Warum Deine Träume sich nicht erfüllen – 5 Hindernisse in uns selbst

SabineMotivation29 Comments

 

Die meisten Hindernisse zur Erfüllung unserer Träume kommen nicht von außen, sondern liegen in uns selbst. Wie wir sie überwinden und an welchen Menschen wir uns ein Beispiel nehmen …

Gleich einmal die schlechte Nachricht vorweg: Träume erfüllen sich nicht einfach. Für die Erfüllung eines Traumes muss man kämpfen – und fühlt sich dabei vielleicht auch einmal, als wär man statt dessen in seinem eigenen Albtraum gelandet.

Eine solche Situation ist der Grund warum ich heute diese Zeilen schreibe. Nach vielen, bereits durchgeführten Reparaturen an Herman, hängen wir mal wieder fest.
Na klar wussten wir vorher, dass vermutlich einiges daran im Argen ist, wenn man ein Fahrzeug kauft, das 45 Jahre auf dem Buckel hat …
Und wir wussten, dass es schwierig sein könnte, Ersatzteile zu bekommen …
Und wir wussten, dass das eine Menge unseres Ersparten verschlingen würde …
Und wir wussten …

Ja, damit war von Anfang an zu rechnen, doch trotzdem fällt es manchmal schwer, die Nerven zu behalten.

Aber darum geht es gerade gar nicht.

Es geht darum, dass wir uns von zu erwartenden Schwierigkeiten nicht davon abhalten lassen dürfen, unsere Träume zu verwirklichen! Natürlich sind steinige Strecken auf dem Weg zu erwarten. Aber wenn wir nicht vollkommen zufrieden sind, mit dem Leben, das wir gerade führen, dann sollten wir daran etwas ändern! Die gewohnten Pfade zu verlassen und Dinge grundlegend zu verändern ist immer unbequem. Aber sollen wir in einem nicht glücklichen Zustand bleiben, um zu vermeiden auf dem Weg zu einem Leben, dass uns vielleicht besser gefällt, in eine schwierige Phase zu kommen? Nein!
Aber mit der Befürchtung dass es schwierig werden könnte, setzen sie sich schwer auf unsere Schultern – die Hindernisse in uns selbst. Sie sorgen dafür, dass wir kein Bein in die erträumte Richtung vor das andere kriegen. Ja es fällt sogar zu schwer aufzustehen und überhaupt einen aller ersten Schritt zu tun…

Das Hindernis mit dem Gewicht eines Mount Everest:

ICH BIN NICHT
GUT GENUG FÜR …


Dieses Hindernis kenne ich so gut wie einen besten Fr… ähm Feind. Aber seien wir mal ehrlich: Das ist kein Hindernis, sondern eher eine Ausrede.

Der Grund unsere Träume nicht zum Leben zu erwecken weil wir für etwas nicht gut genug sind, entsteht aus Selbstzweifeln, aus Angst vor Unbekanntem und Herausforderungen und der Angst zu versagen – sich eingestehen zu müssen, dass man tatsächlich nichts taugt und man ja eigentlich auch schon vorher hätte wissen können, dass man es nicht schafft. Aber die Sache ist ganz einfach: Wenn wir für etwas nicht gut genug sind, dann müssen wir es werden! Hört sich an wie aus einem schlechten Lebenshilferatgeber, ist aber so.

Nehmen wir genau diesen so ätzenden heutigen Tag mal als Beispiel:

Die Angst nicht gut genug zu sein um all die Probleme lösen zu können, die an einem 45 Jahre alten LKW unterwegs auftreten werden, stand von Anfang an im Raum. Wir sind nun mal beide keine echten Schrauber – ehrlich wäre zu sagen: wir haben keine Ahnung! Auf der Rückfahrt vom Fernreisemobiltreffen traf uns nun ein kleines, elektrisches Problem. Etliche Stunden haben wir damit verbracht den Fehler zu suchen. Wir haben Spannungen gemessen, Anschlüsse neu verlegt, ins Innere von Schaltern geschaut … und waren am Ende kurz davor einfach alles in die Luft sprengen zu wollen, da gleichzeitig auch noch unsere Bremsen in Einzelteilen um den Wagen herumliegen und diverse andere Dinge am Fahrzeug auf uns warten, von denen wir natürlich ebenfalls noch nicht die Lösung kennen.

Und dann kam Marco. Genau: Der Marco, der uns auch schon den Motor in Stand gesetzt hat. Fünf Minuten verbrachte er mit der Verkabelung unter Hermans Armaturenbrett und alles ließ sich brav schalten, wie es sollte. Die Frage „bin ich gut genug um mit so einem Auto zu den abgelegensten Plätzen der Welt zu fahren“ stellt man sich in solchen Situationen dann schon mal wieder. Und die Antwort kann nur lauten:

Nein, vielleicht nicht … aber wenn ich den Traum von Freiheit und menschenleeren Weiten leben möchte, dann muss ich zusehen, dass ich es werde!

Ja, das ist scheiße unbequem, kostet Nerven, Überwindung und wir hassen es, Marco ständig mit technischen Problemen auf die Nerven gehen zu müssen – aber selbst in dieser Situation steckt so viel Gutes, wenn man nur genauer hinsieht. Durch unsere Probleme an Herman haben wir hier Menschen kennen gelernt, die einfach unglaublich sind und deren Freundschaft so unbeschreiblich viel mehr bedeutet, als ohne Hindernisse ein Ziel zu erreichen! Marco hat uns heute nicht nur die Elektrik gerettet. Er hat uns auch wieder zum lachen gebracht, neuen Mut zugeredet, neues Wissen vermittelt und uns den passenden Arschtritt verpasst weiter zu machen: „Ihr wusstet doch, dass solche Probleme kommen würden! Also ran und weitermachen!“ Stimmt. Wir wussten es … und mit dem Traum vor Augen und so großartigen Freunden werden wir „gut genug werden“, die kommenden Probleme vielleicht auch mal zu lösen, ohne dass der Schraubergott eingreifen muss!

Übrigens: Nimm Dir gar nicht erst vor, „gut genug dafür“ werden zu wollen, bevor ihr loslegt.

Alles vorher lernen zu wollen führt zu nichts, als dass man ewig lernt und nie anfängt!

