Die Trockentoilette, auch Trenn- oder Komposttoilette genannt, erfährt bei Wohnmobilbesitzern gerade einen merklich ansteigenden Trend – und das aus gutem Grund!
Nach unseren negativen Erfahrungen mit der Kassettentoilette in unserem früheren Kastenwagen, durchforsteten wir die Alternativen zur gängigen Campingtoilette.
Unserer jetzigen Lösung standen wir zuerst kritisch gegenüber. Sollten dabei wirklich keine unangenehmen Gerüche aufkommen? In der Zwischenzeit möchten wir die unglaublich großen Vorteile der Trockentoilette, die gerade im Wohnmobil zum tragen kommen, nie wieder missen.
EINE TROCKENTOILETTE?
WAS IST DAS DENN?
Die Funktion einer Trockentoilette beruht darauf, dass Festes und Flüssiges in voneinander getrennten Behältern landet.
Unglaublich aber wahr: Nicht die festen Hinterlassenschaften sind es, die ihre Umgebung mit üblen Gerüchen belasten. Erst ihre Vermengung mit Urin macht daraus das, was uns stinkt. Der im Urin enthaltene Ammoniak ist hochaggressiv und was am Ende dieser Mischung steht, ist Gülle. Keine besondere Wohltat für die Nase! Bei der Trockentoilette werden die Fäkalien in einem Eimer direkt in der Toilette aufgefangen, Urin wird über einen Schlauch in einen extra Behälter geleitet. In unserem Fall (wie bei den meisten anderen auch), aus dem Innenraum des Wohnmobils heraus und unter das Fahrzeug. Auch eine Zusammenführung mit dem Abwasser aus Dusche oder Spüle ist denk- und machbar.
DIE VOR- UND NACHTEILE
AUF EINEM BLICK!
VORTEILE:
NACHTEILE:
ABDECKEN
STATT ABSPÜLEN?
Genau! Die festen Hinterlassenschaften verbleiben (wie bei einer Kassettentoilette ja eigentlich auch) im Auffangbehälter der Wohnmobiltoilette. Es wird allerdings kein Wasser zugegeben. Ein Spülen der Toilettenschüssel mit Wasser ist auch nicht notwendig. Die Öffnung, durch die die Feststoffe fallen ist viel größer bemessen, als die einer Spültoilette und somit wird die Umgebung gar nicht erst verschmutzt! Auch einen beschmutzten und nur schwer zu reinigenden Schieber gibt es nicht.
Statt mit Wasser abzuspülen, wird das, was im Sammelbehälter landet, einfach mit einer Handvoll Streugut abgedeckt. Das bindet Gerüche. Bei Toiletten, die keinen Sichtschutz haben, der bei Belastung des Toilettensitzes erst den Blick in den Behälter freigibt, fungiert das Streugut außerdem als ästhetisches Abdecken.
EINFACH WASSER SPAREN?
Wir benutzen zum Beispiel einfach Nagerstreu. Hast Du ebenfalls einen Holzofen im Wohnmobil, kannst Du gut auch die Asche dafür verwenden, da diese stark geruchsbindend wirkt.
Auf diese Weise brauchst Du keine Wasservorräte zu tanken und mit viel Gewicht durch die Gegend zu fahren, die am Ende einfach nur die Toilette hinunter gespült werden. Auch auf den Einsatz von zersetzenden, geruchsüberdeckenden Chemikalien kann völlig verzichtet werden. Alle Gerüche, die sich jetzt noch im Wohnmobil ausbreiten könnten, werden aus dem Inneren des Fahrzeugs geleitet, noch bevor sie die Toilette verlassen. Ein Lüfterrohr wird hierfür oberhalb der Toilette durch die Wand nach außen geführt, in dessem Inneren sich meißt noch ein kleiner Ventilator befindet und die Toilettenluft zuverlässig nach außen befördert. Wir haben einen möglichen Stromverbrauch dieses Ventilators guten Gewissens nicht in die Nachteileliste der Trockentoilette mit aufgenommen. Nach geraumer Zeit der Dauerbenutzung ist der Einsatz dieses Teils in unseren Augen mehr als überflüssig! Bis heute ist unser Ventilator an keinem Kabel angeschlossen und das wird er durch die fehlende Notwenigkeit wohl auch niemals werden.
ENTLEERUNG
EINER TROCKENTOILETTE
Ein großer Vorteil der entsteht, wenn in einer Wohnmobiltoilette kein Wasser benutzt wird, liegt in der wesentlich angenehmeren Entleerung und viel längeren Intervallen. Mit unserer früheren Kassettentoilette mussten wir spätestens jeden dritten Tag einen Stellplatz mit Ver- und Entsorgung aufsuchen, weil die Kassette bis zum Rand mit diesem sehr unschönen „Geschwabbel“ gefüllt war. Wir nannten die Stationen zur Entleerung immer „die Klappe des Grauens“ und das waren sie auch. Nach Erledigung dieser unangenehmen Tätigkeit hatte man immer das Gefühl, als müsse man nicht nur die Hände, sondern sich einmal von Kopf bis Fuß desinfizieren. Wässrige Mischungen mit festen Anteilen spritzen beim Ausleeren aus einem nicht perfekt dafür geformten Behälter nun einmal gerne – unsere eigene, sowie die von anderen. Lassen wir das Thema!
Die Entleerung des Sammelbehälters einer Trockentoilette läuft dagegen nicht anders ab, als die Entleerung unseres Hausmülleimers. Drei verschiedene Wege können wir für die Entsorgung nutzen.
DIE RESTMÜLLTONNE
Unsere Tüte kann einfach mit in eine Restmülltonne gegeben werden. Mit Babywindeln passiert schließlich genau das Gleiche! Uns Wohnmobilfahrern verschafft das den Vorteil, dass wir öffentliche Tonnen dafür nutzen können und nicht zwingend auf einen Stellplatz mit Entsorgungsstation angewiesen sind. Einfach Tüte zu und raus bringen.
Wir hören oft, dass das mit der Tüte doch bestimmt total eklig ist. Mal ehrlich: Selbst beim Wegräumen von Hundekot wird sich nicht so viele Gedanken um die Ekligkeit gemacht, als wenn es ums kurze Anschauen unserer eigenen Hinterlassenschaften geht.
DER KOMPOST
Was wir in unserer Tüte sammeln (inklusive Toilettenpapier und natürlich Abdeckmaterial), lässt sich tatsächlich wunderbar kompostieren. Zusammen mit anderen anfallenden Pflanzenmaterial verrottet es mit der Zeit. Bei Verwendung der richtigen Beutel für unseren Sammelbehälter, brauchen wir diesen dafür nichtmal zu entleeren. Sie können einfach mitkompostiert werden und verrotten rückstandslos.
Perfekt zum Kompostieren und umweltfreundlichen Entsorgen: „Plastik“-Beutel aus Maisstärke. 100% biologisch abbau und kompostierbar!
