auch schon ein großer Vorteil: Tauchpumpen verbrauchen keinen zusätzlichen Einbauplatz. In Fahrzeugen, die kompakt sein sollen, um sie flexibel nutzen zu können, macht das schon viel aus. Außerdem sind sie sehr leicht und bringen fast kein zusätzliches Gewicht in die Reisefahrzeuge, die meist eh schon mit der zulässigen Gesamtmasse zu kämpfen haben.

LEISE UND LANGLEBIG

Tauchpumpen arbeiten sehr leise und verrichten ihren Dienst dabei ohne zu murren. Besser gesagt: Sie sind wartungsfrei. Dabei haben sie auch noch eine lange Lebensdauer, die im Schnitt auf ca 500 Betriebsstunden ausgelegt ist.

ACHILLESFERSE

Das Einzige, was eine Tauchpumpe wirklich nicht ab kann, ist trocken laufen. Dadurch, dass das Gehäuse, welches auch die Elektrik enthält, natürlich absolut wasserdicht sein muss, wird es der Pumpe beim Arbeiten sehr schnell sehr warm. In einem gefüllten Wassertank wird diese Hitze gut nach außen abgeführt – in einem leeren Wassertank nicht. Folglich überhitzt die Pumpe schnell und ein Totalausfall lässt nicht lange auf sich warten.

TU WAS DAGEGEN:
Um einen Schaden durch Trockenlaufen zu verhindern, kann man ein kleines Modul* in die elektrische Leitung einbauen, das auf die veränderte Motordrehzahl reagiert. Schließlich unterbricht es nach kurzer Zeit den Strom zur Pumpe und schützt sie so vor Überhitzung.

Das Modul eignet sich allerdings nur für Tauchpumpen mit einer Leistungsaufnahme bis höchstens 45 Watt.


ENTLÜFTUNG UND RÜCKSCHLAGVENTIL

Empfehlenswerte Tauchpumpen besitzen eine Entlüftung, um nach dem Einsetzen ins Wasser sofort mit der Förderung anfangen zu können. Zudem sollten sie ein Rückschlagventil enthalten. Das Ventil verhindert, dass die Leitungen leer laufen, wenn die Pumpe aufhört zu arbeiten und dann erst mal wieder Wasser bis zum Hahn gepumpt werden muss.

PREISE UND EMPFEHLUNGEN

Tauchpumpen sind preisgünstig zu haben. Von ungefähr 10,- bis 60,- Euro kann man sich das passende Modell aussuchen. Da Tauchpumpen generell nicht besonders hohe Drücke erzeugen können, ist es natürlich aber ratsam ein Modell mit einer guten Leistung, was sowohl Druck als auch Durchfluss angeht zu wählen.

Die Marke Reich ist im Wohnmobil und Camping Bereich stark vertreten, ihre Qualität ist langjährig erprobt und hat sich bewährt.


Das Modell Power Jet* gibt es mit einer für 12V Tauchpumpen spitzenmäßigen Leistung von bis zu 25 Litern pro Minute und 2,1 Bar!


Die „schwächere“ Version der Power Jet* hat immerhin noch 22 Liter Förderleisung und kann einen Druck von 1,8 Bar erzeugen.


Natürlich kann aber auch ein Modell mit einer „normalen“ Leisung von 14 Litern und 0,5 Bar völlig ausreichend sein. Mit der EASY der Marke Reich* bekommt man für unter 15,- Euro vielleicht keinen Wasserdruck wie in der heimischen Hausleitung aber dafür eine Pumpe, die auch noch vom Durchmesser in einen kleinen Kanister passt. Nicht jeder kann und will ja 300 Liter Frischwasser verbauen!

Achte also bei der Auswahl der Pumpe auch darauf, dass die Pumpe durch den Verschluss Deines Wassertanks oder Kanisters passt!