Erst noch dies recherchieren und jenen Kurs belegen, ganz viele Leute fragen … egal wie gut Du Dich vorher informierst und wie viele Meinungen Du einholst – Meinungen gelten für die Personen, die sie geäußert haben und nicht für Dich! Ebensowenig wirst Du allwissend sein, bevor Du aufstehst und den ersten Schritt unternimmst. Klar, wir könnten jetzt nach Jahren immer noch recherchieren, welches ein vielleicht noch optimaleres Reisefahrzeug für uns wäre – dann würden wir jetzt aber immer noch zuhause in einer Wohnung sitzen die uns nicht gefällt und viel zu viel Geld kostet, wir würden uns immer noch zu Arbeitsplätzen quälen, die uns keinen Spaß mehr gemacht haben … und wir wären immer noch genau so weit entfernt von der Garantie, den absoluten Glücksgriff mit der Auswahl des Fahrzeugs zu tun!


(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});

Das Hindernis auf dem Konto

ICH HABE DAFÜR NICHT
DAS NÖTIGE GELD


Ja, zur Erfüllung mancher Träume ist Startkapital eine wichtige Grundlage. Was also tun, wenn wir kein Geld haben?

Um nicht nur irgendwelche schlauen möchtegern-Weisheiten vom Stapel zu lassen, erzählen wir einfach noch mal von uns selbst:
Vor unserem Vorhaben ortsunabhängig da zu leben, wo es uns gerade gefällt, hat keiner von uns wirklich viel gespart. Man hat ein bisschen was auf die hohe Kante gelegt, für schlechte Zeiten und das gute Gewissen, wie es für Viele ganz normal ist. Ansonsten haben wir uns vor allem viel Kleinkram geleistet, der dafür sorgte, dass wir nicht gerade reicher wurden. Micha war täglich im Baumarkt um die witzigsten und unnötigsten Dinge zu basteln, ich kaufte zum Beispiel Pumps – nicht etwa weil ich so gut drauf laufen kann, sondern einfach weil ich sie schön fand und gerne ins Regal stellte… sehr sinnvoll! Wir bezahlten einen Haufen Miete und da es bequemer war, die bestehenden Verträge einfach laufen zu lassen, auch zu viele Nebenkosten wie Versicherungen und alles, was man eben so hat.

Nach einigen gemeinsamen Roadtrips kam uns dann langsam die Erkenntnis: Es reicht uns einfach nicht, nur im Urlaub gemeinsam unterwegs zu sein. Das Leben ist viel zu kurz, um uns nur am Wochenende wirklich zu sehen und überhaupt:

Da muss doch einfach noch mehr sein, als das!

Langsam aber sicher wurden wir uns klar darüber, wie wir unser Leben zukünftig gestalten wollten. Zweifel und Ängste wie „sind wir gut genug“ kamen natürlich ebenso auf – aber der Wunsch wurde stärker und stärker. Eins stand fest: Wir brauchten so viel Startkapital wie möglich um nicht nur unser fahrbares Häuschen zu bauen, sondern auch, um uns über Wasser zu halten, bis wir Einkünfte aus einer aufzubauenden Selbstständigkeit erzielen würden (genau: auch dafür müssen wir „gut genug“ werden!).

Wir fingen also an zu sparen. Keine Anschaffungen mehr, die nichts mit der Sache zu tun haben, kein Luxus wie essen gehen, keine neuen Klamotten, allen Besitz verkaufen, der nicht am Ende auf 12qm Wohnraum für 2 Personen passt, Verträge ändern oder am besten gleich ganz kündigen …. selbst die Miete für die Wohnung haben wir eingespart, bereits ein halbes Jahr, bevor Herman bezugs“ferig“ gewesen ist und sind in unseren winzig kleinen Kastenwagen gezogen!

Ihr könnt auch nebenbei jobben oder Hunde gegen Taschengeld gassi führen, Euch eine kleinere Wohnung suchen, vom Auto auf’s Fahrrad umsteigen, dem Handy abschwören … es gibt super viele Möglichkeiten Geld zu sparen – der Traum ist es wert und ihr werdet sehen, es macht sogar Spaß!

SPART NICHT BIS ZUM BITTEREN ENDE

Auch hier kommt natürlich unsere eigene Erfahrung mit ins Spiel, denn vor dem Gedanken, Geld von unterwegs zu verdienen, stand eine andere Idee: Zu sparen, bis wir finanziell unabhängig sind, wie es einige Reisende, wie die two vagabonds oder Burkhard und Sabine von der Pistenkuh erfolgreich getan haben. Laut unserem Finanzberater hätte das allerdings gedauert, bis wir Anfang 50 gewesen wären … mit dem Risiko, auch alles verlieren zu können. Zum Glück saßen die Geschäftsführer der Investments, in die wir unser Gespartes stecken wollten, schon zwei Tage VOR unserer geplanten Unterschrift wegen Steuerhinterziehung in Untersuchungshaft (nein, das ist kein Scherz). Die Frage, ob mit Mitte 50 unsere Träume eigentlich noch unsere Träume sind, hat uns zusätzlich zu dem persönlichen Entschluss gebacht: Sparen ja – den weit größten Teil des Lebens damit verbringen, NEIN!


Wenn der eigene Körper das Hindernis ist

ICH HABE EIN HANDICAP,
ICH BIN ZU JUNG, ZU ALT, ZU …


Jetzt kommen Menschen zum Zuge, an denen wir uns ein riesen großes Beispiel nehmen wollen. Bekannter und unbekanter Weise.

Wie etwa an jemandem, den wir beim Willytreffen kennenlernten und glücklich sind, ihn Jahr für Jahr dort wieder zu sehen. Er zeigt uns, wie man damit umgeht, wenn man nicht mehr gut laufen kann – da wird einfach mal der elektrische Krankenrollstuhl mit allem Pipapo geländetauglich gemacht: Höherlegung, Geländereifen, Halterungen für die Sandbleche und schon ist das Ding fit für den nächsten, mehrstündigen Ausflug mit dem Hund übern Acker und zur Überwinterung in Afrika!

Sich von gelähmten Beinen ganz und gar nicht lahm legen lassen: Das zeigt zum Beispiel auch Dergin Tokmak, der als Dreijähriger an Kinderlähung erkrankte. Er sagt:

Keine Behinderung ist so groß und so einschränkend, dass sie jemanden vom Tanzen abhalten könnte.Dergin Tokmak

Seht Euch dieses kurze Interview eines Tänzers, der seine Beine nicht bewegen kann, unbedingt an!!!

