Spot Gen3 – Der Satelliten Notfallsender

Sabineausruestung

Spot Gen 3 Satelliten Notfallsender

Bei Abenteurn außerhalb von Mobilfunkreichweite, ist der Satelliten Nofallsender SPOT Gen3 sprichwörtlich eine Lebensversicherung. Hier erfährst Du, was er kann und wie er funktioniert.


Bei der Fahrzeugvorstellung des VW T3 Syncro von Rene Feitag, der als Fotograf in der Welt unterwegs ist, haben wir etwas Interessantes an dessen Rückspiegel entdeckt. Ein Gerät im Taschenformat, das einem das Leben retten kann.

Von der Funktion des kleinen Helfers „SPOT Gen3*“ waren wir sofort begeistert, so dass wir ihn Dir hier vorstellen möchten.

SPOT Gen3 – Wofür ist das Gerät gut

Das kleine Gerät ist dafür da Dir Hilfe zu schicken, wenn sonst keine zu bekommen ist. In abgelegenen Gebieten und lebensbedrohlichen Situationen, zum Beispiel wenn Du verletzt bist und nicht weiter kannst, kannst Du mit einem einzigen Knopfdruck weltweit einen Rettungsdienst zu Dir rufen – auch wenn es kein Mobilfunkverbindung gibt.

Du kannst aber auch Freunde und Familie wissen lassen, dass es Dir gut geht, wenn Du Dich sonst wegen fehlender Telefonverbindung sonst nicht melden kannst.

Der SPOT Gen3 sendet Deine Koordinaten und Nachrichten oder Hilferufe per Satellitenübertragung.

Wie man in solche Situationen kommt?

SOS Ruf

Rene zum Beispiel reist an die abgelegensten Orte dieser Welt und das die meiste Zeit allein. Sollte er sich bei einer seiner Wanderungen den Knöchel brechen, wird ihn tagelang niemand vermissen. So kann aus einer kleinen Unfallsituation schnell eine echte Lebensgefahr werden. Außerdem leidet Rene an Epilepsie. Mit dem SPOT Gen3 reist er einfach sicherer, sagt er.

Das Gespräch darüber, das wir mit Rene an einem Lagerfeuer im Marokkanischen Anti Atlas geführt haben, kannst Du Dir hier übrigens als Video ansehen!

Die SOS Funktion des SPOT Gen3 sendet im Notfall die genauen Koordinaten Deines Standortes an die GEOS Notufzentrale mit Sitz in Frankreich. Diese benachrichtigt dann umgehend die zuständigen Such- und Rettungseinheiten, Polizei, Küstenwache, Botschaft oder Konsulat. Dein angegebener Notfallkontakt wird ebenfalls darüber benachrichtigt, dass Du ein Notrufsignal abgesetzt hast.

Selbstverstänlich schützt aber auch das Reisen zu zweit nicht davor, in wirklich gefährliche Situationen kommen zu können. In diesem Video-Interview erzählen die bekannten Overlander Burkhard und Sabine von Pistenkuh.de, wie ein kleiner technischer Defekt an ihrem Fahrzeug, einen riskanten Fußmarsch durch die Wüste Lut, der größten Wüste des Iran und einer der heißesten Orte unseres Planeten, zur Folge hatte. Wäre das schief gegangen, hätte nur ein Satelliten Notfallsender noch ihr Leben retten können …

Hilfetaste

Auch ohne sich sofort in Lebensgefahr zu befinden, kann es sehr gut sein, Hilfe herbei holen zu können. Mit der Hilfetaste des SPOT Gen3 kannst Du Freunde oder Familie wissen lassen, dass Du Unterstützung benötigst. Deine vorab gespeicherten Kontakte erhalten eine SMS oder eine Email mit Deinen genauen Koordinaten oder einen Link zu google maps, der Deine Position anzeigt.

Wir persönlich denken hier zum Beispiel an Situationen wie diese Wanderung, die Micha hier unternommen hat. Da unsere Hundedame inzwischen zu alt für solche Unternehmungen geworden ist, kann immer nur einer von uns los … Wäre Micha in diesem Gelände abgerutscht und verletzt, könnte er mich auch ohne Handyempfang sofort wissen lassen, dass er Hilfe braucht und ich wüsste auch wo!

