Postzustellung ohne Briefkasten – Briefpost auf Reisen empfangen

SabineKnow-How0 Comments

Du willst aussteigen, auf Weltreise gehen oder mobil leben? Dann musst Du einige Dinge unbedingt regeln und z. B. auch dafür sorgen, dass Deine Postzustellung ohne Briefkasten und festes Zuhause auch noch funktioniert. Bist Du für Briefpost nicht erreichbar, kann das nämlich echt blöde Konsequenzen haben.


Die Menge an Post, die einen als physischer Brief erreicht, kann man ganz gewaltig herunterschrauben. Ein hoher Prozentsatz aller Angelegenheiten lassen sich heute online regeln und mit der Zeit landet kaum noch was im echten Briefkasten. Doch gerade die paar Sachen können es in sich haben.

Aber fangen wir mal mit der „harmlosen“ Post an. So schickt bei uns etwa immer noch die Bauhaus-Universität jedes Jahr eine Geburtstagskarte an ihren ehemaligen Studenten Micha oder es kommt etwas von der Krankenkasse, weil per e-mail irgendwie nicht auszureichen scheint.
Würden diese Sendungen uns nicht erreichen, ginge jetzt auch nicht gerade die Welt unter.

WANN ES PROBLEMATISCH WIRD


Etwas problematischer wird es zum Beispiel schon, wenn Firma xyz noch einen kleinen Betrag von Dir will, der aus irgend einem Grund nicht eingegangen ist.

Wir hatten diesen Fall einmal, als sich unsere Bankverbindung geändert hat und wir vergessen haben der Hundehaftplflichtversicherung Bescheid zu geben. In diese Zeit fiel auch die Änderung unserer Adresse. Wir waren für den Versicherer postalisch einfach nicht erreichbar und so verfünffachte sich der Betrag, bis wir den Braten überhaupt gerochen haben! Dies wären in einem Versicherungsfall während dieser Zeit natürlich noch die kleinsten Sorgen gewesen. Angenommen ein Fahrradfahrer wäre wegen dem frei laufenden Hund in dieser Zeit gestürzt und hätte sich einen komplizierten Bruch zugezogen! Unser Hund wäre in dieser Zeit nicht versichert gewesen.

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DIE LÖSUNG:
POST SCANNEN LASSEN


Hast Du in Deutschland noch eine Meldeadresse, zum Beispiel bei Deiner Familie, könntest Du natürlich eine Person Deines Vertrauens bitten, Deine Post für Dich in Empfang zu nehmen. So machen auch wir das: Alles, was per Postzustellung kommt, wird geöffnet, einfach mit dem Handy abfotografiert und mit einem Klick per Messenger an uns gesendet.

Möchtest Du niemanden mit dieser Aufgabe behelligen oder Du möchtest nicht, dass Deine gesamte Post von jemandem Zuhause gelesen wird, dann ist ein Postscandienst für Dich genau das Richtige.


WIE FUNKTIONIERT DAS?


1. Du stellst bei der Post einen Nachsendeantrag an den Dienstleister.

2. Sobald Deine Post dort eintrifft, wird sie automatisiert gescannt und als PDF in Deinen Nutzeraccount hochgeladen, damit Du sie einsehen kannst. Über den Posteingang wirst Du per e-mail informiert.

3. Du entscheidest, was weiter mit den Dokumenten passieren soll. Mit einem Klick kannst Du sie entweder vernichten lassen, wenn es sich etwa um Werbung handelt, oder Du lässt sie Dir per Sammelsendung (meist einmal im Monat) an eine Adresse Deiner Wahl nachsenden.

Dieses Grundprinzip ist bei den zahlreichen Anbietern eigentlich immer gleich. Natürlich hast Du bei den einzelnen Dienstleistern etwas unterschiedliche Auswahlmöglichkeiten was die Handhabung und den Umfang des Service angeht.
Zum Beispiel kannst Du bei dem Einen etwa mehrere Versandadressen anlegen und Dir Deine Post sogar ins Ausland oder an eine Packstation nachsenden lassen. Bei einem anderen hast Du vielleicht nur eine einzige Adresse in Deutschland. Hier gilt es, sich aktuell zu informieren, denn die Anzahl der Postscan-Anbieter wächst gerade stark und die Bestehenden müssen ihre Services und Preise so immer wieder anpassen.

Stellst Du eine entsprechende Vollmacht aus, kann der Scandienst auch Postzustellungen die per Einschreiben kommen entgegennehmen.

