VW T3 Syncro – Selbstausbau zum Camper

SabineSelbstausbau1 Comment

 

OFFROAD BIS 3,5t


VW T3
SYNCRO

Rene Freitag und sein VW T3 Syncro

Mit einem VW T3 Syncro hat Rene Freitag wohl die perfekte Entscheidung für sich getroffen. Der Fotograf ist auf Langzeitreise um die schönsten und entlegensten Winkel der Welt in wundervollen Bildern festzuhalten. Wir haben ihn in Marokko getroffen und die große Freude, Dir hier sein Kultfahrzeug vorstellen zu dürfen, das er selbst zum Wohnmobil ausgebaut hat.

VW T3 „HORST“
ALS REISEFAHRZEUG

Rene’s T3 Syncro wird angetrieben von einem 1,9 TDI Motor mit 90 PS. Der zuschaltbare Allradantrieb wird ergänzt von einer Sperre für die Vorder-, sowie einer für die Hinterachse. Ebenfalls vorhanden ist genug Bodenfreiheit, damit der Kult-Kastenwagen zu allen großartigen Locations kommt.

„Horst“ ist groß genug, damit eine Person darin leben und arbeiten kann. Andererseits aber auch klein genug, um problemlos überall durch zu passen. Das Hochdach bietet Stauraum ohne Ende und Stehhöhe dort, wo man sie braucht.

Der T3 Syncro ist ausgestattet mit robuster Technik und ohne viel Schnickschnack, der auf der Reise den Geist aufgeben kann.

VW T3 Syncro als Reisefahrzeug

DER AUSBAU

Im Grunde genommen hat Rene den kultigen Kastenwagen einmal komplett entkernt. Anschließend wurde entrostet, neu isoliert und zum Camper ausgebaut. Alles mit Liebe selbstgemacht.


MÖBELBAU

Nach einem Tipp in Ulrich Doldes Buch „Wohnmobile selbst ausbauen und optimieren“, hat sich Rene für Pappelsperrholz entschieden, das nicht nur einen entscheidenden Gewichtsvorteil bringt. Während man zum Beispiel in einem LKW bei einem Unfall weitestgehend nicht mit den Bauteilen des Aufbaus in Berührung kommt, hat man in einem offenen Kastenwagen bei falscher Auswahl des Holzes, scharf und spitz absplitternde Teile der Möbel direkt „im Genick“. Im Gegensatz hierzu splittert das Pappelsperrholz nicht so gefährlich ab und die Sicherheit bei einem Crash wird erhöht!

KÜCHE

Herzstück der Küche ist der zweiflammige Origo Spirituskocher. Diesen hat Rene für einen sicheren Stand in die Küchenarbeitsplatte eingelassen. Dabei ist er aber jederzeit einfach herausnehmbar um auch draußen kochen zu können. Aufgrund dessen, dass der Kocher keine Anschlüsse für Strom oder Gas braucht, ist es kein Problem ihn zu benutzen, wo immer man gerade möchte. Zu der manchmal geäußerten Kritik, Spirituskocher wie der Origo würden nicht genügend Leistung bringen, sagt Rene ganz klar, dass ihm die Power bisher in allen Situationen ausgereicht habe.

Origo Spirituskocher im T3 Syncro

Eine Waeco/Dometic Kompressorkühlbox mit sehr guter Energieeffizienz und 37 Litern Inhalt, sorgt für eine lange Haltbarkeit frischer Lebensmittel.

BAD

Auch eine eigene Möglichkeit zum Duschen hast der T3 Syncro natürlich an Bord. Duschschlauch und Brausekopf befindet sich mit dem Rest des Bades in einer der Schubladen des Küchenblocks. Zum Duschen führt Rene den Schlauch durch das direkt darüber befindliche Fenster nach draußen.

WENN DRAUSSEN DUSCHEN NICHT MÖGLICH IST


Auch unser erstes Reisefahrzeug ist ein T3 gewesen in dem wir das Duschproblem lösen mussten. Mit der Aufhängung eines einfachen, billigen Hulla Hupp Reifens und einem Duschvorhang, machten wir aus dem Innenraum eine Duschkabine. Zum Auffangen des Wassers kannst Du eine solche, super praktische Faltwanne in der komfortablen Größe einer echten Duschwanne benutzen. Falls es nicht viel kosten darf, geht auch ein Speißkübel, dieser ist allerdings so spärrig, dass Du Dich außer beim Duschen NUR darüber aufregst – wir sprechen hier aus Erfahrung! Die Faltwanne dagegen lässt sich auf ein kleines Packmaß zusammenlegen und platzsparend verstauen.