Gorges du Verdon Wanderung
Micha wandert in der Gorges du Verdon in Frankreich

SPOT Assist

Zusätzlich kann die Option SPOT Assist gebucht werden. Diese Funktion verständigt professionelle Pannendienste an Land oder auf dem Wasser, die in nicht lebensbedrohlichen Situationen zu Hilfe kommen.

Check in Funktion

Wenn man ohne Zeitdruck in der Natur unterwegs ist, kann es aber natürlich auch sein, dass es in einer Gegend ohne Handyempfang einfach zu schön ist, um schnell weiter zu fahren. Oder (was bei uns öfter vorkommt) man muss noch den passenden Abend, ohne blöde Wolken vor der Milchstraße, für die gelungene Zeitraffer-Aufnahme abwarten.

Wir selbst finden das wundervoll – die Familie kann allerdings schon mal kribbelig werden, wenn nach Tagen noch kein Lebenszeichen kommt.

Dafür gibt es beim SPOT Gen3 die Check in Funktion. Bis zu 10 Kontakte erhalten hierüber eine voreingestellte SMS, dass es Dir gut geht und die Koordinaten, wo Du Dich aufhältst.

Individuelle Nachricht

Mit einer individuellen Nachricht kannst Du Familie und Freunde wissen lassen, dass es Dir gut geht. Quasi eine persönlichere „Check In“ Funktion. Aber auch ein persönlicher Hilferuf ist schnell auf den Weg gebracht.

Tracking

Aktivierst Du bei Deinem SPOT Gen3 das Tracking, sendet der kleine Helfer alle 10 Minuten (im Basistarif) Deine GPS Koordinaten. So kannst Du jederzeit Deine genaue Reiseroute und aktuelle Position mit Freunden und Familie teilen.

Lege einfach einen Weblink an uns schütze ihn auf Wunsch noch mit einem Passwort.

Dein Spot kann auch mit SPOT Adventure verbunden werden. Dabei kannst Du Dir ein Profil sowie einen Nachrichtenblog anlegen. Die Live-Karte ist streambar. Dazu kannst Du die Karte auf Deiner Homepage einbinden, wenn Du zum Beispiel einen Blog betreibst.

SPOT Gen3 – Die Kosten

Ganz billig ist der SPOT Gen3* leider nicht. Neben den Kosten für die Anschaffung des Gerätes, muss der Service der GEOS Rettungsgesellschaft bezahlt werden – wie bei einer Versicherung.

Der Vertrag hat eine Mindestlaufzeit von einem Jahr und kostet derzeit 163,50 Euro als Basisvariante.

Im Basisvertrag enthalten:

  • SOS Nachrichten an GEOS
  • Hilfe Nachrichten
  • Individuelle Nachrichten
  • Unbegrenzter email-Versand
  • 200 SMS
  • Tracking im 10 Minuten Intervall

Fazit

Wäre es mit dem Anschaffungspreis für das Gerät getan, wäre die Anschaffung wahrscheinlich keine Frage. Zögern lässt einen da schon eher der Vertrag mit der Rettungsgesellschaft. Doch was könnte wichtiger sein, als das Leben gerettet zu kriegen, wenn wirklich etwas passiert ist. Um noch einmal unser Beispiel von Michas Wanderung weiter oben aufzugreifen: 2018 sind allein im Alpinraum Österreichs 268 Menschen beim Bergwandern tödlich verunglückt und es gab 7230 Verletzte – man muss also nicht gerade eine Weltreise an exotische Orte machen, damit ein Satelliten Notfallsender sinnvoll sein kann.

Je nachdem wie Du unterwegs und draußen aktiv bist, kann es lohnen, zumindest mal von der Möglichkeit gehört und Kosten – Nutzen gegeneinander abgewogen zu haben.

Hab eine sichere Reise, wo auch immer Du unterwegs bist!


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Satelliten Notfallsender SPOT Gen3

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