TIPP: Lichtgeschützt und trocken aufbewahren! Durch Kontakt vor allem mit Feuchtigkeit, beginnt die Zersetzung und das soll sie ja erst, wenn wir das wollen. Lasse diese Beutel deswegen auch nicht länger als drei Wochen in Deinem Sammeleimer!
Der Reifeprozess von solchem Kompost dauert bei normal ausgebrachten Abfällen zwar knapp zwei Jahre, doch hast Du einen Thermokomposter im Garten, wird der Verrottungsprozess wesentlich beschleunigt. Auch ist durch die sogenannte Heißkompostierung der Abbau von Mikroorganismen aus dem Darm oder eventuell vorhandenen Krankheitserregern sicher gewährleistet. Solchen Kompost kannst Du sogar auf deinem Feld für Kopfsalat und Radieschen ausbringen!
Für Gartenbesitzer, die mit ihrem Wohnmobil in Urlaub fahren, ist die Trockentoilette also geradezu perfekt. Das Entleerungsintervall ist so groß, dass man sich im Urlaub darüber keine Gedanken machen muss und anschließend wird dann einfach bester Humus aus dem gemacht, was man mit nach Hause bringt.
OHNE KOMPOSTANLAGE ODER TONNE
Bei langen Reisen in einsame Gegenden, in denen es keine Bevölkerung oder Müllentsorung gibt, findest Du auch keine Entsorgunsstationen vor. Spätestens bei der Planung solcher Reisen wird klar, dass Wasserreserven zu wertvoll für die Toilette sind und Entleerungsstationen für Chemieklos nicht so dicht gesäht. Die Trockentoilette ermöglicht es Dir, den kompostierbaren Beutel ohne Umweltprobleme zu vergraben und der Verrottung in der Natur zu überlassen.
URIN ALS
WERTSTOFF?
Ähnliches wie für die Kompostierung des Sammlelbehälters zu wertvollem Humus, gilt auch für unseren Urin. Er eignet sich hervorragend als Pflanzendünger. Ein wissenschaftlicher Vergleich mit einem Volldünger am Zentrum für angewandte Ökologie Schattwald hat gezeigt, dass Urin eine ähnlich gute Qualität besitzt!
Urin ist in aller Regel bakteriologisch steril und deswegen gibt es hier aus hygienischer Sicht keine Bedenken. Dies ist auch der Grund, warum frischer Urin nicht stinkt. Erst nach etwa zwei Wochen, wandelt sich der Harnstoff zu Ammonium und Ammoniak um, was den bekannten, unangenehmen Geruch verursacht.
Um Urin als Dünger auszubrigen, verdünnst Du ihn einfach 1:3 bis 1:5 mit Wasser.
Auch das macht die Entleerung unserer Wohnmobiltoilette natürlich besonders umweltfreundlich und einfach. Urin kann neben dem Einsatz als Dünger natürlich einfach in die normale Kanalisation eingeleitet werden.
EINBAU
EINER TROCKENTOILETTE
IM WOHNMOBIL
Der Einbau einer Trockentoilette ist denkbar einfach. Du kannst Dich für eine fertige Toilette entscheiden, bei der Du bereits alle Einbau- und Zusatzteile erhälst. Es gibt sie natürlich in verschiedenen Ausführungen, Designs und Preislagen.
Das Modell im Herman?
Die Separett Villa 9010
UNSERE EMPFEHLUNG:
GÜNSTIGER EIGENBAU!
Eine Trockentoilette kannst Du auch günstig und genau auf Dein Platzangebot im Wohnmobil zugeschnitten selber bauen. Hier gibt es natürlich unzählige Lösungswege. Vielleicht hast Du bereits eine Außenklappe für die Entnahme Deiner zuvor verbauten Kassette in der Außenwand. Diese eignet sich natürlich auch um den Sammelbehälter zu entnehmen. Oder Du möchtest bei Deinem Selbstbau auf unnötige Außenklappen verzichten, dann machst Du es wie bei unserem Modell, bei dem der Eimer nach oben durch Aufklappen der Toilette entnommen wird. Hier sind individuelle Wünsche und Gegebenheiten ausschlaggebend.
Wichtig ist, dass Du bei Deinem Einbau die Entlüftung nach draußen nicht vergisst. Diese leitet nicht nur die Luft und somit die Gerüche aus der Toilette nach außen, sondern die Luftzirkulation sorgt auch dafür, dass die Oberfläche der Fäkalien innerhalb kurzer Zeit trocken – und damit praktisch geruchsfrei ist.
Mit diesem Trenneinsatz ist der Rest des Eigenbaus ein Kinderspiel!
Auch für die Unterbringung des Urinbehälters gibt es diverse Lösungen. Bei uns sitzt er mit 30 Litern Volumen, im Rahmen unseres LKW, unter dem Aufbau. Natürlich kannst Du ihn aber auch einfach vor dem Sammelbehälter unterbringen. Vielleicht musst Du aus Platzgründen dann ein kleineres Volumen wählen, doch sparst Du Dir einen Durchgang durch den Boden Deines Wohnmobils und eine lange Schlauchleitung für den Urin.
Wenn Du bereits eine Trockentoilette in Dein Wohnmobil eingebaut hast, schreib uns Deine Lösung doch in die Kommentare, wir freuen uns über gute Ideen und Erfahrungen!
HAST DU
NOCH FRAGEN?
Wenn Du noch Fragen hast, beantworten wir sie Dir gerne. Schreib uns doch einfach einen Kommentar und wir werden schnellstmöglich versuchen Dir weiter zu helfen!

65 Kommentare zu “Trockentoilette im Wohnmobil”
Die nächste Lösung wäre eine Toilette, in der ein Beutel gehangen wird und den man nach gebrauch zubindet und im nächsten Abfalleimer entsorgt. So gelangt die Notdurft in die Verbrennungsanlage und kann noch mal richtig Gas geben. Für mich die zweitökologistischte Entsorung, wenn man sich viel Platz sparen will.
Hallo Dieter! Dein Gedanke geht sehr stark in die gleiche Richtung, wie bei unseren Freunden von Traumtanz.eu. Die beiden haben dazu noch einen ganz speziellen Trick, über den wir uns auch erst einmal sehr gewundert haben – aber das lassen wir die beiden lieber selbst erzählen ? . Wenn Du magst, schau doch mal vorbei auf ihrer Seite, das lohnt sich echt! ?
Danke für Deine Beteiligung an dieser Diskussion, die „voll fürn Arsch“ ist! ?
Liebe Grüße,
Sabine
Hi Brezen Bär! ?
Da hast Du natürlich vollkommen recht, das wäre eigentlich die beste Lösung!
Ich muss gestehen, dass ich da nicht „hart gesotten genug“ für bin ? . Ich stells mir für mich persönlich gar nicht so einfach vor, da ein „passendes Plätzchen“ zu finden und wenn man, so wie ich manchmal eben einfach ein „Frauenbläschen“ hat, dann bin ich echt froh drüber, eine Toilette immer „griffbereit“ zu haben. ?