AKTIVIERUNG ÜBER MIKROSCHALTER

Je nach Nutzungsart des Wohnmobils kann ein Nachteil an Tauchpumpen ihre Ansteuerung sein. Im Grunde genommen schalten sie sich nicht ein, indem man den Wasserhahn öffnet. Das Öffnen des Hahns ist vielmehr nur ein Vorgang, durch den ein anderer Vorgang ausgelöst wird – nämlich das Betätigen eines elektrischen Schalters.

In Wohnmobilen werden somit spezielle 12V Armaturen mit integriertem Mikroschalter verwendet, der den Strom zum Einschalten der Pumpe schaltet. Der Nachteil an diesen Armaturen wiederum ist die nicht gerade sehr schöne Qualität. Selbst das schön verchromte Glänzen kommt eben auch nur durch Farbe auf einem Stück Plastik. Will man eine hochwertige Armatur verwenden, geht das in Kombination mit einer Tauchpumpe nur, wenn man zusätzlich zum Aufdrehen des Hahns irgendwo einen elektrischen Schalter betätigt.

Wir hatten so eine Lösung in unserem ersten Ausbau umgesetzt – und es schnellst möglich wieder umgebaut. Der zusätzliche Griff zum Schalter war nervig, man hat mit den nassen Händen immer Wasser da verteilt, wo man es nicht haben wollte und wassersparend ist der Zeitverzug auch nicht gerade gewesen!

Besser sind hier Fußschalter geeignet. Sie können sogar helfen, Wasser einzusparen!

Natürlich hat aber auch eine normale Wohnmobilarmatur ihre Vorteile. Sie spart gegenüber einer Haushaltsgarnitur einiges an Gewicht ein.

VERSEHENTLICHES AKTIVIEREN DES MIKROSCHALTERS

In sehr vielen Wohnmobilen sind die Wasserhähne am Spülbecken so verbaut, dass man sie klappen und auch über den Rand der Spüle hinaus schwenken kann. Oft in Kombination mit Abdeckungen, die aus dem Ganzen dann eine schön große Arbeitsfläche machen. So ist das auch in unserem früheren Kastenwagen gewesen. Man hätte einmal mitzählen sollen, wie oft wir aus Versehen den sehr leichtgängigen Hebel der Armatur betätigt haben und das Wasser nicht ins Becken, sondern auf die Arbeitsfläche lief. Das war echt ärgerlich und passiert bei haushaltsüblichen Armaturen nicht ganz so leicht.

PRO’S UND CONS IM ÜBERBLICK

  • Preisgünstig
  • Lange Lebensdauer
  • wartungsfrei
  • geringes Gewicht
  • Platzsparend
  • Nur Armaturen mit elektrischem Schalter verwendbar
  • Keine sehr hohen Drücke erreichbar
  • Totalausfall bei Trockenlauf
  • Ggf. leichtes, versehentliches Aktivieren
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DRUCKWASSERPUMPEN


FLEXIBEL ABER MIT MEHR PLATZBEDARF

Druckwasserpumpen arbeiten völlig anders als Tauchpumpen. Ihre Installation erfolgt außerhalb des Wassertanks, von wo sie auch aus einer leeren Leitung Wasser ansaugen können. Dabei hat man bei der Wahl des Einbauplatzes relativ freie Hand, denn die Pumpe arbeitet unabhängig von ihrer Lage. Ob sie im liegen, hochkant oder quer verbaut wird, ist ihr egal.

Die bekannten und allseits gerne verwendeten Pumpen des Marktführers Schurflo, nutzen auch wir in unserem Fahrzeug. Diese Pumpen schaffen zum Beispiel eine Ansaugung des Wassers bis zu zwei Metern über dem Wassertank und 8 Meter davon entfernt (Herstellerangabe). Nichtsdestotrotz verbrauchst Du für den Verbau außerhalb des Tanks entsprechend zusätzlichen Platz.

LANGLEBIGKEIT UND EMPFEHLUNG

Druckwasserpumpen sind auf eine sehr hohe Lebensdauer ausgelegt.