Auch Margarete Steiff, die Begründerin des Unternehmens, dessen Stofftiere den berühmten „Knopf im Ohr“ tragen, erkrankte als Kind an Kinderlähmung. Sie konnte weder ihre Beine noch ihre rechte Hand benutzen und sagte den merkenswerten Satz:

„Es lohnt sich nicht, den kranken Beinen nachzutrauern, wenn dabei das ganze Leben davonläuft.“Margarete Steiff

Selbstverständlich gibt es hunderte andere körperliche Gründe, ein Ziel mit anderen Mitteln erreichen zu müssen als andere Menschen. Aber man soll versuchen es zu sehen, wie Bettina Eistel, die ohne Arme zur Welt kam. Die Diplom Psychologin führt die Zügel ihres Pferdes mit Füßen und Mund und sagt:

Ich bin nicht behindert. Ich bin nur anders funktional!Bettina Eistel
Höre nicht auf die Pessimisten. Es gibt immer jemanden, der Dir erzählen will, dass Du etwas nicht kannst, weil es zu schwierig oder zu gefährlich sei, weil Du zu jung oder zu alt seist. Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt für etwas. Tu es einfach. Es ist nie zu spät, Dinge zu tun, die Du schon immer tun wolltest.Helen Tew

Die Engländerin Helen Tew war nicht behindert. Aber sie gab diesen Ratschlag, nachdem sie mit 89 Jahren in einem Segelboot den Atlantik überquerte – sie war 11 Monate unterwegs.


(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});

Das Hindernis am Handgelenk

ICH HABE
GAR KEINE ZEIT


Statt: „Ich habe keine Zeit“ könnte man auch sagen: „Es ist mir nicht wichtig genug.“

Zeit wird einem nicht geschenkt, sondern man muss sie sich nehmen. Das ist ein super blöd klingender Spruch, der mich bei meiner Oma schon genervt hat. Aber irgendwie hatte sie auch Recht. Denn so wie man Augaben einsparen kann, so muss man auch anfangen Zeit einzusparen, um für sein Herzensprojekt zu arbeiten.

Immer wenn Du abends den Fernseher einschaltest, dann hast Du eigentlich Zeit. Wenn Du gerade diesen Bericht hier liest, dann hast Du eigentlich Zeit. Sogar wenn man täglich viel zu lange überlegt, was man anziehen soll und auf solch unwichtige Entscheidungen Energie verschwendet, dann hat man eigentlich Zeit. Ja, das letzte Beispiel hört sich vielleicht ein bisschen weit her geholt an, ist es aber gar nicht: Steve Jobs oder Marc Zuckerberg machen es zum Beispiel vor. Auf einer Pressekonferenz antwortete der Gründer von Facebook auf die Frage, warum er immer das gleiche Tshirt anhabe mit der Erklärung, dass er in seinem Leben so wenig unnötige Entscheidungen wie möglich treffen will, die nicht zu einer Verbesserung von facebook beitragen. Da selbst kleine Entscheidungen wie Kleidungswahl Zeit und Energie verbrauchen, versucht er solche Dinge zu vermeiden. Nehmen wir uns solche, eigentlich freie Zeit also nicht für unseren Traum, ist uns die Sache wahrscheinlich einfach nicht wichtig genug!

Schön war es wirklich nicht, das müssen wir zugeben: Zeit zu haben für den Bau unseres LKW’s bedeutete: Morgens um halb sieben aus dem Haus zur Arbeit, von da aus 12 Stunden später schon ziemlich erschöpft rein ins Auto und eine Stunde fahren, bis zur Schrauberhalle wo die Baustelle „Herman“ auf uns wartete. Jetzt schnell ein Brot essen, Werkzeug rauskramen und ein bis zwei Stunden sich rantrauen an Arbeiten, von denen man nie gedacht hätte, dass man sie einmal machen würde. Zusammenpacken, eine Stunde nach Hause fahren, um 1 Uhr Nachts ins Bett und um halb sieben wieder los zur Arbeit … ja, mehr Zeit wäre echt schön gewesen, aber für eine gewisse Dauer geht alles.

Abendessen in der Schrauberhalle Manchmal wurde es auch richtig gemütlich, beim Abendessen in der Schrauberhalle. So wie hier am Tag der Zulassung

Das Hindernis

ICH TRAGE VERANTWORTUNG
FÜR JEMANDEN

Verantwortung für jemand anderen zu tragen bedeutet, dass man nicht einfach tun und lassen kann was man will. Mit der Entscheidung Kinder zu bekommen oder einen Angehörigen selbst zu pflegen, geben wir für sehr lange Zeit einen großen Teil unserer persönlichen Feiheit ab und müssen zu dieser Entscheidung stehen. Für uns beide war zum Glück schon in sehr frühen Jahren klar, dass Kinder nicht das Richtige für uns sind und ein endgültiger Schlussstrich wurde unter das Thema gezogen. Aber auch wir haben Verantwortung für ein anderes Lebewesen übernommen, das sich das Leben mit uns nicht selbst ausgesucht hat. Unsere schon betagte Hundedame Fenja ist der Grund, warum wir nicht einfach Flugreisen machen und mit dem Rucksack unterwegs sind und warum unsere weit entfernten Traumziele auch mit dem LKW noch nicht angesteuert werden. Verschiffungen oder Reisen, die mit täglich sehr vielen Fahrkilometern verbunden sind (etwa wegen zeitlicher Einschränkungen durch Visa), kommen für uns erst in Frage, wenn wir einmal ohne Hund unterwegs sein werden – was hoffentlich noch lange dauert!

Aber bleibt das Leben deswegen stehen und alle eigenen Wünsche sind über Bord? Für viele Träume ist die Verantwortung für jemand anderen gar nicht wirklich eine Einschränkung – vielmehr sogar eine Bereicherung. Die wichtige Aufgabe sich um jemanden zu kümmern, nimmt viel Zeit und Energie in Anspruch doch trotzdem (oder gerade deshalb) sollte man sich auch Pausen gönnen, in denen man sich seinen eigenen Leidenschaften widmet. Das erst ermöglicht uns die weitere, liebevolle Erfüllung der Anforderungen, die an uns gestellt sind.

Ist Dein Traum auch das dauerhafte Unterwegs sein, dann hast Du natürlich mit mehr Einschränkungen bei der eigenen Verwirklichung zu kämpfen. Wir müssen unsere Reisepläne nur mit dem Wohlbehalten unseres Hundes abstimmen, mit schulpflichtigen Kindern sieht das schon anders aus. Aber auch für Menschen mit Kindern gilt: Das eigene Leben hat doch nicht aufgehört und man muss auch nicht nur durch die Augen seiner Kinder leben. Wir kennen Menschen, die leider nur noch erzählen, was ihre Kinder alles Tolles können und erleben. Fragt man aber nach den eigenen Hobbies, wird es plötzlich völlig ruhig und oft heißt es dann: Meine Kinder sind mein Hobby. Aber auch Kinder gehen irgendwann ihre eigenen Wege, oder nicht!?

