Campervan Selbstausbau im VW T5 – Die Busträumer

SabineSelbstausbau2 Comments

 
 

CAMPER BIS 3,5t


VW T5
mit langem Radstand

Es muss nicht immer der Oldtimer-Bulli sein. Viele gute Gründe stecken hinter Catherine und Michaels Entscheidung, einen modernen T5 zu ihrem Traum Campervan auszubauen.
Ob ihr „William“ deswegen weniger kultig ist? Wenn die beiden die Schiebetür öffnen, wirst Du Dir diese Frage nicht mehr stellen!

Campervan Besitzer Cathy und Michi
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Video-Link: https://youtube.com/watch?v=9V-gcUnIGgk

KULTFAKTOR VS HIGHTECH


Warum ein T5?
Klar: Ein T3, wie zum Beispiel Lisas Vanlife Partybus oder Renes Offroad-Syncro sind sehr coole Teile. Von einem T2 oder dem absoluten Kultobjekt T1 natürlich ganz zu schweigen. Jedoch wissen wir selber wie es ist, einen Oldtimer zu fahren und Cathy und Michi haben sich ganz bewusst dagegen entschieden.

Einen Oldtimer fährt man nicht nur – man hegt und pflegt eher die meiste Zeit, damit er denn auch fährt. Man sollte schon Spaß an der Instandhaltung eines Fahrzeugs haben, um mit einem Oldtimer glücklich zu werden. Und dass man unterwegs mal liegenbleibt, oder zumindest irgendwelche neuen, beunruhigenden Geräusche zu hören sind,sollte zu den normalen Dingen gehören, auf die man sich vor einer Fahrt einzustellen hat. Stehen einem nur wenige Tage Urlaub zur Verfügung, kann das natürlich lästig sein – um das mal milde auszudrücken.

Pflichtlektüre
für den Oldtimer

Lexikon Oldtimer-Technik*
Vom Anlasser bis zur Zylinderkopfdichtung, hier wird alles behandelt!


Natürlich heißt das nicht, dass Du mit einem modernen Fahrzeug nicht liegenbleiben kannst. Doch die Wahrscheinlichkeit ist schon geringer – genauso, wie sie höher ist, im Falle des Falles innerhalb kurzer Zeit wenigstens ein passendes Ersatzteil zu bekommen und eine Werkstatt zu finden, die sich damit auch auskennt.



Cathy und Michi wollen auch mal am Wochenende schnell einen tollen, weiter entfernten Platz erreichen. „Mal eben schnell“ viele Kilometer abspulen, könnten wir bei der Reisegeschwindigkeit eines Oldis natürlich vergessen, erklären uns die beiden. Mit unserer durchschnittlichen Herman-Geschwindigkeit von 60km/h können wir sie nur all zu gut verstehen.

Neben einer höheren Endgeschwindigkeit als die älteren Kollegen, hat der T5 aber natürlich auch mehr Sicherheit für die Insassen zu bieten. Etwa einem T1 kommt bei Begriffen wie Elektronisches Stabilitäts-Programm oder Front- und Seitenairbags, nur ein unschuldiges Grinsen.

Und dann ist da natürlich die Sache mit dem Spritverbrauch. Von einer grünen Plakette wollen wir mal gar nicht reden, und über den Status des H Kennzeichens als Freifahrtschein in Umweltzonen wird ja rege diskutiert.

Die Vorteile im Überblick:


  • höhere Reisegeschwindigkeit
  • mehr Sicherheit für die Insassen
  • geringerer Spritverbrauch
  • geringerer Reparatur- / Instandhaltungsaufwand
  • Umweltplakette
  • schnellere Verfügbarkeit von Ersatzteilen und auch Werkstätten, die sich damit auskennen
  • für Leute, die im Urlaub nicht gerade schrauben wollen

VOM LIEFERWAGEN ZUM CAMPER


Als die beiden Busträumer ihren William bekommen haben, war von „Campervan“ noch keine Spur. Eine Wand trennte das Führerhaus vom geschlossenen Kasten. Entnimmt man die Trennwand wird es beim Fahren laut. So ein Transporter ist normalerweise nicht gedämmt und das Blech dröhnt ganz schön – auch im Kopf nach langen Fahrten.


Um dem Dröhnen Herr zu werden, haben Cathy und Michi zu einem bewährten Mittel gegriffen und das Blech mit Alubutyl* beklebt. Die Platten beschweren das Blech und verhindern dadurch, dass sie bei der Fahrt in Schwingung versetzt werden. Das Ergebnis ist ein wesentlich leiseres Fahrgeräusch im Inneren.