Unsere eigene Shurflo musste unter anderem schon ein paar Umbauten und wirklich etliche Betriebsstunden mitmachen und funktioniert bis heute absolut tadellos. Auch Freunde und Bekannte hören wir darüber nicht klagen.

Obwohl es die Druckwasserpumpen mit Leistungen bis über 5 Bar gibt, würden wir sagen, dass eine „Kleinere“ völlig ausreichend ist.

Überdies ist zu hoher Druck sowieso unbedingt zu vermeiden. Achte bei der Auswahl Deiner Druckwasserpumpe darauf, dass alle Geräte, die von ihr mit Wasser versorgt werden (wie z. B. Boiler) für den gelieferten Druck ausgelegt sind!

Die Pumpen der Serie Trail King* von Shurflo sind langjährig bewährt. Es gibt sie natürlich in unterschiedlichen Stärken und Durchflussraten.

Eine Weiterentwicklung stellt die Serie „Soft“* dar. Sie enthalten nicht mehr drei, sondern vier Kammern. Hierdurch sollen sie ganz besonders laufruhig und geräuscharm sein. Außerdem wird durch einen zusätzlichen Bypass in der Pumpe selbst ein Druckausgleich geschaffen, der den zusätzlichen Einsatz eines Akkumulatortanks (siehe weiter unten) überflüssig machen soll.

HOHER WASSERDRUCK

Mit so einer Druckwasserumpe schafft man auch im Wohnmobil einen Wasserdruck „wie Zuhause“. Auch wenn einem zum Duschen der geringere Druck der Tauchpumpe ausreicht … es gibt Situationen, da ist ein wirklich guter Wasserdruck nicht verkehrt. Das Abspritzen eines total zugeschlammten Bikes oder Quads, das nach der Tour wieder im Fahrzeug verstaut werden soll, ist zwar ein „Luxusproblem“ aber wenn Du Dir ein Expeditionsfahrzeug bauen willst, nichts Ungewöhnliches.

ALLE GÄNGIGEN ARMATUREN VERWENDBAR

Druckwasserpumpen ermöglichen Dir ein qualitativ sehr hochwertiges Wassersystem im Reisefahrzeug. Du kannst jede beliebige Armatur verwenden, die Dir gefällt, denn anders als eine Tauchpumpe, wird sie nicht über einen elektrischen Schalter angesteuert. Sie reagiert auf den Abfall des Drucks in der Wasserleitung beim Öffnen des Hahns.

TROCKENLAUF

Gegen den Tot der Tauchpumpen, das Trockenlaufen, sind Druckpumpen unempfindlich.

Natürlich heißt das nicht, dass man sie stundenlang problemlos so laufen lassen sollte aber auch unsere eigene hat schon häufiger versucht, aus einem gerade leer gewordenen Tank noch krampfhaft Wasser zu ziehen. Wir selbst haben erst nach einiger Zeit gemerkt, dass sie gar nicht mehr aufhörte zu laufen. Schaden genommen hat sie dadurch ganz offensichtlich nicht aber durch diesen Umstand kann man den nächsten Vorteil, den moderne Druckwasserpumpen haben, schon erahnen:

GERÄUSCHENTWICKLUNG

Druckwasserpumpen machen Krach. Dieser Umstand war für den hohen, gleichbleibenden Wasserduck in Kauf zu nehmen. Allerdings arbeiten moderne Pumpen inzwischen ziemlich leise. Ihre Geräuschentwicklung ist immer noch höher als die von Tauchpumpen, doch durch ein bisschen Achtsamkeit bei der Wahl des Einbauortes hören wir selbst zum Beispiel die Pumpe kaum. Obwohl wir noch ein ziemlich altes Modell haben. Sie befindet sich in einer geschlossenen Box, zusammen mit den Wasserfiltern.

Pumpen, wie die der Serie „Soft“ arbeiten noch sehr viel leiser.