Danke für Deine Beteiligung an diesem besch…eidenen Thema, das wissen wir zu schätzen! ?
Unsere aller liebsten Grüße,
Sabine und Micha
Eine Interessante Idee, was spricht gegen den Urin in den Grauwassertank zu leiten? Wenn euch mal das Holz ausgeht, habt ihr direkt nen Alternativbrennstoff ?
Leider mit 67cm genau 25cm zu tief für mein Bad. Schade eigentlich. Wäre ne Alternative für mich gewesen, auch wenn ich jetzt schon 3 Wochen meine Ruhe habe und keine Kasetten schleppen muss.
Grüße Andre
also die definitiv ökologischste lösung ist sein geschäft draussen zu verrichten und kein klopapier zum säubern zu benutzen sondern wasser wie in indien ? klingt erstmal schräg, aber ist im grunde genommen wesentlich hygienischer als sich alles mit papier zu verschmieren ?
einziger nachteil man muss sich ein angenehmes plätzchen suchen was aber tatsächlich auch garnicht so schwer ist, vorallem dann wennman abseits von allem ist, ansonsten gibts ja toileten wie sand am meer ? damit spart man sich gewicht, geld und platz ?
Hi Andre! ? Ja, die Separett ist nicht grade ein Winzling, da kann’s in vorhandenen Womobadezimmern schnell mal eng werden. Gegen die Idee, den Urin ins Grauwasser zu leiten spricht allerdings nicht das Geringste! Machen wir mit einem der beiden Behälter, die dafür vorgesehen sind auch! Also das System als solches würden wir wirklich ganz unbedingt empfehlen, auch wenn das Modell Villa vielleicht zu große Abmessungen hat. Es gibt andere Modelle, von denen vielleicht eins passt!?! Und wenn nicht lässt sich so ein Toilettensystem echt leicht selber bauen. Warum Deine Kassette schon drei Wochen hält, darüber stelle ich jetzt einfach mal im Stillen Vermutungen an! ?
Ganz, ganz liebe Grüße,
Sabine
Hallo Ihr Beiden! ?
Danke für die Infos zu Eurem Toilettenumbau! ? Das ist natürlich auch eine gute Idee, die Ihr da hattet und ich find klasse, dass Ihr die Abwässer auffangt und zur Spülung der Toilette benutzt! Und vor allem, dass Ihr keine Chemie verwendet! Das macht doch schon mal einen zieeemlich großen Unterschied!!! ?
Was uns persönlich nur zusätzlich noch von einer Pumpentoilette zugunsten eines Kompostklos abgehalten hätte, war, dass an letzterer einfach NICHTS kaputt gehen kann. Wir hatten zum Beispiel bei Andre von Amumot.de diesen Artikel gefunden, wo wir uns dachten: Ersatzteile? Verstopfungen? Nö. Nicht, wenns zu vermeiden ist! ?
Echt super, dass Ihr Euch an dieser Scheiß-Diskussion beteiligt! *freu* ?
Aller beste Grüße zurück,
Sabine und Micha
Also was sich seit 26 Jahren bewährt kann auf keinen Fall verkehrt sein! … ist ja auch keine Spültoilette ?
Was ich halt einfach an „länger gesammelten Geschäften“ gut finde ist, dass ich nicht so viel Plastikmüll mit einer Tüte für jede Toilettenbenutzung produziere, sondern nur eine im Monat. Da kommt mein Müllvermeidersyndrom durch ? .
Danke für Deinen Erfahrungsbericht! Ist bei so einem Thema ja nicht selbstverständlich, da „Einblick“ in fremde Badezimmer zu erhalten. ?
Die besten Grüße,
Sabine und Micha
Ja, für die Separett ist das echt leider zu eng. Aber es ist überhaupt kein Problem eine Trocken-Trenntoilette in genau den Maßen, die man gerne hätte selber zu bauen – würden wir in Zukunft auf jeden Fall auch so machen! Dieser Trenn-Aufsatz hier, ist eigentlich das einzige, was man wirklich braucht, der Rest wird einfach simpel außen herum gebaut, wie bei der Eimertoilette, die man leider nach jeder Benutzung entsorgen muss auch.
Genau so mache ich das auch. Praktische Lösung, einzig der Plastiktütenverbrauch ist wirklich recht unschön. Und ich habe mir aus einer Großküche einen alten Ketchupeimer mit Deckel besorgt, darin kann man dann auch die einzelnen Tüten für ein paar Tage mit durch die Gegend fahren ohne Geruchsbelästigung, sollte grad kein passender Mülleimer in der Nähe sein.
Hallo Ihr Drei……
wir haben bei unserem WOMO das herkömmliche wandhängende WC umgebaut bzw. ausgetauscht nach einigen Ideen zur „Schifffstoilette“ auch aus Keramik von der Firma Compass – Eigenmarke (baugleich mit Jabsco, nur erheblich günstiger). Dazu hatte ich erst die Idee, den innen liegenden Wandspülkasten weiter zu nutzen. Das habe ich dann aber verworfen. Also kam neben die elektrische (Handpumpe tut’s aber auch bei vielen gut) Spülung ein 20 Literkanister. Dieser wird gespeißt, wenn erforderlich, über einen Abzweig vom Waschbecken mit Frischwasser. Dazu werden alle weiteren aufgefangenen und verwertbaren Spülwasser in diesen Kanister gekippt. Somit benötigen wir nur wenig Frischwasser. Wir haben nur einen Abwassertank! Seitdem haben wir lange nicht mehr ein größeres Wasser- oder Abwasserproblem! Das ganze wird natürlich ohne Chemie betrieben, also Natur! Wir finden eine Superlösung für uns! Und am besten normales, kein Recycltes, Toilettenpapier benutzen!
Reicht das jetzt zum Scheißhaus-Thema ????
Grüße
Michael + Sandra
Genau die Lösung, die Bruno sur la Route schildert, habe ich seit 26 Jahren in meinem VW T3 Bulli in Gebrauch. Einfache Eimertoilette, in den Eimer den Müllbeutel reingehangen, nach der Benutzung wird der Beutel zugeknotet und landet sofort in der Restmülltonne. 5 Minuten querlüften und nichts ist mehr zu merken (riechen).
Hallo Sabine, hallo Michael!