Zur Wärmedämmung verwenden die beiden Armaflex* mit einer Stärke von 19mm. Auch Armaflex ist seit langem ein gerne eingesetztes Material mit ausgezeichneter Dämmwirkung und sehr guter Verarbeitbarkeit. Es ist flexibel und lässt sich in jede Ritze und Kurve legen.


Um aus ihrem Lieferwagen einen echten Camper zu machen, bekam William natürlich auch ein zusätzliches Fenster eingebaut. 900 x 450mm misst das Aufstellfenster* des bekannten Standardausstatters Seitz, mit den praktischen Fliegen- und Verdunklungsrollos.

CAMPERVAN „WILLIAM“
DAS KONZEPT


Cathi und Michi nutzen ihren Van als Freizeitfahrzeug. Bei ihm kommt es nicht auf lange Autarkie an oder darum unterwegs auch arbeiten zu können. Ob Campingplatz oder eine Nacht einsam am See – der Spaß am unterwegs sein, steht hier im Vordergrund.

Auch eine geringe Fahrzeughöhe war ein Argument bei der Fahrzeugwahl. Damit bietet der Campervan zwar keine Stehhöhe im Innenraum. Dafür ist der Vorteil noch in die Tiefgarage zu passen und unter jeder Höhenbeschränkung durch zu kommen nicht zu unterschätzen. Während ihrer Tour auf Elba konnten die beiden durch ihre geringe Höhe zum Beispiel auch direkt am Strand stehen, wo höhere Camper das Nachsehen hatten. Die Stehhöhe haben Cathy und Michi dabei noch in keiner Weise vermisst.

T5 als Campervan mit aufgestelltem Seitz-Fenster

SCHLAFBEREICH


Cathy und Michi haben sich für den Einbau eines fest stehenden Bettes entschieden. Ständiges Umbauen und Umräumen wollten sich die beiden ersparen. Außerdem konnte so richtig viel Stauraum gewonnen werden und die Sachen darin bleiben immer ohne Chaos an Ort und Stelle.

Aufgrund von Michis Körpergröße, musste das Bett auch eine gewisse Länge erhalten – im Übrigen noch ein Argument für einen T5, der innen einfach etwas mehr Platz zu bieten hat. Mit langem Radstand (und damit 50cm mehr Fahrzeuglänge), wie bei William, erst recht. Die Liegefläche bekam so eine Größe von 1,90m x 1,40m, die theoretisch auf 1,60m Breite erweiterbar wäre.


KÜCHE

Im Gegensatz zu den meisten anderen Campervan Ausbauten, bei denen die Küche längs gegenüber der Schiebetür verbaut ist, hat sie in Cathy und Michis Vanlife Bus ihren Platz quer hinter Fahrer- und Beifahrersitz gefunden. So konnte das Hauptelement im Ausbau von William, das Bett, breiter werden.

Sie beinhaltet eine große 31L Kompressor Kühlbox von Dometic*, die auf einer praktisch ausziehbaren Schublade in der Mitte gelagert ist. Zusätzlich steht eine weitere 21L Dometic Kühlbox* an der Schiebetür zum schnellen Griff nach einem gekühlten Getränk bereit. Diese Kühlboxen können, im Gegensatz zu Absorbern, unabhängig von der Umgebungstemperatur, bis auf -18 Grad herunterkühlen, das heißt auch tiefkühlen ist damit kein Problem. Wer schon einmal eine große Ladung Eis für mehrere Camper-Besatzungen zum Strand transportieren musste, weiß das zu schätzen!

Küchenblock mit Kühlbox im Campervan

Die Küche beinhaltet sowohl die Frischwasserversorgung, wie auch das Abwasser. Ein solches „Kleinküchensystem“ kannst Du Dir übrigens ganz einfach und kostengünstig als entnehmbares DIY-Element für jedes Fahrzeug bauen. Auf der Ladefläche des Kombi oder einfach als Außenküche genutzt, macht es ganz schnell aus jedem Auto einen kleinen Camper. Mit so einem 12V Bausatz ist das super schnell und simpel gelöst!

Für die beiden Busträumer spielt sich das Leben vorwiegend draußen ab. Wenn dann doch mal schlechtes Wetter ist und drinnen gegessen werden soll, dienen die beiden oberen Schubladen als praktische Aufnahme für die Tischplatte, die draußen ansonsten auch als Schneidebrett genutzt wird.