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WICHTIG: VORFILTER

Qualitativ empfehlenswerte Tauchpumpen, wie die oben genannten, haben ein Sieb vor der Ansaugung, das sie vor Schmutzpartikeln im Wasser schützt. Beachte bei den Shurflo Pumpen UNBEDINGT, dass Du einen Vorfilter* verwendest, der direkt mit der Pumpe verschraubt wird.

WICHTIG ZU WISSEN: Das Teil schützt nicht nur zuverlässig vor Schäden sondern ist auch zwingend einzusetzen, um die Herstellergarantie auf die Pumpe zu erhalten!

AKKUMULATORTANK

Eine sinnvolle Ergänzung zum Betrieb einer Druckwasserpumpe ist die Verwendung eines Akkumulatortanks*. Dieser kleine Behälter kann verhindern, dass die Pumpe wegen jedem Milliliter Wasser, der entnommen wird, anspringen und arbeiten muss. Er hält eine kleine Menge stetig unter Druck und gaukelt der Pumpe sozusagen vor, dass der Druck in der Leitung gar nicht abfällt. Erst wenn dieser Vorrat aufgebaucht ist (das kann, wenn man sparsam ist, für mehrmals Händewaschen ausreichen) springt die Pumpe an, füllt erneut den Behälter und gibt Druck auf‘s System.

GEFAHR BEI UNDICHTIGKEITEN

Druckwasserpumpen bergen bei Undichtigkeiten im System eine gewisse Gefahr, Wasserschäden zu verursachen. Durch ihre Funktionsweise auf Druckabfall mit Förderung zu reagieren, tun sie dies nicht nur bei geöffnetem Hahn. Hat sich eine Verbindung gelöst oder wird undicht (etwa durch Vibration beim Fahren), wird die Pumpe so lange Wasser nachpumpen bis der Tank leer ist. Folglich kann es also durchaus passieren, dass sich nach langer Fahrt beim Öffnen der Aufbautür, ein Plantschbecken nach draußen ergießt.

Diese Gefahr vermeidest Du, indem Du einen Schalter in die Stromzufuhr Deiner Pumpe setzt. Hierdurch kann die Funktion der Pumpe ausgeschaltet werden, sobald Du das Wohnmobil verlässt und nichts kann passieren.

KLEINER TIPP: Springt Deine Pumpe in größeren Zeitabständen an, ohne dass Du Wasser entnommen hast, solltest Du aus dem gerade genannten Grund hellhörig werden. Vielleicht befindet sich irgendwo unbemerkt eine undichte Stelle, die Deine Pumpe immer mal wieder zum Anlaufen bringt, wenn sich Tropfen für Tropfen genug Wasser nach draußen gedrückt hat.

DIE PRO’S UND CONS IM ÜBERBLICK

  • Jede Armatur verwendbar
  • Nicht anfällig bei Trockenlauf
  • Hohe Wasserdrücke realisierbar
  • Sehr hohe Lebensdauer
  • Können auch trocken ansaugen
  • Lageunabhängig, flexibler Einbau
  • Gefahr von Überschwemmungen / Wasserschäden bei Undichtigkeiten
  • Mehr Platzbedarf
  • Mehr Gewicht
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WOFÜR HAST DU DICH ENTSCHIEDEN / WÜRDEST DU ES WIEDER SO MACHEN?

Wir würden uns freuen, wenn auch an dieser Stelle ein kleiner Erfahrungsaustausch statt findet, so wie es zahlreiche von Euch lieben Lesern schon bei vielen anderen Themen auf unserem Blog möglich gemacht haben. Jeder kann von den Berichten des jeweils anderen profitieren und auf viele tolle Erfahrungswerte beim Ausbau eines Wohnmobils zurückgreifen.

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7 Kommentare zu “Druckwasser- oder Tauchpumpe für Deinen Camper?”

