Mobiles Internet – Unterwegs online im Wohnmobil

SabineAllgemein, Know-How7 Comments

WLAN Antenne

Unterwegs online sein zu können ist heute auch auf Reisen für viele sehr wichtig. Genau wie für uns, denn wir verdienen über Onlinedienstleistungen unseren Unterhalt. In diesem Artikel möchten wir Dir zeigen, wie wir das machen und welche Möglichkeiten Du darüber hinaus außerdem hast.

 

Generell hast Du, in Deutschland wie im Ausland, drei verschiedene Optionen unterwegs vom Wohnmobil aus ins Internet zu gehen:

  • Mobiles Internet – mit Smartphone und Tethering, mobilem oder festem 12VRouter
  • Freies Wlan
  • Satelliten-Internet

UNTERWEGS ONLINE GEHEN –
MIT MOBILEM INTERNET


SMARTPHONE

Diese Möglichkeit nutzt fast jeder heut zu Tage. Mit einer SIM Karte und einem gebuchten Tarif, egal ob Vertrag oder Prepaid, ist man schnell im Netz. Das Handy lässt sich auch als mobiler Router nutzen, so dass Du mit Laptop oder Tablet surfen kannst.

Auf Reisen geht das genau so, doch das Handy als Empfangsgerät hält auch ein paar Einschränkungen parat.


SIM KARTE AUS DEUTSCHLAND VS. AUSLÄNDISCHE SIM

Um im Ausland online zu gehen, würden wir ganz klar empfehlen, Dir eine SIM Karte des entsprechenden Landes zu besorgen.

Das Roaming ist zwar inzwischen „abgeschafft“ worden, doch diese Aussage hält nicht nicht so ganz, was sie verspricht. Wenn Du mit Deiner deutschen SIM Karte im Ausland surfen möchtest, sieh vorher mal in die Vertragsbestimmungen Deines Anbieters. Die meisten schränken die Nutzung der mobilen Daten im Ausland massiv ein. Entweder das Volumen wird heruntergesetzt oder es gibt eine zeitliche Begrenzung.

Dazu kommt, dass mobiles Datenvolumen in den meisten Ländern wesentlich billiger ist, als in Deutschland!

Wenn Du sehr wenig mobiles Internet brauchst und Dich nicht über eine normale Urlaubszeit hinaus im Ausland aufhältst, kann es natürlich dennoch sinnvoll sein, Deine deutsche SIM zu benutzen.

Mobiles Internet in Frankreich
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SMARTPHONE ALS MOBILER ROUTER

Bei den → „Einstellungen“in Deinem Smartphone kannst Du das → „Tethering“ oder → „mobiler Hotspot“ einschalten.

Richte dazu erst einen Wlan Hotspot ein, vergib einen Netzwerknamen und ein sicheres Passwort. Wähle bei den Sicherheitseinstellungen WPA-2 PSK.

Jetzt kannst Du Deinen Laptop oder Tablet mit dem Handy verbinden und darüber surfen.

Diese Möglichkeit mobiles Internet zu bekommen ist zwar super einfach aber die Qualität des Empfangs ist bei anderen Lösungen meist wesentlich besser. Das liegt einfach an der Bauweise des Gerätes und es gibt nicht wirklich die Möglichkeit eine Verstärkerantenne daran anzuschließen.

Den Empfang „verbessern“ kann man nur durch die Auswahl des richtigen Fensters, an dem man das Handy positioniert.


TELEFONISCH NICHT ERREICHBAR?

Wenn Du Dich mit ständig wechselnden SIM Karten (pro Land eine oder sogar mehrere, für verschiedene Tarife) versorgst und Dein Handy damit bestückst, heißt das auch, Du wechselst jedes mal die Telefonnummer (außer Du hast ein Smartphone mit Dualsim Option).

Du müsstest also ständig Freunde, Familie und andere, wichtige Kontakte mit neuen Nummer verwirren und irgendwann blickt kein Mensch mehr durch – wir sprechen aus unseren Anfangszeiten da aus Erfahrung.

Zudem ist es nicht selbstverständlich, dass Du immer beide Optionen, also Telefon und Internet in einer SIM, bzw einem Tarif hast. Das bedeutet wieder mehr Aufwand und nervigen Angebotsvergleich.

Die viel sinnvollere Variante ist es, einen dafür vorgesehenen mobilen Router zum Surfen zu verwenden und in Deinem Handy die Karte zu lassen, die Du normalerweise immer zum Telefonieren benutzt.






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MOBILER ROUTER


Wir lieben dieses kleine Kästchen! Unser Huawei E5372* sorgt dafür, dass wir immer und überall besten Internetempfang genießen. Gerade wenn man damit arbeiten muss und deswegen darauf angewiesen ist, ist das Gerät ein Segen.