Wenn ihr schulpflichtige Kinder habt und unterwegs sein wollt: Macht es, wie Burkhard und Sabine und nutzt die Zeit um finanzielle Rücklagen für unbegrenztes Reisen zu sparen, sobald die Kinder für sich selber sorgen können. Die beiden haben ihre Tochter von Anfang an auf ihre Pläne vorbereitet, „weg“ zu sein, sobald sie erwachsen ist. Bestimmt schadet es dem Selbständigwerden genau so wenig wie dem Selbstbewusstsein eines Kindes auch nicht gerade, von klein auf zu wissen, dass es sich nicht immer darauf verlassen kann, dass die Eltern alles regeln, sondern dass es die Verantwortung selber in die Hand nehmen muss.

Oder ihr habt die Passion wie Christian Ivan, der seinen Kindern die Welt zeigen und lehren möchte. Die vierköpfige Familie lebt in ihrem Wohnmobil und ist 10 bis 11 Monate im Jahr auf der Fahrt. Durch mehrere Instanzen mussten sich der gebürtige Rumäne und seine französische Frau mit Wohnsitz in Deutschland kämpfen, um die Kinder von der Schulpflicht befreien zu lassen. Nach der Anmeldung in einer französichen Schule unterrichten die beiden, die fließend 5 Sprachen sprechen, nun ihre Kinder von unterwegs im homeshooling. Wir haben Christian Ivan bei einem Workshop kennen gelernt, den er beim Fernreisemobiltreffen gehalten hat. Er sagte, er sei bei einem solchen Workshop einmal gefragt worden, was denn aus seinen Kindern einmal werden soll, ohne in die Schule gegangen zu sein. Seine Antwort lautete: Aus meinen Kindern werden einmal Menschen, die für Deine Kinder Arbeitsplätze schaffen…

Menschen wie er sind immer weiter am lernen, nehmen sich immer neue Ziele vor, für die sie „gut genug werden wollen“. Von inneren Hindernissen aufhalten lassen? Keine Chance! Dafür haben sie unsere größte Anerkennung und Respekt!


(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});

Fragen über Fragen

ICH WEISS NICHT
WO ICH ANFANGEN SOLL


Ist Dein Traum mit vielen verschiedenen Herausforderungen verknüpft und es erschlägt Dich schon allein die Anzahl der Themen, mit denen Du Dich auseinander setzen musst?

Keine Sorge, dieses blöde Gefühl hat uns auch schon Kopfzerbrechen bereitet. Einen Wohnkoffer bauen? Wie fängt man da an, welches Material benutzt man, wie kann man es bearbeiten, welche Werkzeuge müssen wir besorgen und wie benutzt man das dann überhaupt? Einen LKW restaurieren … für eine Tierarzthelferin und einen Artdirektor doch kein Problem! Wie können wir von unterwegs Geld verdienen? Wie geht das mit der Selbstständigkeit? Kann ich als Tierarzthelferin überhaupt irgendwie von unterwegs Geld verdienen oder soll ich das Ganze lieber gleich abhaken? Meldeadresse, Langzeit-Auslandskrankenversicherung, Oldtimergutachten, Achslastverteilung, SEO-Optimierung … die Liste der Begriffe um die sich die Fragezeichen fast so undurchdringlich rankten, wie die Stachelhecken ums Dornröschenschloss, wollte scheinbar kein Ende nehmen.

Was wir festgestellt haben: Man muss gar nicht alle Rätsel auf einmal lösen. Für den Anfang reicht es aufzustehen und einen ersten Schritt zu tun; sich ein einziges Problem herauszupicken. Nach diesem Schritt kommt der Nächste. Immer einer nach dem anderen. Auf unserem Weg ist es uns passiert, dass plötzlich Tage kamen, an denen mehrere Entscheidungen getroffen werden mussten und man nicht wirklich Zeit hatte, sich nach und nach damit ausführlich zu befassen – aber bis dahin waren wir schon „kampferprobt“ und wussten, dass es immer weiter geht; selbst wenn wir mal eine falsche Entscheidung getroffen haben.

Übrigens: Wenn Du Dich für die oben genannten Begriffe ebenfalls interessierst, dann begleite uns hier auf jeden Fall weiter. Wir werden nach und nach zu allen Themen ausführlich berichten und unsere Erfahrungen weitergeben!

UND DU?

Nun haben wir aber so lange von Problemen, Ängsten, Hindernissen und Lösungen erzählt – welches Hindernis hält Dich am meisten zurück, Deine Träume zu leben? Bist Du bereit, es als Ausrede anzusehen und los zu gehen oder hast Du es bereits geschafft, Dich nicht mehr von diesen vermeintlichen Hindernissen gefangen nehmen zu lassen? Wir freuen uns über jede Eurer Erfahrungen in den Kommentaren!

29 Kommentare zu “Warum Deine Träume sich nicht erfüllen – 5 Hindernisse in uns selbst”

  1. Whoa … lasst euch drücken für diesen Artikel!
    Zu unserem Bulli kamen wir durch genau solche Motivation – „wenn nicht jetzt, wann dann?!“
    Der Funke zur langen Tour glimmt beständig weiter, ist gerade wieder etwas heller geworden.

    Danke, <3 und Bulligrüße
    Stefan

    1. 😀 Dank Dir Stefan, das fassen wir als Kompliment auf, wenn der Artikel Funken zum heller glimmen bringen kann – Absicht: vollbracht! 😀
      Wir wünschen Euch ganz viel Freude und Energie beim Entzünden des Funkens, damit daraus mal ein gewaltiges Feuer wird! 🙂
      Fühlt Euch zurück gedrückt, wir schicken Euch die herzlichsten Grüße aus dem Herman,
      Sabine und Micha

  2. Wow! Wir haben genau die gleichen Etappen durchlebt mit Ausnahme, dass unsere Betty erst 4 Jahre auf dem Buckel hat und wir ohne Hund unterwegs sind. Ansonsten hätten wir diesen Artikel nicht besser verfassen können. Um frei zu sein muss man halt Risiken und Kompromisse eingehen. Auch wir haben viel hinter uns gelassen und lange darüber nachgedacht, ob es denn das Richtige ist… Fakt ist, wir hatten keine Antworten darauf und dachten uns schlussendlich: „Scheiss drauf! Es kann nur besser werden als dieser ständige Alltag, der sich Jahr für Jahr wiederholt“. Uns so kommt es, dass wir zur Zeit an Frankreichs Atlantikküste entlangfahren und das Leben feiern 🙂