BEACHTE ABER:
Kommt ein Brief zum Beispiel wegen einer Fristsetzung als Einschreiben zu Dir, beginnt diese mit der Zustellung zu laufen, das heißt, wenn DEIN DIENSTLEISTER den Brief angenommen hat! Jetzt bist Du gefragt: Sieh auf jeden Fall regelmäßig in Deinem Account nach, ob etwas Wichtiges dabei ist. Wenn die Frist abgelaufen ist kümmert es niemanden, ob Du das vielleicht gar nicht mitbekommen hast!

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WAS POSTZUSTELLUNG PER SCAN
NICHT KANN

Der Nachsendeauftrag

Die Scandienste sind natürlich nur so gut, wie der Nachsendeauftrag der Post. Die Erfahrungen mit Nachsendeaufträgen zeigen, dass man sich nicht zu 100% auf diese verlassen sollte. Vor allem am Anfang kann es zu langen Verzögerungen kommen, manch ein Brief landet trotz Nachsendeantrag in einem Briefkasten, von dem er umgeleitet werden sollte.


AM NACHSENDEAUFTRAG VORBEI


Wird der Brief, der Dich erreichen soll, gar nicht mit der Post, sondern einem anderen Zusteller verschickt, landet auch dieser in Deinem Briefkasten oder wieder beim Absender. Sogar manche Städte und Kommunen arbeiten nicht mit der Post zusammen.

Diese Erfahrung musste Micha einmal machen, als er seinen Wohnsitz am Studienort abgemeldet hat und einen Nachsendeantrag ausschließlich bei der Post stellte. Der Brief von der Stadt erreichte ihn nach einem halben Jahr, was die Sache nicht grade billiger machte!

Klar kann man bei jedem Zusteller einen Nachsendeantrag stellen – wie sinnvoll das ist, sei dahingestellt.


VORABVERFÜGUNGEN


Vorabverfügungen sind Vermerke auf Briefen, die zum Beispiel lauten: „Nicht nachsenden“ oder „bei Verzug zurück an Absender“. Hat eine Postzustellung einen solchen Vermerk, wird sie Deinen Postscan Dienstleister nicht erreichen, da sie grundsätzlich nur an Deine Meldeadresse zugestellt wird. Das Haarige an der Sache: Ausgerechnet diese Briefe haben es meist in sich. Sie kommen oft von Behörden, Gerichten, dem Finanzamt … also brisanter Scheiß mit Fristen und so weiter.

Die Vorabverfügungen sind das größte Manko für das Nutzen von Scandiensten. Obwohl die Post sogar höchstpersönlich einen Scan Service anbietet und man dafür NICHT mit einem Nachsendeauftrag arbeitet, können solche Briefe weiterhin NUR in Deinen physischen Briefkasten geworfen werden!

Wenn Du für dieses Problem eine Lösung ohne die Beanspruchung von Familie oder Nachbarschaftshilfe kennst, würden wir uns über einen Kommentar von Dir sehr freuen!


Scan Service der Post


Wenn Du einen Scan Service für Deine Briefe direkt bei der Deutschen Post unter E-Postscan buchst, darfst Du auf keinen Fall gleichzeitig einen Nachsendeantrag stellen!
Viele Erfahrungsberichte zeigen, dass es ausgerechnet der Post selbst schon schwer genug fällt, Briefe, die als E-Postscan behandelt werden sollen, richtig zu handhaben. Vielleicht hat sich dies in letzter Zeit durch häufigere Schulungen der Mitarbeiter verbessert, doch bei unserer Recherche sind wir auf einen extrem hohen Anteil an Sendungen gestoßen, die nicht im Scanner, sondern im Briefkasten gelandet sind. Stellst Du jedoch gleichzeitig einen Nachsendeauftrag, ist das Problem zu 100% vorprogrammiert.

Obwohl auch ein Nachsendeauftrag manchmal zu Problemen führen kann, ist er für die Post dennoch das „gängigere“ Prozedere und funktioniert (im Moment noch) offenbar zuverlässiger als der eigens angebotene Scan Service.

Hast Du übrigens bereits ein „E Post Konto“, ist die Anmeldung zum Scanservice relativ zügig erledigt. Wenn nicht, musst Du Dich hier auf einen ausgedehnten Registrierungsprozess einstellen. Wenn Du den Postscan bereits innerhalb kurzer Zeit nutzen möchtest, dann empfiehlt es sich ebenfalls, einen anderen Anbieter zu wählen.

Dies sind vier der beliebtesten Postscandienste: Dropscan, Digibase, Clevvermail, ePost


HIER GEHT’S WEITER:


Erfahre, wann Du nicht nur ein virtuelles Postfach, sondern eine richtige Adresse mieten solltest!

Lies hier, welchen Scan Service Xenia und Tim von Startravel One für ihre Postzustellungen nutzen und warum sie sich für diesen entschieden haben.


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