Und hier noch was für die ganz Harten: http://www.bumperdumper.com/
? ? ?
http://www.bullizei.de.tf
na toll, da recherchiert man wochenlang, vergleicht Zahlen, Daten, Fakten-Ein Ergebnis zeichnet sich ab, man sucht sich das passende Produkt und dann veröffentlicht ihr diesen Artikel. Es ist exakt das Resultat , auf das auch auch ich kam. selbst das favorisierte Modell ist das selbe. Hättet ihr nicht vier Wochen schneller sein können, das hätte mir viel Arbeit erspart ? Sehr gut recherchiert und die richtigen Gedanken zu unserem Mist. Danke, wenn auch zu spät ? Beste Grüße und gute Geschäfte, Jürgen
Hi Philip! Wieso machst Du denn dann überhaupt „einzelne Tüten“? Könnte man nicht auch ein Bindemittel (wie bei uns etwa ein bisschen Hamsterstreu) reintun, um die Flüssigkeit aufzusaugen und die Tüte dann mehrfach verwenden? Das müsste doch gehen, obwohl Urin und der Rest nicht getrennt sind und man würde sich den Einkauf hunderter Plastikmüllbeutel sparen und der Umwelt auch? …Ausprobiert hab ich diese Methode halt auch noch nicht…
Lieben Gruß,
Sabine
Moin,
mit dem Thema hatte ich mich auch genügend beschäftigt, da ich nichts so hasse wie die Kassetten.
Allerdings widerstrebt es mir, das Gelbe ins Grauwasser zu geben. Da kommen auch so einige Liter zusammen ?
Wenn der Tank im Sommer warm wird, fängt selbst das Grauwasser an zu müffeln, wenn dann noch das Gelbe dabei ist… ?
Wir fahren auch mal unwegsames Gelände, da kann es passieren, das der Syphon leer läuft. Wenn man dann vergessen hat, die Stopfen in den Abfluss zu stecken, aber hallo ?
Da ist ein völlig geruchneutrales Entsorgen auch nicht möglich.
Da bleibe ich besser bei dem Festtank mit Häckser. Da kommt kein Papier kein, mehr als max. ein Liter Wasser/Gang wird nicht benötigt und dieses Wasser kommt fast ausschließlich vom Spülen/Waschen.
Dank Ammovit kaum Geruchsbelästigung und es entsteht nichts als Dünger, hab ich schon in den Garten gekippt, ist gut gegen Moos.
Über Schlauchsystem ist die Entsorgung überall ein Kinderspiel.
Ich finde die alternativen Lösungen faszinierend, fürs Womo bin ich aber nicht wirklich überzeugt.
Wenn ihr damit klar kommt, ist ja ok!
LG Michael
so ein Schei…Diskussion hier – aber ja sehr sehr wichtig! Es war für uns im Sommer 2015 eins der Hauptthemen. Unser Transit hat nix – kein Klo, keine Dusche und keine Küche. Ging dennoch irgendwie halt.
Im kleinen Auto entschieden wir uns
1. für die Natur. Ging mir wie Dir Sabine – aber mit der Zeit bekommt man Übung. Echt Sch.. dann bei Regen ? und mitten in der Stadt wie am Parkplatz von Verseille. Morgens schnell raus und den Baum anpinkeln ging dann aber doch.
2. Städte nutzen und dort – Einkaufszentren – große Parkplätze und oft sehr saubere Toiletten Besser als Mc.Dingsen.
In einem größeren Fahrzeug würden wir Eure Variante einbauen. Haben wir hier stationär auf einem Gemeinschaftsgrund (Garten-der-Generationen) gebaut – funktioniert super seit Jahren und wie schon beschrieben, das Trennen ist das Geheimsnis des Geruchs :-).
Wünschen Euch entspanntes Reisen und in NÖ könnts derzeit noch jederzeit einen schönen Stellplatz für a Zeiter finden. Liebe Grüße, Wolfgang
Hallo Ihr Zwei,
die Trenntoilette haben wir seit mittlerweile 3 Jahren auch bei uns zu Hause. Es ist schon sehr dekadent den kleinen Haufen mit 10 Liter feinsten Trinkwasser hinwegzuspülen. bei den Resten die ein Chemieklo hinterläßt sollte man Wissen das nur ein Chemieklo eine Kläranlage für 100.000 Haushalte überlastet.
Der Anfang war gewöhnungsbedürftig, die schrägen Blicke von Besuch noch gewöhnungsbedürftiger, jetzt möchten wir es nicht mehr missen.
Viel Spaß weiterhin und liebe grüße Jens und Heike
Hallo Michael!
Ja, Kassetten sind wirklich das Schlimmste, oder! ?
Also für das „Gelbe“ haben wir einen extra Behälter unterm LKW, getrennt vom Grauwasser. Falls der Grauwassertank aber mal schneller voll sein sollte, als erwartet, können wir (demnächst) aber auch „umschalten“ und zusätzliche, freie Reserve im „Pipitank“ nutzen. Es funktioniert dann genau so, wie bei Dir: An dem Behälter ist ein Schlauch angeschlossen, der einfach in den nächsten Abfluss gelegt werden kann. Sollten dann tatsächlich von den Tanks her mal schlechte Gerüche nach oben in den Wohnraum steigen wollen, haben diese allerdings maximal eine Chance bis wieder hoch zur Toilette! Denn dann schließen wir unseren Ventilator, den wir bisher nicht gebraucht haben endlich mal an, der alles, was da gerne müffeln möchte, direkt einfach nach draußen befördert! ?
Wie ich das verstehe hast Du fürs Papier einen extra Mülleimer im Bad!?
Ich finde klasse, dass Ihr Eure Spül- und Waschabwässer zum Spülen der Toilette benutzt! Und Ammovit ist wohl das geringste Übel, was man seinen Hinterlassenschaften zusetzen kann! Super, wenn das gut funktioniert und toll, dass ihr das so umweltfreundlich hinbekommt, mit Eurem System! ?
Danke, dass Ihr Eure „Toilettenerfahrungen“ mit uns teilt!
Ganz liebe Grüße,
Sabine und Micha
Hi Michael, schön, dass Du Dich nochmal meldest! ?
Also da hast Du wirklich Recht, das Papier macht ja fast den größten Teil des Eimerinhalts aus! Danke für den Tipp, da sind wir von selber noch nicht drauf gekommen, obwohl das ja echt naheliegend ist, wenn man lange Ruhe mit der Toilettenentleerung haben möchte!
Also wir freuen uns echt total, dass der Artikel zu so viel produktivem Meinungsaustausch geführt hat, das hätten wir bei dem Thema eher nicht erwartet! ? Deswegen nochmal ein großes Dankeschön für Eure Erfahrungen und Tipps und wir würden uns auch sehr freuen, wenn sich unsere beiden rollenden Behausungen einmal über den Weg fahren! Denke über so ein sch… Thema hinaus, hätten wir viel gemeinsamen Gesprächsstoff! ?
Wir schicken Euch ganz, ganz liebe Grüße,
Sabine und Micha
Die Planung für den Umbau läuft, mir gehen diese Kassetten so was von auf den Wecker.
Gruß
Andreas
Hallo Heike, Hallo Jens!
Vielen lieben Dank, dass Ihr uns Eure Erfahrungen schreibt!!! ?
Absolut grandios, dass Ihr die Trenntoilette auch zu Hause habt. Wie ich das verstehe, hat Euch der Umweltgedanke dazu veranlasst!?! Krass, das wussten wir garnicht, dass ein Chemieklo, in Zahlen ausgedrückt, SO krass ist! :O Wahnsinn, oder!?! Warum darf so etwas überhaupt verkauft werden??? :/
Um so toller, dass Ihr den schrägen Blicken Eurer Besucher stand gehalten habt und jetzt offensichtlich überzeugter von der Entscheidung zur Komposttoilette seid, denn je! ?