    LG,
    Patrick & Tascha

    1. Hey, das habt ihr sehr gut gemacht, ihr Beiden! 🙂
      Ja, das war für uns auch der schlimmste Horror – die Wochen, Monate, ja selbst die Jahre sind irgendwie immer gleich und wiederholen sich mal, um mal, um mal … Du weißt genau wie der nächste Donnerstag ablaufen wird und der Donnerstag in 5 Jahren wird sich davon nicht großartig unterscheiden. Klar bringt es auch Unsicherheiten mit sich, wenn man aus diesem Alltag ausbricht – aber egal wie es läuft, wir haben später mal was zu erzählen und müssen nicht irgendwann denken: „hätt ich mich doch nur mal getraut, als ich noch konnte“ …
      Wir wünschen Euch ne grandiose Zeit unterwegs und dass ihr weiter jeden Tag des Lebens feiert!
      Liebe Grüße aus dem Herman,
      Sabine und Micha

  3. Sehr cool geschrieben. Räumt endlich mal mit diesen ganzen Vorurteilen auf.
    Habe ähnliches (sparen, Bulli restaurieren) hinter mir und bin seit 6 Wochen on Tour. Also ganz frisch 😉
    Antrieb sind meiner Passion, der Fotografie, voll und ganz folgen zu können. Das Reisen und neue Kulturen kennenlernen selbstverständlich auch. Ansonsten würde man ja nicht auf die Reiseidee kommen.
    Aber die Sprüche sind immer die gleichen.
    Toll/mutig das du das machst, ich könnte das nicht weil 1. 2. 3. usw.

    Deshalb Daumen hoch für die tolle Aufarbeitung.

    Grüße
    René

    1. 😀 Die Reaktionen sind scheinbar überall die gleichen. Wir werden auch immer als totaaal mutig bezeichnet, weil wir uns zu diesem Schritt entschlossen haben … dabei kommen wir uns meist alles andere vor als mutig. Unser Sicherheitsdenken meldet sich genauso, wie bei den Menschen, die uns sagen, sie würden sowas auch gerne tun, könnten es aber nicht, wegen 1.,2.,3. … Aber genau darum ging es mir auch. Es hat nichts mit „Augen zu und rein, ins Unbekannte“ zu tun, seine Träume zu verwirklichen, sondern mit dem Willen aus der unbekannten „Gefahr“ ein beherrschbares Abenteuer zu machen, das unser Leben spannend und lebenswert macht! 🙂

      Ein dickes Danke für Dein Lob an den Artikel und dass Du uns Deine Erfahrungen mitteilst! Wir wünschen Dir grandiose Reisen, unglaubliche Motive vor der Linse und unvergessliche Abenteuer!
      Alles Liebe aus dem Herman,
      Sabine und Micha

      PS: Mussten grade schon mal stalken. Super schöne Fotos, wir werden Deine Reise ab jetzt auf jeden Fall verfolgen! 🙂

  4. Ein super Bericht!

    Viele von den Sachen gehen mir auch gerade durch den Kopf.
    Auch euren Beitrag zu der Langzeit-Auslandskrankenversicherung muss ich mir hier nochmal ausführlich durchlesen.
    Nochmal meinen Respekt für den Beitrag, sehr gut geschrieben und coole Videos und Zitate zum Thema. Bei mir soll es Anfang 2017 auch losgehen und genau so ein Artikel macht einem Mut es wirklich durchzuziehen, danke dafür. 🙂

    Hat richtig Spaß gemacht mit euch bei Willys-Treffen.
    Wünsche euch alles gute und viel Glück, hoffe man sieht sich mal irgendwo wieder.

    Beste Grüße,
    Jonas

    1. Hey Jonas! 🙂
      Danke für diesen lieben Kommentar und Dein dickes Lob an den Bericht!
      Willst Du eigentlich direkt sehr weit weg, wenn Du 2017 Deine Tour startest? Also wir fahren jetzt überwintern, sind aber zum nächsten Willys-Treffen wieder hier – und würden uns total freuen, wenn wir uns da wieder sehen und wieder (mindestens) einen schönen Abend gemeinsam in der Wagenburg verbringen. Hat uns auch sehr, sehr viel Spaß gemacht! 🙂
      Ganz liebe Grüße und die besten Wünsche zu einem grandiosen Start 2017 – wir werden bei Dir mitlesen! 🙂
      Sabine und Micha

      1. Hi, ne nicht ganz so weit, ich möchte erstmal mit Westeuropa starten.
        Wenn alles klappt fange ich mit Süd-Spanien an, ich wollte dort überwintern.
        Dann anfang Sommer langsam zurück. Könnte gut sein das ich beim nächsten Willys dann mal wieder im Land bin. Das wäre richtig cool wenn man sich dort wiedersieht. 🙂

        Vielen Dank euch
        und alles Gute!
        Jonas

  5. Hey ihr Drei,

    toller Bericht!
    Wir haben unseren Hannibal zwar schon 16 Jahre, aber erkennen uns an vielen Punkten zu 100% wieder. Gerade jetzt nach 4 Jahren Pause wegen: „… keine Zeit, es muss ja jemand im Laden …“ , „…das müssen wir noch umbauen“ , „… wir sollten etwas sparen“ Ende August sind wir dann ENDLICH wieder los … unbezahlbar!
    Allerdings sind es bei uns ehr Altagsfluchten und kurze Reisen. Ein Leben auf der eigenen Achse können wir uns zwar gut vorstellen, ist aber fürs Erste nicht geplant.

    Euch wünschen wir weiterhin viel Spaß und viele schöne Touren mit Herman.

    Gruß
    Gabi & Vasco

    1. Hallo Ihr Beiden!

      Hey, Eurer Auto hat mal einen echt coolen Namen! Und seit 16 Jahren Familenmitglied – wow, da müssen Herman und wir erst mal noch hinkommen!
      Egal, ob kurze Reise, Weltumrundung oder lange Pause, weil andere Dinge gerade wichtiger sind … die Hauptsache ist doch, man fühlt sich wohl und ist glücklich, mit dem, was man macht. Was ich alleine schon als ganz großes Geschenk ansehe ist, wenn man sich nach scheinbar schon vielen gemeinsamen Jahren immer noch vorstellen kann, zusammen ins Auto zu ziehen, aber auch im Geschäft oder sonst gemeinsam an einem Strang zieht!
      Ganz dickes Dankeschön für Eure guten Wünsche und den total lieben Kommentar! 🙂
      Aller liebste Grüße aus dem Herman,
      Sabine und Micha