Als Kochmöglichkeit dient ein Kartuschengaskocher*, der in der schiebetürnahen Schublade verschwindet, wenn er gerade nicht gebraucht wird.


STAURAUM

Da im Campervan William kein großer Frischwassertank oder sonstige sperrige Wohnmobiltechnik verbaut ist, bleibt der komplette Platz von 1,90m x 1,60m als Stauraum.
Hier passen die Ordnungsboxen mit Kleidung hinein, und nach den Bords zum Skaten ist noch lange nicht Schluss. Hier wird in Zukunft wohl auch mal eine eigene Toilette ihren Platz finden. In einer ausziehbaren Box verstaut, lässt sich daraus dann sogar eine weitere Sitzmöglichkeit für einen Gast machen.

Im Schlafbereich gibt es für Kleinkram zusätzlich ein paar total süße Schubladenkästchen aus leichtem Pappelsperrholz.

Für unsere Stauraumerweiterung im Steyr nutzen wir Euronormkisten*, die vielseitig eingesetzt werden können. In diesem Video zeigen wir Dir, wie Du die roten Kisten sogar als Schubladenelemente nutzen kannst.


STROMVERSORGUNG

Die Batterie für Verbraucher im Innenraum, wie Kühlboxen oder Leuchten, ist unter dem Fahrersitz verbaut und hat eine Kapazität von 120Ah. Der T5 bietet hier eine perfekte Einbaumöglichkeit ohne Platz zu verlieren.

Über einen normalen Wohnmobilstecker, für die Stromsäule des Campingplatzes und ein C-tec Ladegerät werden auf der Tour sowohl die Innenraum, wie auch die Starterbatterie geladen.

Für zukünftige Touren denken die beiden auch über eine Solaranlage nach. Wichtig ist dabei auch wieder eine geringe Aufbauhöhe, damit William noch in die Tiefgarage passt. Das ist inzwischen aber auch kein Problem mehr. Mit flexiblen, aufklebbaren Solarpanels die gerade mal 3mm dick sind* und gut 2kg leicht, wird weder die Aufbauhöhe noch die Zuladung zum Problem.


VERDUNKLUNG

Einen guten Tipp haben Cathy und Michi für die Verdunkelung der Scheiben, die nicht wie das Seitz-Fenster, bereits praktische Rollos eingebaut haben.
Eine kleine Manufaktur in Hamburg stellt Thermomatten, passgenau für verschiedene Campermodelle her. Diese werden an der Innenseite einfach durch Magnetstreifen in ihrer Position gehalten. Material und Verarbeitung machen auf uns einen wirklich tollen Eindruck.

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TRIFF CATHY UND MICHI,
FOLGE IHNEN


Ihre Begeisterung fürs Vanlife hat den beiden Busträumern schon viele nette Kontakte zu Gleichgesinnten beschert. Da sie davon allerdings gar nicht genug bekommen können, veranstalten sie zusammen mit Jan und Charly von selfmadecampervan.com sogar selber ein Treffen mit dem passenden Titel: Meet more Camper Vans – MMCV!

Vom 22. – 24.09.2017 heißt es im Bayrischen Polling „living the vanlife“. Leute treffen, Campervans anschauen, großes Lagerfeuer, Musik …

Wenn Du weitere Infos haben oder Dich direkt anmelden möchtest, dann schau schnell auf der Instagramseite des Treffens vorbei und fülle das Formular aus, zu dem Du über den Biolink gelangst. Die beiden freuen sich über jeden Camper, der kommt!

Du kannst den beiden auch folgen. Hier findest Du sie bei:

Instagram 
facebook

2 Kommentare zu “Campervan Selbstausbau im VW T5 – Die Busträumer”

  1. Hallo ihr Lieben ,
    Ihr habt die Fensterabdeckung bei einer Manufaktur anfertigen lassen,
    könnte ich vielleicht die Adresse von der Manufaktur bekommen?
    Den Bus habt ihr sehr gut ausgebaut gute Anregungen,ich will
    ein Renault Trafic kurzerRadstand umbauen.
    Lg M. Grimm

    1. Hallo Michael!
      Den Link zur Manufaktur findest Du im entsprechenden Abschnitt des Artikels! 😉
      Ganz liebe Grüße und viel Spaß und Erfolg beim Ausbau Deines Trafic,
      Sabine und Micha

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