Sollten wir irgendwann mal wieder sesshaft werden (dann wohl in Bauwagen oder ähnlichem), bleiben wir auch 100% unserem Trockenklo treu!
Vieeele liebe Grüße an Euch beide,
Sabine und Micha
Hallo Ihr Beiden! ?
Ja, gehen tut alles irgendwie! Ich glaube, ich bräuchte aber trotzdem ne Weile, bis ich mich an die Lösung „Natur oder Einkaufszentrum“ gewöhnt hätte ? – in dem Auto hattet ihr dann aber nicht auf Dauer gewohnt, oder!?!
Klasse, dass aber alle, die das mit der Trenntoilette erst mal ausprobiert haben, dies als die beste und auch geruchlose Lösung ansehen. Da sind wir mit unserer hohen Meinung zum Kompostklo offensichtlich wirklich nicht alleine! ?
Ein „Garten der Generationen“ hört sich für mich übrigens auch sehr interessant an! wir würden gerne viel über Permakultur lernen und in Gemeinschaft mit anderen weitestgehend selbstversorgend leben, wenn wir jetzt nicht lange Zeit auf Reise gehen wollen würden. Aber einiges über Permakultur lernen wir dabei hoffentlich trotzdem, wenn wir auf verschiedenen Bio-Höfen zum wwoofen sind! Vielleicht kommt der selbstversorgende Lebensstil dann, wenn wir „reisemüde“ geworden sind! ?
Ganz liebe Grüße an Euch zwei,
Sabine und Micha
Hi Ihr Beiden ?
Wir sind viel mit dem Schiff unterwegs gewesen, da ist das mit dem Papier die Regel. Selbst in der dritten Welt ist der Einsatz von Papier auf den kleinen Schiffen verboten. Sie haben gelernt!
Das Papier in einen Beutel (im Eimer) zu entsorgen, stellt wirklich kein Problem dar und ich bin ja pingelig ?
Da riecht man nichts und auf den Booten waren teils 30 Grad auf der Toilette.
Vielleicht auch eine Idee für euch, denn Papier (Zellulose) verrottet nur widerwillig und da sammelt sich ja eine Menge an. Ich denke, die Standzeit eurer Toilette würde sich noch deutlich verlängern. Und so ein kleines Beutelchen kann man gut so nebenbei entsorgen…
Wenn ich das jetzt bei euch so lese, muss ich sagen, hätten wir da mal eher von gehört, dazu noch mit dem Nebeneffekt einer günstigeren Lösung.
Ich hoffe, wir fahren uns mal über den Weg!
Liebe Grüße,
Michael
P.S. Ich hoffe, der blöde Nick ist verschwunden
Ich habe das wichtige Thema erst mal sacken lassen, auch wurde alles Wichtige bereits diskutiert – aber noch nicht von jedem ? Das mit der seperaten Toilettenpapierentsorgung praktiziere ich bereits lange auch im festen zu Hause (meiner Lehmhütte) Nun meine Frage:“ Wo findet ihr immer Restmülltonnen“? Oft habe ich schon mit den Hundekotbeuteln die Schwierigkeit, sie umweltgerecht zu entsorgen.
Herzliche Grüße von Astrid aus der Prignitz
mit der Mini Fenja, die nun auch bald ausgewachsen ist.
Hallo liebe Astrid, schön Dich zu hören! ?
… und schön, dass Du bei diesem wundervollen Thema mitdiskutierst! ?
Also das mit den Restmülltonnen ist ja wirklich so ein Thema für sich. Wir sehen immer zu, dass das, was wir zu entsorgen haben, nicht so viel auf einmal wird. Wir versuchen gleich beim Einkauf möglichst wenig Müll mit einzukaufen und wenns geht, diesen gleich beim Supermarkt zu lassen. Für den Rest sind, zumindest im Moment noch, z.B. Autobahnrastplätze eine wichtige Anlaufstelle für uns. Wir sehen das auch immer von mal zu mal, wo wir mit entsorgen können… Hundekotbeutel sind bei uns zum Glück weitgehend überflüssig, da Fenja von sich aus NUR auf Stellen macht, wo man ihr nicht freiwillig hin hinterher laufen würde ? Das ist für uns ganz praktisch und toll, da wir auf unnötigen Plastikmüll verzichten können … aber NATÜRLICH soll das nicht heißen, dass wir ihre Häufchen nicht aufsammeln, wenn sie „erreichbar“ liegen!
Ganz, ganz liebe Grüße an Deine kleine Weimimaus, aber natürlich auch Deinen anderen vierbeinigen Begleiter!!!!! ? … war das mit der „Lehmhütte“ eigentlich ernst gemeint???
Die aller herzlichsten Grüße von uns dreien ?
Hallo Max! ?
Also wir können Euch versichern: Wir hatten genau die gleichen Bedenken!!! ? Aber „wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ – nach der Testphase können wir nur sagen: Spart Euch das bloß, mit sowas, wie einem 200l Zusatztank!!! Es kann so einfach, praktisch und geruchsfrei sein!!! ?
Die aller liebsten Grüße zurück,
Sabine
Hallo Sabine,
toll das es bei euch so gut klappt. Meine Frau hatte da immer etwas bedenken mit den Gerüchen, sind aber z.Z. nun doch wieder am überlegen ob nicht doch die Trenntoilette in frage kommt. Dann bräuchte ich auch keinen 200l Zusatz-Tank mehr installieren damit wir 14Tage autark sind.
Sonnige Grüße
Max
Ja liebe Sabine, mein Fachwerkhaus (an den Sohn überschrieben-lebenslanges Wohnrecht………………will aber fahren und nicht wohnen ;-)) besteht zu großen Teilen aus Lehm. Vielleicht lernt Ihr es mal auf einen Zwischenstop kennen, Platz ist auf der Wiese ohne Ende und in der Nähe gibt es Highlights http://www.elefantenhof-platschow.de
In diesem Sinne, alles Liebe wünscht Euch
Astrid und ihr Dream Team
Hallo Sabine ,
Ich habe die separet Toilette in Skandinavien und Italien kennen gelernt und war sehr schnell überzeugt. Habe dann ein Bausatz „obenrum gekauft , Kiste aus multiplex darunter und alles in den shelter auf dem Steyr eingebaut.
Ich verwende Kalk zum abstreuen, das geht auch sehr gut. keine Gerüche , 4 Wochen ruhe , alles gut.
Solidarische Grüße
Markus
Hi Markus!
Ja cool, also scheinbar ist echt JEDER, der die Trenntoilette erst mal kennen gelernt hat begeistert! ? Danke für Deinen Erfahungsbericht! ?