  6. Super – geweint vor Glück.
    Ihr seid junge Menschen mit einer reifen Seele. Fast hätte ich als Spätstarter nun rumgejammert, doch das Beispiel der 89jährigen Helen Tew gab mir erneut einen Kick 😉 da bin ich mit meinen fast 63J. noch frisch genug ;-)) Und natürlich habe ich nachdem ich Haus und Hof meinem Sohn überschrieben habe (behalte das lebenslange Wohnrecht) tüchtig ausgemistet. Leider ist die Hütte nun auch unwohnlich, doch wer das Eine will, muß das Andere mögen. Welch ein Segen, dass ihr euch gegen Kinder entschieden habt. Die Jahre in denen sie glücklich machen, sind nach meiner Erfahrung sehr begrenzt.
    Momentan freue ich mich sehr auf eine Reise nach Rumänien. Anschließend sind es „nur noch“ 19 Monate die ich mit Arbeit (im Außendienst) und Kurzreisen verbringen werde – dann lockt die Freiheit, falls der große Puppenspieler nicht andere Fäden zieht…………………………
    DANKE für euren Blog und natürlich hoffe ich sehr, dass wir uns wieder begegnen,
    wie beim Willy Treffen 2015

    Astrid mit Kira und Jule dem WeimaranerTeenager

    1. Guten Morgen, liebe Astrid!
      Hey, 19 Monate – das ist doch gar nicht mehr so lange hin. Die Zeit wird um sein wie nix, wenn Du die mit Reiseplanung, Vorbereitung und Vorfreude füllst! Mach Dir keinen Kopf wegen Deinem Alter und weil Du „spät“ in diesen Traum startest. Und vor allem: Lass Dir davon nicht die Vorfreude verderben! Ganz egal, in welchem Alter man ist: Die Zeit, die man hat, seine Träume zu verwirklichen, kann plötzlich viel schneller um sein, als wir gedacht hätten. Aber genau deswegen sollten wir das Hier und Jetzt genießen und nicht mit einer „Katastrophe im Kopf“ leben.
      Aber das tust Du ja scheinbar auch nicht :). Wow, wenn Du schon so ausgemistet hast, dass es unwohnlich geworden ist, bist Du mit dem Loswerden Deiner Sachen vor der großen Freiheit rechtzeitiger fertig, als wir! 😀
      Ein ganz, ganz dickes DANKESCHÖN für Dein großes Lob an unseren Blog! Es freut uns total, dass Du immer dabei bist. Ja schade, dieses Jahr warst Du nicht da bei Willy’s, oder!?! Wir würden uns auch echt freuen, wenn wir Dich und Deine beiden süßen Fellnasen wieder sehen! Planst Du nächstes Jahr ein? Wir werden auf jeden Fall wieder da sein – vielleicht sehen wir uns aber auch „on the road“, das wär ja eigentlich NOCH schöner! 🙂 … ach, ich schick Dir aufdringlicher Weise einfach mal ne mail! 🙂
      Erst mal wünschen wir Dir eine ganz wundervolle Reise nach Rumänien und viele tolle Eindücke!
      Aller liebste Grüße aus dem Herman,
      Sabine, Micha und Fenja

  7. Hallo ihr zwei.
    Sehr toller Bericht. Sehr gute HP. Gefällt mir sehr gut. Ist leider nicht mein Gebiet. Ich werde am Mittwoch mit einem Freund meinen Blog anfangen zu erstellen und werde eure HP als Inspiration nehmen, wenn ich darf.
    Ich hätte eigentlich alle Voraussetzungen um ein leben im Wohnmobil zu verwirklichen. Habe mein Wohnmobil komplett selber technisch ausgerüstet mit 400Ah Lifepo4 Accus, 1400W Solar, und alle nötigen Geräte von Victron Energie. (Ich koche sogar mit Strom) Kann alle arbeiten selber erledigen wie Andre Bonsch. Bin mit 50zig (1.2015) in den Ruhestand. Reise seit dieser Zeit viel.
    Doch leider ist meine Frau mit der ich schon 30 Jahre zusammen bin noch nicht so weit. Was ich als weiteren Hinderungsgrund ansehe. Und alleine macht einfach weniger Spass. Etwas in mir lässt mich dann nicht zu lange weg sein. Aber nun geht es nächste Woche zu zweit in die Toscana für zwei Wochen. Dann werde ich mich wieder alleine in der Nähe aufhalten bis Januar wo ich alleine nach Spanien wil. Ich bin also im Moment noch in zwei geteilt.
    Ich kann euch nur sagen macht weiter so.

    1. Hallo und DANKE für die Blumen! 🙂 Das freut einen natürlich, wenn der eigene Blog so gut gefällt, dass er anderen als Inspirationsquelle dient.

      Und wir drücken Dir die Daumen, dass Deine Frau nach den nächsten zwei Wochen vielleicht auch die vielen Vorzüge des mobilen wohnens einem festen Zuhause vorzieht – wenn einen das Fieber einmal wirklich gepackt hat, hält man es nicht mehr wirklich gut in festen Wänden aus, oder!?!

      Danke für Deine Motivation und alles, alles Liebe aus dem Herman,
      Sabine und Micha

  8. Spitzenmässig zusammengefassr! Besser kann man es wohl nicht auflisten. DAS sollen sich mal ALLE beherzigen, die immer nur reden oder träumen!
    Genau diese dargestellten Fakten veranlassten uns vor über 10 Jahren, mit 50 aus der Tretmühle D abzurücken. Haben nur bereut, es so spät gemacht zu haben!
    Jürgen & Ellen

    1. Ganz dickes Dankeschön für diese liebe Rückmeldung, ihr Beiden! Ja, manchmal fällt es nicht leicht, Ängste und Zweifel zu überwinden und das zu tun, was eigentlich das Richtige für einen ist. Auch wenn ihr es bereut, es nicht früher getan zu haben – wir finden es großartig, DASS ihr es mit 50 gemacht habt. Wie oft hören wir den Satz: „Ach, von sowas haben wir eigentlich auch immer geträumt aber jetzt ist es irgendwie zu spät“. Und das stimmt einfach nicht, es ist nie zu spät, ein Leben zu leben, das einem Freude bereitet!
      Hut ab dafür und ganz liebe Grüße aus Marokko,
      Sabine und Micha