  1. Hallo ihr beiden,

    ich überlege mir eine Druckwasserpumpe in meinen Wohnwagen einzubauen, da wir zum Einen mit einer kleinen Tauchpumpe von Comet zu geringen Druck in der Dusche haben, sodass das Wasser übertrieben gesagt nur tröpfelt und zum Anderen musste ich grad eine Mischbatterie mit Microschalter wechseln lassen, an die kein einfaches Herankommen war, was dazu geführt hat, dass ich 150 € für den Spaß bezahlt habe. Durch die Druckwasserpumpe könnte ich dann ja einfach eine Mischbatterie vom Baumarkt aufschrauben und gut ist`s.

    Viel bla bla, nun zur Frage: Welche Pumpe, mit welchem Druck und welcher Förderleistung habt ihr bei euch verbaut? Könnt ihr diese Pumpe hinsichtlich der Durchflussmenge und des Wasserdrucks am Hahn empfehlen?

    Viele Grüße

    Stefan Kunze

    1. Hallo Stefan,

      die Frage ist natürlich berechtigt. Wir hatten unsere eigene Pumpe gar nicht mit in den Artikel aufgenommen, weil es dieses Modell schon gar nicht mehr gibt. Sie hat einen wirklich sehr geringen Durchfluss von nur 7 Litern/Minute und schmächtige wirkende 1,4 bar Druck. … aber klar, weiß ja keiner, ich werde die Info mal noch mit in den Artikel aufnehmen. 🙂
      Wir müssen sagen, dass wir bei den Angaben auf unserer Pumpe eigentlich selber überrascht sind, dass das ausreicht. Der Wasserdruck an Spüle und Waschbecken ist richtig kräftig und lässt wirklich nicht zu wünschen übrig. Auch zum Duschen reicht das noch vollkommen aus. Zuvor hatten wir verschiedene Tauchpumpen und von der in unserem früheren Kastenwagen kennen wir die „Tröpfelproblematik“ noch sehr gut. Da macht selbst unsere Druckpumpe mit „Mini-Leistung“ wirklich einen GEWALTIGEN Unterschied! Würde sie jetzt kaputt gehen und wir vor der Wahl stehen, welche wir neu anschaffen, hätten wir nicht das Bedürfnis, eine mit mehr Leistung einbauen zu wollen. Bedenke auch, dass der hohe Druck von Deinem Boiler und allen anderen Komponenten in Deinem Wassersystem ausgehalten werden muss. Wenn Du Deinen Ausbau nicht selber gemacht hast, hat der Hersteller die Bauteile wahrscheinlich eher auf den Druck einer kleinen Tauchpumpe ausgelegt und FALLS ein Teil den zu hoch gewählten Druck nicht aushält, pumpt Dir die Druckpumpe den Inhalt Deines Tanks in den Wohnraum!
      In so fern würden wir sagen, dass man bei Tauchpumpen echt schon genau drauf achten sollte, was das Teil kann, das man sich da einbaut. Mit einer Druckpumpe bist Du aber generell gut beraten, denn mit den gängigen Modellen wirst Du auf jeden Fall einen ausreichenden Wasserdruck in der Dusche haben. Man muss da nicht eine mit besonders viel Druck und Durchlauf nehmen, eher sogar im Gegenteil drauf achten, dass es nicht zu viel wird. Bei all den Leuten, die wir kennen, die viel Zeit in ihrem Wohnmobil verbringen, haben wir auch noch nie von jemandem gehört, der die Druckpumpe wegen zu wenig Leistung getauscht hat.
      Wenn Du Lust hast und dran denkst, würden wir uns natürlich freuen zu hören, wofür Du Dich entschieden hast und wie Deine Erfahrungen im Vergleich dann sind! Sowas ist immer spannend! 🙂

      Erst einmal aller beste Grüße aus Portugal,
      Sabine und Micha

  2. Super Artikel!

    Hat mich darin bestärkt, mir den Luxus einer Druckwasserpumpe zu gönnen und einzubauen.
    Danke für den Tipp der Shurflo-Pumpen. Nach eurem Artikel möchte man am liebsten die „Soft“ Variante einbauen. Doch leider musste ich festlegen, dass es dieses Modell nur für 12V gibt. Unser LKW inklusive Aufbau wollte ich allerdings auf 24V Basis laufenlassen.
    Meint ihr es macht Sinn, die Shurflo „Soft“ einzubauen und davor einen Spannungswandler 24V/12V zu hängen oder lieber auf „Soft“ verzichten und bei 24V bleiben?