Das mit dem obenrum Bausatz ist echt die cleverste Lösung zu so nem Teil zu kommen – würden wir jetzt auf jeden Fall auch so machen und ’n Haufen Geld sparen. Aber egal, der Toilette können wir nix übel nehmen ?
Ganz liebe Grüße,
Sabine
Spannendes Thema, das mich auch schon länger beschäftigt. Ich hab jetzt mal euren Vorschlag an den Bauer meines Vans geschickt mit der Frage, ob man nicht besser so ein Teil einbaut anstelle des Chemieklos. Ich hoffe das geht! ?
Danke für den Tipp und die ausführlichen Infos!!
Hi Mandy,
Das sollte doch gar kein Problem sein, denn der Platz, der benötigt wird ist nicht größer, als bei einem Porta Potti oder einem Thetford.
die Trockentoilette hat uns so gut gefallen, dass wir uns auch eine in’s Mobil eingebaut haben !
(siehe auf unserer Seite bei „Ausbau-Citroen-Jumper“ ganz unten !)
Was ein sch….önes Thema! ?
Ich gebe zu, ich bin annähernd ahnunglos.
Kann man nicht einen „Häcksler“ einbauen und alles, also großes und kleines Geschäft, in den Grauwassertank leiten?
Ich meine, sowas einmal in einem YT-Video von einem Selbstaufbau (4×4 WoMo auf LKW-Basis) gesehen zu haben. Da war ein Wasserklosett verbaut.
Ich fände ein Klo „wie zuhause“ toll, wo man weder Chemie braucht, noch das Papier in einem Eimer separat sammel muss (was ich aus Häusern in Südeuropa kenne und irgendwie unappetitlich finde).
Wie man (und besonders frau) aufgrund der örtlichen Nähe der Entstehung das große vom kleinen Geschäft getrennt auffangen will, ist mir auch ein Rätsel…
Grüße
Franz
Hallo Franz
klar kann man auch eine zerhackter Toilette einbauen, nur diese braucht bis zu 2 l Frischwasser am Tag extra zum nach spülen. Dein ganzer Grauwassertank ist danach Sondermüll.
Wir hatten bis vor kurzem noch eine Jacobs Schiffstoilette verbaut, ist fast so wie ein Zerhackerklo nur ohne Strom. Man brauchte ca 10l Frischwasser pro Tag bei 2 Personen.
Wir haben jetzt auch eine Trockentoilette, bis jetzt klappt alle super kein müffeln oder so. Auch Frau ist überrascht das es so gut klappt mit der Trennung von flüssig und fest. Ist alles nur ein Kopfsache ?
Nun können wir min. 14 Tage in der Pampa stehen ohne uns sorgen machen zu müssen wo den nun das Schwarzwasser wieder hin muss.
Sonnige Grüße
Max von
http://rumtreiberin.com
Hallo Max und Hallo Franz! ?
Also wir können uns dem, was Max geschrieben hat nur vollständig anschließen!!! Die beiden haben nun Erfahungswerte mit beiden Toilettenvarianten gesammelt und bringen’s hier auf den Punkt! ?
Max, wir sind total froh, dass das auch bei Euch so super klappt mit der Trockentoilette, nach Eurem Umbau! Toll zu hören und schön, dass Du Dich hier gemeldet hast!!! ?
Nach all den positiven Erfahrungen, die nicht nur wir mit dem Toilettensystem machen, gibt es in unseren Augen wirklich keine sinnvolle Alternative dazu!
Liebste Grüße,
Sabine und Micha
Hallo Max,
wieso Sondermüll?
Wäre ja immerhin keinerlei Chemie drin…
(entschuldigt, ich bin wirklich neu in diesem Fach)
Franz ?
Hallo Franz!
Ich denke Max wollte damit beschreiben, dass ein normaler Grauwassertank mit zig Litern ständig gesammelter Fäkalien darin auch ohne Chemie schon nicht besonders appetitlich ist.
Man sollte in dem Fall auch sehr auf die Verwendung eines geeigneten Syphon achten, damit beim Geschirr spülen nicht unangenehme Dünste in die Nase steigen.
Du müsstest dann außerdem etwas zum Ablassen (oder besser abpumpen) des Grauwassers einbauen. Wenn Du Deine Hinterlassenschaften in den normalen Grauwassertank leitest, kannst Du es zumindest auf gar keinen Fall mehr an normalen Entsorgunsstationen einfach in diesen vorgesehenen Gulli abfließen lassen … der ist halt zum Ablassen von Dusch- oder Spülwasser und normalerweise wird dort auch gleichzeitig wieder Frischwasser aufgefüllt – ist zum Fäkalien ablassen also eher nicht so schön. ?
Machbar ist bestimmt alles irgendwie – aber man muss es sich ja nicht unnötig schwer machen … ?
Ganz liebe Grüße,
Sabine und Micha
Hmm, danke für Deine Erklärungen und Hinweise! ?
Hallo, bin hier per goo(r)gel gelandet. Suchte nach Trockentoilette für unterwegs. Danke für die nützlichen Tipps und Infos. Hab danach ’nen Geistesblitz gehabt. Das „Gelbe“ ist ja nur deswegen ein Problem weil es flüssig ist, oder? Xanthan ist ein Verdickungsmittel welch kalt angerührt wird. Man bekommt es für einige Cent und man braucht eigentlich nur eine Messerspitze für ?Liter. Angenommen es funktioniere auch mit dem „Gelben“ könne man diesen dann auch im Restmüll entsorgen, sowie Sie es mit dem Trockenmix von „Braunem“ beschreiben?
Hi Georg! Na Du kommst vielleicht auf Sachen! ? Hmmm … also Pipi mit Xanthan zu verdicken haben wir jetzt auch noch nicht ausprobiert aber die Idee klingt natürlich überlegenswert. Ich denke das Schlimmste am Urin ist sein Ammoniakgehalt, der ja auch den Gestank erst verursacht, wenn man feste und flüssige Hinterlassenschaften nicht voneinander trennt. Würdest Du dann trotzdem trennen und das Flüssige etwa in einem Gefäß mit Plastiktüte jeweils aufs Neue andicken? Funktionieren würde das bestimmt, daran würde mich dann nur die Menge des produzierten Plastikmülls echt stören. Wäre ein Tank für die Flüssigkeit und schnell entleeren können, aber nicht einfacher? Wir haben zum Beispiel einen 30L Tank und müssen uns so einige Tage gar nicht um die Entsorgung davon kümmern.
Erst mal liebe Grüße,
Sabine
Hallo Sabine,
Ich werd mal bei erster Gelegenheit selber rumtüftelen … Jaja der liebe Amoniak, bei mir mit Medikamenten vermischt. Einige hauen einen wirklich um in Sachen Gestank.