  9. Ich bin platt ! Soviel Tiefgang hätte ich nach den vielen Blogs eher nicht erwartet (sorry !). Ihr vermittelt in den Videos eher eine spontane jugendliche Leichtigkeit, ein – in den Tag hineinleben, egal was kommt – und könnt in jeder Situation viel lachen ! Das hat mir immer schon imponiert, aber gerade deshalb habe ich nicht damit gerechnet, dass sich so viele Gedanken und Emotionen dahinter verstecken. Ihr seid ja noch in einem zarten Alter, in dem sich noch nicht so viel Lebenserfahrung angesammelt hat (na, zumindest im Vergleich zu mir, 62). Ich nehme einige Denkanstöße für meine eigene Lebensplanung mit: die wird zwar nicht im schrauben und basteln münden, sondern eher in Routen und Plätzen für naturnahes Reisen im südlichen Europa und – nach Euren Vlogs – auch in Marokko (ab Feb 2018 auch für mehrere Monate). Auch Eure Tipps und Berichte über Eure Kontakte mit den Menschen, die Ihr so trefft, und über alltägliches (Trinkwasser-Filter) finde ich sehr wertvoll. Sehr nachvollziehen kann ich eure Entscheidung, in den Reiseplänen die Verantwortung für euren Hund einzubeziehen (wir haben 3, die immer dabei sind, wenn wir reisen), daher interessieren mich auch Erfahrungen, die ihr hinsichtlich Einschränkungen wegen Fenja hattet (Fähre, Campingplätze, Städte: ihr hattet sie in Fes nicht mitgenommen). Oft muss man für Hunde z.B. extra zahlen oder darf erst gar nicht mit Hund kommen…
    Was sind eure nächsten Ziele und wie weit reichen die: bis morgen, nächste Woche oder dieses Jahr?
    Alles Gute, bleibt gesund und so lebensfroh, habt immer genug Luft im Reifen und Diesel im Tank (das wirklich Lebenswichtige wie Wasser und Essen könnt ihr euch damit holen) und vielen Dank für eure tollen Vlogs!!
    Martin Ring
    (https://plus.google.com/+MartinRing)

    1. Hi Martin, WOW, nach deinem Kommentar sind wir aber auch platt! 🙂 Vielen lieben Dank! Soooo jung sind wir ja auch nicht mehr, auch wenn wir uns jetzt sehr geschmeichelt fühlen, aber der ganze Lebensstil von uns ist schon von langer Hand geplant worden. Manchmal würden wir uns auch wünschen mit mehr jugendlicher Leichtigkeit an Dinge heran gehen zu können, aber da ist dann doch dieses blöde Sicherheitsdenken. 😉
      In Routen und Plätzen zu denken ist doch auch viel schöner, als so viel zu schrauben und zu werkeln. Man ist ja schließlich unterwegs um etwas zu erleben und da kommt auch unsere Hündin zu tragen, denn natürlich wird sie mit einbezogen, denn sie ist ganz klar auch ein Familienmitglied. Wenn es ihr nicht gut geht, geht es uns auch nicht gut. 🙂 Einschränkungen für Fenja würde es keine geben, wir hätten sie sogar mit auf die Stadtführung durch Fes nehmen dürfen, allerdings ist das halt nichts für sie. Sie hätte in viele Gebäude auch nicht rein gedurft – in Teilen der Medina sind Hunde sogar verboten. Ansonsten kommt es hier sehr auf die Region an: Im Rif-Gebirge haben wir viele vergiftete Hundeleichen am Strassenrand gesehen und auch mitbekommen, wie Hunde mit Steinen beworfen wurden um sie zu verjagen. In den großen Städten werden hingegen gerne auch mal Hunde ausgeführt und das Leben ist sehr westlich. In den Dörfern kann es sein, dass eine Person unglaubliche Angst vor Hunden hat und eine andere direkt anfängt mit Fenja zu schmusen. Die Hirten hier haben auch oft Hunde dabei und auf vielen Bauernhöfen sind auch Hunde, die eng mit der Familie leben. Auf Campingplätzen war Fenja bislang nie ein Problem.
      Unsere nächsten Ziele richten sich ganz klar nach Fenjas Gesundheitszustand! Sie wird im Sommer 14 und ist hoffentlich noch bei vielen Reisen dabei, aber große Reisen werden es nicht mehr. Wohl eher nochmal Marokko, aber da ist noch nichts genaues geplant. Für die nächsten 5-10 Jahre planen wir größere Reisen in die Mongolei mit dem Pamir-Highway und die Panamericana ist ein Traum von uns. Das sind allerdings Ziele, die wir nicht mehr mit Fenja bereisen werden, das tun wir ihr nicht an. 🙂
      Liebe Grüße und vielen lieben Dank für deine lieben Worte,
      Sabine und Micha

  10. dieser Text war wie ein „jump start“ fuer mich. ich bin im Oktober 2015 nach Deutschland zurück gekehrt. hatte 16 Jahre lang die Welt be und umsegelt. bin 1999 mit einem 50 Jahre altem Holzschiff und 2000 DM in der Tasche los. habe immer von der Hand in den Mund gelebt. es hat super Spass gemacht und ich habe immer nur gute Menschen getroffen.
    nach einer Motorradtour durch Südafrika und Namibia habe ich in Brasilien entschlossen mein Schiff zu verkaufen. wollte zurück nach Deutschland und an Land weiter reisen.
    seit dem bin ich jeden Monat einmal mit dem Auto unterwegs. erst im Vito Transporter nun Defender. aber das reicht mir nicht. die Begeisterung an Konsum, geregeltes Einkommen und super Krankenversicherung ist nicht alles und nun zu Normalität geworden.

    … ich muss weiter bevor mich der „Alltag und das Leben in dieser sicheren Gesellschaft“ total fesselt.
    ihr seit erst am Anfang einer tollen reise, nein, Lebensabschnittes. diese Energie spürt man in euren Zeilen.

    UND IHR HABT RECHT.
    danke für den funken um mein Reisefieber wieder zu entzünden. Wir begegnen uns sicher unterwegs.
    Achsbruch und Plattfuß
    Hans wakataitea

    1. Hallo lieber Hans!
      Wow, so eine Reisebilanz wie Du müssen wir uns erst mal noch erarbeiten! Respekt!!!

      Wir können uns gut vorstellen, dass man nach so einer Zeit auf Reisen und so vielen tollen Erlebnissen und Begegnungen das Unterwegs sein vermisst! Ganz besonders schön ist aber, dass wir Dir vielleicht einen winzig kleinen Ansporn geben konnten, wieder auf Tour zu gehen!

      Wir freuen uns wirklich sehr über Deine tolle, liebe Rückmeldung zu dem Artikel und es wäre großartig zu hören, wenn es bei Dir wieder auf Reise geht!!!