Wenn Du Dir einen mobilen Router zulegen möchtest, solltest du auf diese beiden Dinge achten:

– Er sollte LTE-fähig sein
– es müssen sich externe Antennen anschließen lassen

Natürlich: Wo GAR kein Netzwerk existiert, da richtet auch der beste Router der Welt nichts aus. Aber mit einem mobilen Router hast Du die besten Voraussetzungen, das Beste aus dem bereitgestellten Mobilfunknetz heraus zu holen.

Unser Wohnmobil Haushalt hält sogar gleich zwei Huawei Router* parat


ANSCHLUSS VON VERSTÄRKERANTENNEN

Bei den mobilen Routern hast Du die Möglichkeit, verschiedene Verstärkerantennen anzuschließen und so den Internetempfang erheblich zu verbessern.

In vielen Fällen bringt so eine kleine MiMo-Antenne* sehr gute Erfolge, wenn die Positionierung des Routers am richtigen Fenster nicht ausreicht. (Wer sich das jetzt fragt: Die Auswahl des richtigen Fensters kann unter Umständen den Unterschied zwischen „wir suchen uns einen anderen Platz“ und „das Internet ist hier gar nicht schlecht“ ausmachen!) Stellst Du die MiMo-Antenne auf‘s Dach, hast Du die besten Chancen den besten Empfang zu bekommen.

Ein kleines Manko können die Anschlüsse der Antenne sein. Benutzt man sie häufig, sollte man sie mit Vorsicht behandeln, da sie ausleiern können und dann nicht mehr richtig halten.

Diese Antenne* nutzen wir, wenn der Empfang des Routers alleine nicht ausreicht


Noch bessere Ergebnisse als mit der MiMo kannst Du mit der Montage von zwei LTE-Antennen* (für LTE brauchst Du immer 2 Stück) auf dem Dach erreichen. Zum Anschluss an den Router benötigst Du dann noch solche Adapter*.


MIT DEM MOBILEN ROUTER AUSSERHALB VOM WOHNMOBIL UNTERWEGS

Da der mobile Router noch kleiner als ein Handy ist, kann man ihn super praktisch in der Hosentasche überall mit hin nehmen.

Wir nutzen diese Möglichkeit gerne und häufig. So kannst Du Dir zwischendurch einfach mal bei google.maps den Weg zu einer Sehenswürdigkeit anzeigen lassen oder etwas anderes in der Umgebung in Erfahrung bringen, in der Du gerade unterwegs bist.

Selbst wenn Du den Router die ganze Zeit eingeschaltet lässt, hält der Akku bestimmt fünf Stunden durch.


STATIONÄRER 12V ROUTER

Mit einem stationären Router, der über Deine Innenraumbatterie im Wohnmobil angeschlossen wird, solltest Du mit den gleichen LTE-Antennen wie eben beschrieben, noch besseren Empfang erreichen können. Außerdem hast Du zusätzlich LAN Anschlüsse zur Verfügung.

Wir sehen darin aber nicht unbedingt einen riesen Vorteil. Der Empfang mit dem mobilen Router ist super und Du kannst den stationären nicht mal eben mit auf die Stadtbesichtigung nehmen um unterwegs noch etwas interessantes in Erfahrung zu bringen.

Dabei kannst Du den mobilen Router ganz einfach über USB an Deinem Laptop laden oder an unterwegs an eine Powerbank hängen … Möglichkeiten gibt es massenhaft.






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INTERNET ÜBER FREIES WLAN


Freies Wlan findest Du bekanntermaßen in Cafes und Restaurants, in Einkaufszentren auf Campingplätzen usw.

Zwar hat sich die Gesetzeslage, die dafür verantwortlich war, dass niemand in Deutschland ein freies Netz angeboten hat in der Zwischenzeit geändert. Viel getan hat sich dadurch allerdings nicht, in Deutschland ist freies Wlan immer noch eine Rarität. Doch davon abgesehen besteht natürlich noch immer das Problem, dass man sich schon ziemlich nah am Router befinden muss, um akzeptablen Empfang zu haben.

In den meisten anderen Ländern gibt es mehr freie Wlan-Netze. Jeder Laden, der etwas auf sich hält, bietet Wlan in seinen Geschäftsräumen an. Das ist total klasse, doch als Wohnmobilreisende können wir in der Regel nicht einfach davor parken und das Wlan nutzen. Leider reichen die Empfangsmöglichkeiten der Geräte selbst nicht aus, um das freie Netz zu empfangen.

Hierfür benötigst Du eine zusätzliche Antenne.


ANTENNE ALS WLAN-VERSTÄRKER


Wir nutzen das Paket Wifi Camp Pro von Alfa Network*. Mit dieser Ausstattung parken wir einfach in der Nähe eines Mc Donalds (zum Beispiel) und loggen uns ohne ins Restaurant gehen zu müssen ins Internet ein – einfach Zuhause, in unserem Wohnmobil und ohne teure, mobile Daten zu verbrauchen … ein Konzern wie Mc Donalds wird den Verlust wahrscheinlich verschmerzen.