    Viele Grüße
    Florian

    1. Hallo Florian!

      Vielen lieben Dank für Dein Lob an den Artikel, das freut uns total! :))

      Also wir sind immer so ein bisschen dafür, möglichst wenig Dinge einzubauen, die nicht unbedingt notwendig sind und kaputt gehen können. Wir persönlich würden also wohl vom zusätzlichen Einbau eines Spannungswandlers absehen und eine normale Pumpe nehmen. Klar, die ist dann lauter – aber wenn Du dafür ein gutes Plätzchen hast, dass nicht jedes Geräusch mit Freude in den Wohnraum überträgt, ist die Lautstärke jetzt nicht gerade ein Beinbruch – zumal die Pumpe ja nie lange läuft. Und auch ansonsten sind wir mit unserer normalen Pumpe wirklich zufrieden und haben nicht das ganz starke Verlangen, auf Soft zu wechseln. Aber das ist natürlich ein sehr subjektives Empfinden und man kann nicht 100% sagen, dass diese oder die andere Option die „Bessere“ ist.
      Wir würden uns natürlich total freuen, von DEINEM subjektiven Empfinden zu erfahren, wenn Du Dich für eine Variante entschieden hast. Wenn Du Zeit und Lust hast, wär ein ganz kurzer Bericht von Dir toll, gerade um anderen, die sich vielleicht die gleiche Frage stellen, hier eine kleine Hilfestellung zu geben 🙂
      Wir wünschen Dir aber erst mal viel Spaß beim Umbau und Basteln und ganz viel Spaß an Deiner neuen Wasserlösung!

      Aller liebste Grüße und danke für’s mitlesen hier bei uns! 🙂
      Sabine und Micha

  3. Hallo Sabine,

    danke für Deine sehr ausführliche Antwort! Ich werde im Verlauf der Saison vermutlich eine Pumpe mit knapp über 10l Förderleistung anschaffen und vorher mal schauen, mit welchem Druck mein Warmwasserboiler umgehen kann. Aber Derzeit hab ich keinen Bock in der Kälte am Wohnwagen rumzubasteln 😉 Wenn es dann soweit ist, werd ich hier aber `nen kleinen Erfahrungsbericht dazu schreiben.

    Aktuell wünsche ich euch, dass das blöde Steckachsenproblem hoffentlich bald behoben ist, und Ihr eure „positive Grundeinstellung“ nicht verliert.

    Bis dahin bleibe ich in feudiger Erwartung neuer Video-Beiträge.

    LG Stefan

  4. Ich finde, dass zumindest wenn man keine Dusche betreibt, eine Tauchpumpe die günstigere und bessere Lösung ist. Die Armaturen im Campingbereich sind allerdings wirklich nicht sehr langlebig, so alle drei Jahre bricht da irgend ein Stück Plastik ab. Die Pumpen halten dagegen länger. Nur die in der Thetford-Toilette musste ich wegen Verstopfung ersetzen. Es hatte sich eine braunschwarze Schmiere im Frischwassertank gebildet, Algen oder so. Keine Ahnung, wie die da rein gekommen sind und sich vermehrt haben. Zum Glück war das eine zwar schwer erreich- und ausbaubare Pumpe, aber ein Standardmodell. Also keine neue Toilette nötig!

    Für die von der Toilette getrennte Frischwasserversorgung habe ich jetzt zusätzlich noch einen Hauswasseranschluss eingebaut, die über einen kleinen Kanister mit Schwimmer, der eigentlich für den Toilettenspülkasten zu Hause gedacht ist, und eine zweite Tauchpumpe funktioniert. Wegen Rückschlagventilen genügt das elektische Umschalten zwischen den beiden Tauchpumpen.

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