Die Camargue mit dem Wohnmobil entdecken
Die Camargue: Für Menschen die ALLES wollen, ein kleines Paradies! Einzigartige Naturerlebnisse gibt es hier direkt vor den Toren touristischer Städtchen mit dem typischen südfranzösischem Charme, Sonne und weitläufigem Sandstrand, an dem man sich mit diversen Wassersportarten austoben kann.
Wir verbrachten unsere Camargue-Woche rund um das Örtchen Saintes Maries de la Mer. Es gilt als touristisches Zentrum der Camargue und obwohl sich dieser Titel nicht danach anhört: Hier erlebt Ihr Flora und Fauna dieser einzigartigen Naturlandschaft von ihrer schönsten Seite.
Die Camargue
Schwarz, Weiß und Rosarot
An den tierischen Wahrzeichen der Camargue kommt man gar nicht vorbei.
Die robusten weißen Pferde, die den Namen ihrer Herkunft tragen, erfreuen sich in Reiterkreisen bei Weitem nicht nur in Südfrankreich großer Beliebtheit, denn sie sind extrem nervenstark und zuverlässig. Hier gehören sie zum allgemeinen Straßenbild.
Wer möchte, kann seine Naturerkundung in der Camargue direkt vom Rücken eines solchen Pferdes aus unternehmen – vom halbstündigen Ausritt bis zum Pferdetrekking über 5 Tage.
Ebenso untrennbar mit der Camargue verbunden wie die Pferde der der Gardians, der traditionellen berittenen Hirten, gehören die schwarzen Stiere, die noch heute vom Pferd aus auf den riesigen Weideflächen zusammengetrieben werden. Den majestätischen Kraftpaketen begegnet man auf seinen Erkundungstouren hier eben so oft, wie den eleganten rosa Flamingos.
Traumhafte Augenblicke erlebt man, wenn man die frühen Morgen oder Abendstunden zwischen den flachen Seen (den Etangs) verbringt, die die typische Landschaft der Camargue prägen. Die großen, einfach bezaubernden Vögel, die man den ganzen Tag über beim Krebse suchen beobachten kann, ziehen dann zwischen ihren Futter und Schlafplätzen hin und her und fliegen ein ums andere mal direkt über unsere Köpfe und unser geparktes Zuhause hinweg. Wir fühlen uns wie im Bilderbuch!
Die Camargue schafft es so, innerhalb kürzester Zeit allen Stress und jede Hektik vergessen zu lassen und sich einfach der Farbenpracht hinzugeben.
Camargue kompakt:
Saintes Maries de la Mer
In den 50er und 60er Jahren wurde allerdings noch einmal reichlich zu dem kleinen Ort am Strand gepilgert – von den französischen Bohème und der kompletten Hippieszene nämlich!
So sind wir selber erst auf Saintes Maries aufmerksam geworden: Nach alten Geschichten von Sabines Papa, der selber in Schlaghosen und mit langen Haaren hier auf dem Stand gecampt hatte, wollten wir erstmals vor 5 Jahren selber einmal sehen, was vom Zauber dieser Zeit erhalten geblieben ist. Heute lebt das kleine Städtchen komplett vom Tourismus und an dem Ort, wo das Zelt von Sabines Vater am Strand aufgebaut war, gibt es nun einen großen Familien Campingplatz. Aber nichts desto trotz – der Ort ist nach wie vor besuchenswert!
Über die Sommermonate kann man in Saintes Maries eine Vielzahl von Festen miterleben, in denen traditionell die Schätze der Camargue geehrt werden – Pferde und Stiere.
Die Course Camarguaise, die regelmäßig stattfinden, sind einer Art „Stierkampf“, bei der allerdings lediglich bei den menschlichen Teilnehmern eventuell Verletzungen zu befürchten sind. Hierbei wird unter teilweise akrobatischen Einlagen versucht, einem Stier bunte Wimpel von den Hörnern zu pflücken. Im Rahmen der großen Feste wird der Stier dazu, umrahmt von traditionellen Reitern, von der Weide durch den Ort in die Arena „getrieben“.
Dieses Spektakel durften wir von 5 Jahren zufällig miterleben, als wir uns im Ort eigentlich nur mit einer Pizza versorgen wollten. Sehr positiv überrascht waren wir, wie vorsichtig dabei mit den teilnehmenden Tieren umgegangen wurde – mit den bekannten, tierquälerischen Stierrennen hat diese Tradition in der Camargue nichts zu tun!
Ich will Spaß, ich geb Gas
Pistenfahren in der Camargue
Pistenfahren in einem Naturschutzgebiet in Südfrankreich? Das hätten auch wir nicht erwartet – wenn es da nicht ein paar ganz offizielle Straßen geben würde, die schon fast echtes Offroadfeeling aufkommen lassen. Unsere Fahrt über Schotter und Schlaglöcher im Sonnenuntergang bescherte uns zum Abschluss unseres Aufenthalts in der Camargue unvergessliche Eindrücke und ein unglaubliches Farbenspiel zwischen Seen voller Wasservögel, Stieren und Pferden. Drei Stunden befanden wir uns auf der Piste und begegneten in dieser Zeit ganzen zwei weiteren Fahrzeugen!
Infos zur Stellplatzsuche
Aufgrund der vielen Naturschönheiten zu beiden Seiten der Straßen durch die Camargue, wurden in recht kurzen Abständen Plätze zum anhalten und Staunen eingerichtet. Das Womo abstellen kann man also „überall“ – aber Achtung: Das ganze Gebiet steht fast komplett unter Natur- oder Landschaftsschutz und „wild campen“ wird mit sehr, sehr saftigen Knöllchen geahndet. Natürlich kann es sein, dass ihr Glück habt und nicht entdeckt werdet, aber wenn doch, dann werden hier bis zu 1500 Euro fällig!
In Saintes Maries de la Mer sollte allerdings niemand ein Problem haben, den passenden Stellplatz für sich zu finden! Mit großen Wohnmobilplätzen auf verschiedenen Untergründen findet ganz bestimmt jeder ein Eckchen, dass er gerne bezieht. Verschiedene Vorlieben schlagen sich dabei nicht im Preis nieder – die Übernachtungsplätze kosten alle das Gleiche.
Für reine Tagesbesucher stehen von 9 bis 21 Uhr große Wohnmobilparkplätze zur Verfügung – kostenlos!
Unser Fazit
Obwohl man Flamingos rechts und Links so zu sagen an jeder Straßenecke sehen kann, sollte man sich etwas Zeit nehmen, um die Schönheit der Camargue wirklich zu entdecken. Rast man hindurch, so erschließt sich einem diese faszinierende Landschaft vielleicht einfach nur als flache Ebene, in der ungewöhnlich viele Pferde gehalten werden. Ist man dagegen aufmerksam mit und in der Natur unterwegs, erlebt man einen ungewöhnlichen Artenreichtum und nimmt faszinierende Eindrücke mit nach Hause.
Vielleicht noch ein kleiner Tipp am Rande zur Artenvielfalt: Vergesst besser nicht eine größere Mengen Mückenschutz einzupacken! Wir haben hier sehr gute Erfahrungen mit Anti Brumm
gemacht!
HAT EUCH
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Ein ganz, ganz herzliches, liebes „DANKESCHÖN!!!“ sagen Sabine, Micha, Fenja und der dicke Herman!