Wichtig ist, dass Du keine abschirmenden Gebäude zwischen Dir (bzw. der Antenne) und dem Router stehen hast. Der geeignete Parkplatz ist also dennoch überaus wichtig.

Das Camp Pro Paket hat uns allerdings bei etlichen Durchquerungen von Ländern, in denen wir nicht extra eine SIM Karte kaufen wollten den „Hintern gerettet“, wenn es darum ging, in ruhiger Umgebung arbeiten zu können. Wir können es echt empfehlen.

Auch in Deutschland, wo wir gerne im Vorgarten eines lieben Freundes stehen, ist ein Wlan Empfang draußen, in unserem Wohnmobil über den Laptop nicht möglich. Dagegen haben wir mit der Antenne von Alfa Network in unserem Camper besseren Empfang, als der Besitzer des Hauses mit dem Smartphone auf seiner eigenen Terrasse.

Unser Setup* zum besseren Empfang freier Wlan-Netze.

MOBILES INTERNET VIA SATELLIT


Beim mobilen Internet im Wohnmobil via Satellit muss wesentlich mehr technischer Aufwand betrieben werden. Die Hardware ist nicht nur voluminös, sondern auch um ein vielfaches teurer als die Anschaffung der besten Komponenten für andere Lösungen.

Dazu kommen monatlich recht hohe Kosten für Datenvolumen auf Dich zu. Fährst Du mit Deinem Wohnmobil umher, zahlst Du zusätzlich je nach Tarif noch eine Gebühr für einen so genannten „Zonenwechsel“ – das können schon mal 20 Euro pro Zonenwechsel sein.

Mit Internet via Satellit im Wohnmobil hast du zwar über viele Länder hinweg (weltweit geht auch mit Satellit nicht) ein und den selben Anbieter und musst Dich nicht immer wieder neu kümmern – aber Aufwand, Kosten und ja, auch der Empfang(!) machen in unseren Augen die Mobilfunk-Option wesentlich sinnvoller.

Bekannte und Freunde haben nach Tests ihre Satellitenanlagen teilweise sogar wieder abgeschafft.






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WIE BIST DU UNTERWEGS ONLINE?


Mit welcher Methode versorgst Du Dich unterwegs mit mobilem Internet? Hast Du im Gegensatz zu unseren Freunden vielleicht gute Erfahrungen mit Satelliteninternet gemacht? Teile uns und anderen Deine Meinung mit, wir freuen uns!

7 Kommentare zu “Mobiles Internet – Unterwegs online im Wohnmobil”

  1. Die Problematik kenne ich gut. Ich habe momentan zwei Möglichkeiten: Der w-lan Stick mit externer Antenne, welche mit Magnetfuß auf dem Dach steht, verbunden über ein 3m usb Verlängerungskabel, oder, wenn kein w-lan vorhanden, den Surfstick am selben usb Kabel, den ich dann oben unters Dachfenster hänge, bzw aufs Dach lege bei gutem Wetter. Nerven tut da halt das Kabel, das die Verbindung zwischendurch immer mal wieder abbrechen lässt. Der Huawei E5372 steht bei mir grad ganz oben auf der Einkaufsliste, dann stellt sich aber die Frage, welche Antenne(n) dann noch dazu. Bei offenen w-lans muß ich dann erstma weiter gucken, ob der Huawei das ausreichend empfängt oder ob ich dann auf die alte Methode zurückgreife. Es bleibt immer ein recht teures Bastelvergnügen… Ach ja, Aldi nutze ich auch im Stick. Läuft..

  2. Hallo Ihr Beiden,
    wir suchen schon lange eine universale Lösung für Internet im Womo. Leider bis jetzt erfolglos. Unsere Anforderungen:
    Router für Wifi und Mobilfunk sowie Anschlüsse für externe Antennen für beide Betriebsarten. Bis jetzt haben wir so etwas noch nicht gefunden. Das MIFI hatten wir schon hat aber einige Nachteile:
    Akku ist schwach und es läßt sich keine externe WIFI Antenne anschließen.
    Grüße vom Jumbo Team

    1. Hallo Peter,
      Wir können unsere Aufstellung fürs mobile Internet eigentlich nur empfehlen. Für Mobilfunk haben wir halt noch ein schnödes Handy.

      Liebe Grüße, Sabine und Micha

  3. Danke für die vielen Infos! Ich bin auch grad dabei, meinen (noch nicht fertigen) Van mit Internet Technik auszustatten und bin dank Andreas‘ Tipp auch bei jetztfunkts.de gelandet.
    Ich bin gespannt, wie das dann alles funktioniert… bzw. hoffe ich einfach, _dass_ alles funktioniert. 😉

  4. Hej Hej, wir nutzen ein ipad Mini und kaufen uns im jeweiligen Land eine Prepaid Karte. Dann erstelle ich ein eigenes Netz mit dem ipad Mini und unsere beiden Rechner sind meist mit 4 G online.
    Gruss derzeit aus Schweden

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