Warum wir in die Ferne schweifen

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Camargue am Morgen

Was treibt einen dazu, ständig neue und ferne Teile der Welt erkunden zu wollen? Was steckt dahinter, wenn Reisen einen so hohen Stellenwert einnimmt, dass man sein Leben danach ausrichtet?


Jessica von yummytravel.de geht dieser Frage auf den Grund und sammelt Berichte von Reisenden die darüber erzählen, warum sie immer wieder die Komfortzone des bereits Bekannten verlassen und die entlegensten Winkel der Erde besuchen. Eine tolle Idee! Schließen wir uns an:


Feste Wohnung?
Nein Danke!

Selbst wir, die eine feste Wohnung gegen einen Oldtimer-LKW als Zuhause getauscht haben, könnten es uns ja total bequem machen. Wir verdienen unser Geld von unterwegs und nichts würde uns daran hindern, einfach irgendwo hin zu fahren, wo das Wetter gut ist, der Lebensunterhalt günstig und unsere Hundedame schöne Runden zum Gasgeben hat. Plätze, an denen es uns ausgesprochen gut gefällt, haben wir gerade letzte Woche erst wieder verlassen, als wir aus Süd-Frankreich zurück nach Deutschland gekommen sind. Und warum? Nur um als Nächstes Zentralasien zu erkunden. Kirgistan, Kasachstan, die Mongolei … die Recherchen zu den einzelnen Ländern in den kommenden Wochen werden zeigen, welche Route es genau werden wird.

Bequem? Nein!
Aber faszinierend
und lehrreich!

Wie leben die Menschen wohl im dünnst besiedelten Staat der Erde, in dem 40% der kompletten Bevölkerung in der Hauptstadt wohnen und der Rest heute noch immer nomadisch mit Vieherden von Weidegrund zu Weidegrund zieht? In dem ein extremes Klima herrscht und Temperaturen zwischen -40 Grad im Winter und +40 Grad im Sommer? Wir wollen es sehen oder noch besser…

Am eigenen Leib erfahren

Über Organisationen wie WWOOF gibt es fast überall auf der Welt die Möglichkeit, in Kontakt zu biologisch arbeitenden Landwirtschaftsbetrieben aufzunehmen und gegen Kost und Logis (also in unserem Fall einfach einem Stellplätzchen für unser rollendes Zuhause) bei der alltäglichen Arbeit mitzuhelfen und daraus zu lernen. Eine großartige Idee, um Land und Leuten wirklich näher zu kommen, fremde Kulturen zu erfahren und die Welt aus verschiedenen Sichtwinkeln zu sehen. Ist es nicht eine großartige Bereicherung für das eigene Leben, wenn man nicht immer nur vom heimatlichen Dorf aus auf die anderen Teile der Welt sieht, sondern auch einmal die Heimat aus den Augen von Menschen, die völlig anders leben, als wir selbst!?!

Leider noch nicht wirklich Afrika und Abgeschiedenheit, auch wenn es schon fast so wirkt – die Plaine des Maures in Südfrankreich

Natürlich wollen wir aber auch einfach völlige Abgelegenheit genießen. Das eigene Zuhause einfach an Orte zu verpflanzen, in denen sich vielleicht im Umkreis von 100km kein einziger, weiterer Mensch befindet – kein Straßenlärm, keine Industriegeräusche, nicht mal die leisen Gespräche anderer Menschen … für uns: Paradiesisch!

Einmal Reisender,
immer Reisender?

Jessica fragt danach, ob man sein Reiseverhalten schon jemals geändert hat oder ob man sich die Alternative vorstellen könnte, sein Reisen einzuschränken.

Wir glauben, wenn man einmal vom Reisevirus befallen ist, dann lässt er einen zeitlebens nicht mehr los! Wir waren schon immer gerne unterwegs, haben Roadtrips gemacht und Neues erkundet. Sogar unsere Hochzeitsreise haben wir, dank unseres mal wieder defekten Bullies, einfach in einen kleinen Opel Vectra verlegt. So sind wir vier Wochen durch Europa gedüst: ohne Luxus, ohne ein einziges mal schick Essen gehen – aber mit dem Spaß unseres Lebens und jeder Menge wundervoller Erfahrungen, die uns immer fester zusammenschweißen!

Von Reise zu Reise werden wir unsteter und der Reiz etwas Neues, Fremdes zu sehen, wird immer schneller immer stärker. Es ist fast wie eine kleine Sucht, die aber einfach nur positive Auswirkungen auf unser Leben hat.

Nicht immer nur Spaß

Natürlich ist eine solche Art des Reisens aber nicht immer nur Spaß. Die nächste Tour, die Richtung Osten führt, bringt noch viel Arbeit mit sich. Neben Reisevorbereitungen, stehen auch noch einige Reparaturen und Wartungsarbeiten an unserem LKW an.

Aber so gut man sich auch vorbereitet: Etwas Unvorhergesehenes passiert immer da, wo man es nicht gebrauchen kann. Wir kennen zum Beispiel keine Langzeitreisenden, denen es noch nicht passiert ist, in ausgerechnet der von uns gesuchten, wunderschönen Abgeschiedenheit eines Landes dessen Sprache man nicht spricht, einen Schaden am Fahrzeug zu haben. Hier gilt es Ruhe zu bewahren und die Nerven behalten. Wie etwa bei Jen und Peter von glaarkshouse.com , die in einem schönen Artikel beschreiben, wie es sich anfühlt, mitten in der Mongolei liegen zu bleiben! Mitunter mussten von Bekannten auch schon lebensgefährliche Fußmärsche unternommen werden um Hilfe zu erreichen – aber dennoch: einmal Reisender, immer Reisender!

Langzeitreisen
brauchen Planung

Gewisse Eigenheiten oder die politsche Lage bestimmter Länder stellen per se vielleicht gewisse Risiken da. So ist etwa der Iran auf unserer Reise-Wunschliste weit oben angesiedelt, doch so lieb und gastfreundlich die Iranische Bevölkerung ist und so verrückt nach Hunden: Der Besitz eines Hundes steht unter sehr, sehr harten Strafen, die Hunde selbst werden in Beschlag genommen – um es vorsichtig auszudrücken. Besteht für Touristen und deren Hunde das gleiche Risiko? Mit Fenja unterwegsVor einer Langzeitreise über viele Landesgrenzen hinweg gilt es also, sich zu informieren. Aber alleine schon sich so intensiv mit anderen Ländern und ihren Gepflogenheiten, ihren Gesetzen und dortigen Lebensumständen zu beschäftigen, erweitert unseren eigenen Horizont und wir profitieren von einer Reise noch bevor wir sie unternommen haben.

Warum wir nun
in die Ferne schweifen?

Um Träume zu leben, um einen differenzierteren Blick auf die Welt zu bekommen, um Neues zu lernen, um weltweit neue Freunde zu finden.

Bereist die Welt Ihr Lieben, denn wie sagte ein bedeutender Philosoph schon vor über 1500 Jahren:

Die Welt ist ein Buch und diejenigen, welche nicht reisen, lesen nur eine einzige Seite.Augustinus von Hippo

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