Ob ich das Gelbe vom Braunen doch trennen würd‘ kann ich nicht beantworten. Wie gesagt ist z.Z. nur ’ne Idee. Zum Thema Plastikmüll: mittlerweile gibt es „Bio“plastik welches sich nach max. 1 Jahr restlos auflöst. Das einfachste wäre natürlich die Verbrennung vor Ort nach der Tat, die Nachteile haben Sie ja allerdings zur Genüge beschrieben. Wobei ich mich frage ob es nur gasbetriebene Öfen gibt oder auch mit Diesel. Ich melde mich, sollte ich was Brauchbares ertesten. Beste Grüsse aus Luxemburg.
Hallo Sabine, sehr interessantes Thema. Wenn man nach „Brennstoffzelle läuft mit Urin“ oder „Forscher gewinnt Biogas aus Urin“ sucht, eröffnen sich ganz neue Verwendungszwecke. Wobei ich befürchte, dass die Forschung hier nicht wirklich mit Nachdruck betrieben wird. Da das Thema seit 2010 existiert, könnte man sich schon etwas mehr erwarten.
Viele Grüße
Stephan
Interessanter Artikel. Also wie wir verstanden haben ist der Standard-Urinbehälter dieser Toilette gerade mal 8,3 Liter gross. Ein Mensch scheidet zwischen 1,5 und 2 Liter Urin aus, das bedeutet, dass man den Urinbehälter nach spätestens 2 bis 3 Tagen leeren müsste (bei zwei Personen). In zwei Wochen kommen zu zweit knapp 50 Liter Pipi zusammen. Habt ihr einen riesigen beheizten Pipi-Unterflurtank montiert, den ihr erst nach zwei Wochen leeren müsst? ? Und leert ihr den in die Kanalisation?
Wir leben und reisen auch seit 5 Monaten im Kastenwagen. Falls ihr mal vorbeischauen möchtet: http://living-in-a-box.ch
Liebe Grüsse
Sabine und /Reto
Living in a Box
Also die Toilette, die wir verbaut haben, hat einen Standard-Urinbehälter. Den kann man vielleicht als Zubehör kaufen, aber dazu gehört er nicht wirklich. Wir haben einen 30 Liter Mostkanister als Urinbehälter unter dem LKW zwischen dem Rahmen montiert. Also 10 Tage reicht das bei uns mindestens! Beheizt ist das Teil nicht. Wir wollen uns eigentlich gar nicht irgendwo aufhalten, wo es zu Temperaturen kommt, dass eine solche Menge Pipi einfrieren kann – und dennoch haben wir ja wegen unserem Motorschaden den letzten Winter in Deutschland verbracht aber selbst da hatten wir mit sowas nie ein Problem!
Ablassen kann man den Behälter in die normalen Entsorgungsstationen, wo normalerweise auch das Chemieklo entleert wird. Da da drin aber Null Chemikalien oder sonstige Zusätze sind, könnte man es auch tatsächlich direkt in die Kanalisation leiten. Wir haben einen etwas längeren Ablassschlauch an dem Behälter, darüber ist der innerhalb von 30 Sekunden leer – ohne Sauerei, Nachspülen …
Bei einem Kastenwagen ist das mit der Montage eines großen, zusätzlichen Kanisters natürlich schwieriger. Bestimmt kann man aber auch dafür eine gute Lösung ausklügeln!
Liebe Grüße aus dem Herman,
Sabine und Micha
Ok, jetzt haben wir’s auch kapiert. Zehn Tage sind doch schon mal was. Mal schauen ob bei uns ein zweiter Tank neben/vor dem Abwassertank montiert werden könnte. Mit dem 8,3-L-Standardtank kann man es nämlich vergessen, da man noch öfter eine Entsorgung finden müsste. Ah ja, das mit der Temperatur… wir sind momentan in Frankreich und ziehen auch Richtung Süden. Nicht dass man dann noch zu viel LPG tanken muss. ? Liebe Grüsse Sabine und /Reto
Hallo Ihr Zwei, sorry Drei:)) Hund und Frau und ich fahren seit drei Jahren in einem „normalen“ alten Hymer durch die Gegend und haben natürlich auch immer das gleiche Problem mit der Toilette…, reicht sie oder nicht, wo kann man wieder leeren und und und. Wir haben vorsichtshalber eine zweite Kassette dabei aber sie zum Glück noch nicht benutzen müssen.
Einen Tip könnten wir geben, wir benutzen seit Jahren flüssige Schmierseife, gibt es billig bei Rossmann und ähnlichen Anbietern. Ein Wasserglas voll in die Kassette und eine handelsübliche Sprühflasche für die Blumen eins zu eins mit Wasser und flüssiger Schmierseife vermischt zum „vorsprühen“ des Toiletteninnenlebens, normales Toilettenpapier eingelegt, großes Geschäft verrichtet und Klappe auf. Es rutscht alles von ganz allein nach unten und durch das vorige einsprühen absolut kein Rest. Auch wird das „normale“Toilettenpapier“ durch die Schmierseife komplett aufgelöst. Wir benutzen die Schmierseife auch zum Wohnmobil waschen und vielem mehr.
Dadurch ist die Kassette auch kein Chemiekiller mehr und kann in jeder normalen Toilette entsorgt werden.
Jetz möchte ich aber erst mal all den vielen „Scheissern“ danken die hier doch viel privates offengelegt haben und auch uns zum umdenken veranlassen werden, wir möchten zeitnah ein autarkes selbstausgebautes Mobil verwirklichen und suchen natürlich immer nach kostengünstigen und auch umweltfreundlichen Lösungen.(Es gibt ja von irgend jemanden den Spruch, „das wir nur fahrende Scheishäuser wären“), schlimm genug aber jeder hat halt seine Meinung. Ich war 9 Jahre mit einem selbstausgebautem Ford Transit auf Deutschlandweiter Montage(Sonntag bis Freitag) und habe in dieser Zeit immer auf den „Eimer mit Beutel“ mein Geschäfft verrichtet, ohne Probleme und Abfallkörbe gibt es genug und ist auch erlaubt. Das mit der Trockentoilette ist und bleibt eine geniale Erfindung und wie schon gesagt, ist halt alles nur eine Kopfsache.
Lieben Gruss LUNA, Gisela und Rainer
Hallo Ihr, die Ihr das Scheissthema bis zum Ende durch gehalten habt. Bei Selbstbauten kam mir in den Sinn unterhalb des Klos vielleicht noch ein Geld,. Wertgegenständeversteck zu integrieren .. .. .. Nur mal sooo ?
Gruß an alle, Mick
? Hi Mick!
Wie man sieht, ist die größte Scheisse doch immer am unterhaltsamsten!
Deine Idee ist total geil und wir haben ehrlich gesagt auch schon darüber nachgedacht, Sachen einfach unter die Tüte mit den „Häufchen“ IN den Eimer zu packen! Also wenn DAS jemand findet, hatte er’s echt notwendig!!! Da das Entleerungsintervall der Trockentoilette recht lang ist, würd ich da aber nur Sachen reinpacken, an die man nicht ständig ran muss! ?
Danke, dass Du das mal zur Sprache gebracht hast, hier! ?