Dadurch hast Du natürlich immer noch keinen Ablauf für das Wasser aber um die Entleerung kannst Du Dich kümmern, wenn Du frisch und trocken bist. Für uns hat es immer funktioniert.

TOILETTE

Hinter einer großen Klappe, unter dem Fach mit Duschschlauch und Badartikeln, befindet sich ein Porta Potti. Zur Benutzung wird es einfach aus dem Schrankabteil hervorgezogen.

WASSER

Im T3 Syncro Horst gibt es einen fest verbauten Wassertank mit 50 Liter Füllvolumen und Tauchpumpe. Mit diesem Wasservorrat ist Rene ca drei Tage autrark unterwegs. Entsprechend führt er noch Kanister mit, wenn er er eine längere Tour ohne Versorgungsmöglichkeiten vor sich hat.

SITZMÖGLICHKEIT UND SCHLAFEN

Ganz klassisch „Bulliausbau“ hat sich Rene für die Möglichkeit entschieden, die Sitzbank zum Bett umfunktionieren zu können. Mit einem Handgriff wird die Sitzfläche angehoben und nach vorne herausgezogen, das Rückenteil wird zum mittleren Teil des Bettes.

Weiterhin bietet der zum Innenraum hin drehbare Beifahrersitz eine bequeme zusätzliche Sitzmöglichkeit.

ARBEITSPLATZ

Unterwegs zu arbeiten bedeutet natürlich, dass man einen bequemen Arbeitsplatz braucht. Dafür dient ein praktisch schwenkbarer Tisch, der vom Anschluss der Küchenzeile vor die Sitzbank gezogen werden kann. Bei den Polstern für Bank, bzw. Bett hat Rene auf eine entsprechende Qualität, mit ausreichend Komfort für beide Arten der Nutzung geachtet. Das Schaumstoffcenter in Gladbeck hat sich auf individuelle Polsterlösungen, gerade auch für Wohnmobile und Boote spezialisiert und hier eine perfekte Lösung bereitgestellt.

Arbeits- und Esstisch im T3 Syncro
HEIZUNG

Der Innenraum von Horst wird mit einer Dieselstandheizung von Planar auf gemütliche Temeraturen gebracht.

STROM

Ein 100 WP Solarpanel liefert Strom für 2 Stück 56 Ah Gelbatterien und lässt sich bei entsprechendem Stand der Sonne an einer Seite aufstellen. Hierdurch stellt Rene eine wesentlich höhere Ausbeute am Nachmittag oder Morgen fest.


MIT RENE UND HORST
AUF TOUR

Sieh Dir mal an, welch grandiosen Fotos Rene macht, wenn er mit Horst unterwegs ist. Auf seiner Homepage findest Du wundervolle Eindrücke seiner Reisen.

Wie gefällt Dir der T3 Syncro als Basis für ein Reisefahrzeug. Was hättest Du beim Ausbau anders gemacht und was findest Du besonders gut gelungen? Deine Meinung ist gefragt und hilft vielleicht auch anderen, die selber ausbauen möchten!

Ulrich und Edith Dolde
Triff Buchautor Ulrich Dolde und besichtige sein Reisefahrzeug!

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Ein Kommentar zu “VW T3 Syncro – Selbstausbau zum Camper”

  1. Hey Ihr beiden,

    och mensch ich finde das echt so toll was Ihr da macht. Ich mag total eure Berichterstattung. Wenn ich in diesem Moment an den Bericht denke , was ist mir da im Kopf geblieben…….der Hula Hupp Reifen den Ihr zum Duschvorhang umgebaut habt 🙂

    Toll wenn man sehen kann wie andere Menschen ihr persönliches Reisemobil komplett auf Ihre Bedürfnisse umbauen.

    Für mich bzw. uns mit 2 Personen und 2 Bernersennenhunde wäre der T3 definitiv zu klein. Aber für Rene scheint es das 110% Auto zu sein welches alles bietet was ER braucht. Und das finde ich persönlich das wichtigste im Leben, guck nicht immer was die anderen so haben. Schau lieber was DU so willst und brauchst.

    Ich freue mich schon auf weitere Berichte von euch auf euren Reisen.

    Herzliche Grüße vom Florian

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