      Erst einmal schicken wir Dir die aller besten Grüße aus Tafraoute und wünschen Dir viel Spaß, Erfolg und Vorfreude bei der Planung des Reiseneustarts! 🙂

      Sabine und Micha

  11. Freiheit,welch wunderbares Wort,ihr Beide lebt es uns vor und habt nun das Feuer bei uns angezündet.wir sind mein Cheri Jeanine + Hans 72,-74 Jahre,seit 3 Jahren steht unser Womo in der Garage ohne je gefahren zu sein !!! Träume??? Danke für euren Bericht,wir brennen;das Abenteuer beginnt; Hans + Jeanine Frankreich

    1. Hallo Jeanine, Hallo Hans!

      Entschuldigt, dass wir uns jetzt erst zwei Tage später auf diese super liebe Nachricht von Euch melden können. Unsere Abenteuerlust hatte uns durch starke Regenfälle kurzzeitig tatsächlich von der Außenwelt abgeschnitten … hätten wir auch nie gedacht, dass wir so etwas einmal sagen würden! 😀
      Ihr beiden, wir freuen uns jetzt aber um so mehr von Euch zu lesen! Wir finden es so großartig, was Ihr uns geschrieben habt!!! Wie könnten wir uns je eine tollere „Auswirkung“ unseres Blogs vorstellen, als Menschen wie Euch dazu zu inspirieren ins Womo zu springen und eine ganz wundervolle Zeit on the Road gemeinsam zu erleben!!! Echt, Ihr macht uns glücklich, mit dieser Nachricht! 🙂
      Wir würden uns sehr, sehr freuen, wieder von Euch und großartigen Fahrten zu schönen Orten zu hören und dass Ihr dabei so viel Spaß habt, wie man sich nur vorstellen kann!!!

      Wir schicken Euch die aller liebsten Grüße aus Süd Marokko und wünschen Euch allzeit gute Fahrt mit Eurem Wohnmobil! 🙂
      Sabine und Micha

  12. Hey ihr zwei!
    Eigentlich wollte ich von google wissen, warum man beim träumen während des Schlafs keine Zeit erfährt / kein Zeitgefühl hat. Aber google hat was anderes verstanden und ich bin über diesen etwas älteren Artikel gestolpert.
    Ich habe nichts mit reisen am Hut, aber ich habe vor kurzem angefangen, meinen Traum zu verwirklichen. Mein Hobby, das Zeichnen, habe ich schon seit Jahren und wenn man das online macht, dann merkt man wie viele andere es gibt, die besser sind als einer selbst… aber viele davon haben es geschafft! Und euer Artikel zeigt mir auch nochmal, ganz unabhängig vom Thema, dass man es schaffen kann! Also, ran an die Buletten und machen. Von nichts kommt nichts! War echt interessant zu lesen. Ich wünsch euch alles gute und eine allzeit gute Fahrt!

    Andi

    1. Hallo Andi!
      Also ganz ehrlich: Über diesen Kommentar freuen wir uns wirklich besonders! 🙂
      Suuuper schön zu hören, dass jemand, der durch so einen Zufall auf den Artikel gekommen ist, sich trotzdem angesprochen fühlt und eine so liebe Nachricht hinterlässt. In dem Beitrag ging es uns auch gar nicht um die Art des Traumes, den man hat, sondern nur darum, dass man ihn unbedingt in die Hand nehmen und leben soll! :))
      Wir danken Dir von Herzen für diese wundervollen Zeilen und wünschen Dir wahnsinnig viel Spaß, Motivation, Inspiration und Erfolg beim Ausleben Deines Traumes vom Zeichnen!

      Aller liebste Grüße,
      Sabine und Micha

  13. Hallo ihr beiden,

    Wow,
    seit einiger Zeit plagen meine Frau und mich die selben Probleme ( Alltagstrott, Zeitmangel, vermeintliche Verpflichtungen und ähnlicher unnützer Kram).
    Wir haben auch geplant alles hinter uns zu lassen und auf Achse zu leben.
    Das zieht sich leider noch viel zu lange hin (Vorruhestand in ca. 5 Jahren und somit wenigstens die finanzielle Seite im Trockenen)
    Wir planen bereits schon ein wenig hin und her, sind auf der Suche nach einem für uns geeignetem „rollendem Haus“ und stellen uns viele von den Fragen, die du oben verfasst hast.
    Seit einiger Zeit verfolgen wir schon eure Berichte und Vlogs, ein ganz dickes Danke hierfür, das hat uns schon viele Fragen beatwortet und uns zu unseren Entschluss gebracht, unser Haus gegen ein Leben auf Rädern zu tauschen.
    Wir sind immer noch von einigen Zweifeln geplagt,
    ist der Entschluss richtig, was ist wenn……. Zweifel und Bedenken an jeder Ecke und Kante.
    Dieser Artikel hat uns kräftig durchgerüttelt, ihr habt vollkommen Recht!
    Wenn man immer nur von etwas träumt, wird ein Traum lange ein Traum bleiben, bis er vielleicht irgendwann verblasst oder man seinen Traum, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr verwirklichen kann.
    Für uns steht jetzt fest, wir wollen unseren Traum leben und nicht nur von unseren Leben träumen.

    Vielleicht rollt man sich ja mal über den Weg, auch wenn es bei uns noch ein wenig dauert.
    Danke und allzeit gutes Gelingen auf all euren Wegen.

    LG Monique und Holger

    1. Hallo ihr beiden!

      Wow, das ist echt richtig toll zu hören, vielen lieben Dank, dass Ihr uns Eure Gedanken geschrieben habt!

      Wundervoll, wenn sich Menschen dafür entscheiden, ihre Träume in die Hand zu nehmen – das Glück einfach beim Schopf packen und nicht warten, bis es ihnen vielleicht irgendwann von selbst vor die Füße läuft – vielleicht aber auch nicht.
      Wir freuen uns ganz, ganz besonders, wenn wir Euren Entschluss dazu bekräftigen konnten.
      Natürlich hat man vor so einer Entscheidung immer Zweifel – wir können nun wirklich nicht behaupten, dass wir die nicht auch gehabt hätten! 😀 Aber meist ist dieser völlig abgedroschene Spruch einfach wahr: „Nix wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird“ und man macht sich einfach viel zu viele Gedanken und damit sich einfach nur das Leben schwer.

      Wenn Ihr irgendwelche Fragen habt, mit denen wir Euch weiterhelfen können: Sehr gerne, immer her damit! 🙂

      Erst einmal ganz liebe Grüße, danke für diese schöne Nachricht und den aller größten Spaß und Erfolg beim Umsetzen Eurer Träume,

      Sabine und Micha

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.