Liebe Grüße aus dem Herman,
Sabine
Moin,
ich habe mir gerade die Selbstbau variante der Trockentoilette bestellt , mit Eimer sind das 145,- Euro. Habe euer Video auf you tube gesehen und mich noch etwas schlau gelesen, bevor ich bestellt habe. Als Mann ist das auch bei einer Wassertoilette einfach zu trennen, man macht einfach vorher in einen Kanister, als Frau geht das zwar auch,ist aber auch mit viel Überredung nicht so gut zu verkaufen.
Wir haben die letzten Urlaube eine Tüte ins Klo gehängt und dann bei Zeiten in den Müll.
Aber wenn es jetzt ohne die vielen Tüten geht, um so besser. So ganz glauben kann ich das ja noch nicht,dass mit ein paar Späne drauf, nach Tagen, einen der Duft nicht aus dem Wohnmobil treibt. Bin da mal sehr gespannt !
Liebe Grüße Jens
Hallo Jens! Herzlichen Glückwunsch zu der „Weg von den vielen Tüten Entscheidung“!
Du wirst sehen, es wird wunderbar funktionieren und ihr werdet euch fragen, warum ihr das nicht schon früher eingebaut habt!
Sag mal bescheid nach dem Einbau, ok! ?
Beste Grüße,
Sabine und Micha
Guten Tag ihr beiden,
vorab erst einmal einen herzlichen Dank und ein großes Lob so ein Thema a. anzugehen und dann b. auch noch, fast live, darüber zu berichten. Alle Achtung.
Wir fahren mit einem T5 und einem porta potti 335. Der passt super in der Schrank. Und das waren dann auch schon alle Vorteile.
Nun wollen wir uns einen LKW umbauen und meine Frage in diesem Zusammenhang ist, wenn man auf dieser Toilette Pippi macht, bleiben dann nicht Reste „hängen“ und riechen die dann nicht? Braucht es da nicht wenigstens eine Sprühflasche um den rest Urin in den Tank zu bekommen?
Ansonsten schließe ich mich meinen Vorschreiben an und teile auch deren Skepsis bezüglich des Geruchs bzw. das nicht Vorhandensein des Selben.
Euch einen schönen Gruß und allzeit gute Fahrt !
Reiner
Hallo Reiner!
Danke für Dein Lob an unsere Toiletten-Berichterstattung! ?
Herzlichen Glückwunsch zu Eurem Entschluss einen LKW auszubauen! Also zunächst mal kann ich Dir versichern: Würde die Toilette stinken, hätte ich sie schon lange wieder rausgerissen oder in die Luft gesprengt!!! ? Zumindest würde ich keine „Werbung“ dafür machen, ohne auch nur einen Cent dafür zu kriegen! ?
Also die „Urinreste“ riechen nicht, wir haben schon sehr, sehr oft nicht nachgespült und können das aus jetzt über einem Jahr Dauerbenutzung ganz klar behaupten! Dennoch haben wir der Sauberkeit wegen natürlich eine Sprühflasche neben der Toilette stehen, mit der wir den Auffangtrichter besprühen. Diese ist einfach mit Natronwasser befüllt. Natron beugt Verfärbungen vor, schützt vor Gerüchen und „spült auch einfach die Leitung durch“. Es ist auch völlig ungiftig, biologisch unbedenklich und total billig ? Wir haben das Pulver immer in kleinen Papiertütchen dabei, weil ich es auch trinke! ? Einfach mit Wasser anmischen und den Urintrichter aussprühen! ?
Ganz liebe Grüße aus dem Herman und eine wunderschöne Vorweihnachtszeit,
Sabine ?
Hallo Zusammen!
Euren Beitrag inklusive Diskussion habe ich sehr interessiert verfolgt; vielen Dank für die guten Informationen.
Ich beabsichtige in meinem WoMo auch eine Trockentrenntoilette einzubauen. Dabei schwanke ich noch zwischen dem von Euch beschriebenen Modell und der Natures Head (https://www.tomtur.de/support/trenntoilette-geruchsfrei-natures-head/).
Liegen zu dem zweiten Modell bei jemanden hier Erfahrungswerte vor?
Viele Grüße
Mark
Hi Mark!
Also zur Natures Head haben wir selber leider keine Erfahrungswerte und kennen auch niemanden persönlich, der eine verbaut hat. Ist eben ein noch größerer Exot als unsere Trockentoilette! Ausschlusskriterium wäre für uns der viel zu kleine Urintank aber ob die Toilette ansonsten gut „funktioniert“, dazu können wir leider nicht wirklich viel sagen.
Viele liebe Grüße,
Sabine …. PS: Ich kann Dich für eine Antwort auf Deine email leider nicht über die angegebene Adresse erreichen!
Hallo ihr vier …
einfach ein großes Danke für eurer Infos und den VLOG.
Hat mich inspiriert und ich werde schnellstmöglich mit dem Selbstbau beginnen.
Dann hat die Tankschlepperei und Chemietoilettenentsorgungsstationensucherei auf der nächsten Tour endlich ein Ende ?
Hi Guido! Danke schön für diese liebe Rückmeldung!
Sehr gut, Du wirst begeistert sein, über diese Erleichterung, die das Trockenklo mit sich bringt! Ein Freund, der vor kurzem umgebaut hat und vorher immer noch mit Zusatzkassette unterwegs war, meinte nur: Wie konnten wir das nur so lange machen???
Viel Spaß beim Umbau und der nächsten Tour! Mit aller besten Grüßen aus Marokko,
Sabine und Micha
Jetzt habe ich fast alle Kommentare gelesen und mir bleiben dennoch zwei Fragen die ich euch gerne stellen möchte.
Wie macht Ihr die Schüssel sauber, wenn das Feste mal nicht so fest ist ?
Hat der Urinalabgang einen Syphon oder wie verhält es sich mit dem Pipigeruch ?
Wäre schön von euch zu hören.
Lg
Claus
Hallo Claus!
Wie jede andere Toilette muss auch eine Trockentoilette mal gereinigt werden. Statt mit zig Litern Wasser tust Du dies hierbei einfach mit einem Reiniger Deiner Wahl und zum Beispiel Papierküchentüchern. Die Reinigung ist wirklich kein Problem! Bei unserer Urinabführung ist kein Syphon eingebaut, weil wir sonst unterm LKW nicht genug Gefälle im weiteren Verlauf der Leitung hinbekommen hätten. Wir hatten hier ebenfalls Bedenken, doch es funktioniert – frischer Urin stinkt eigentlich nicht, erst nach ungefähr zwei Wochen wandelt sich der Harnstoff in Ammonium bzw. flüchtigem Ammoniak um. Du solltest also einfach mit einer den Trichter nach Gebrauch reinigen (wir tun das einfach mit ein paar Sprühstößen Wasser aus einer Sprühflasche) und den Urintank regelmäßig leeren. Wir haben nach langem Gebrauch dieses Systems jetzt noch keine Probleme in dieser Hinsicht feststellen können.
Beste Grüße aus Marokko,
Sabine und Micha
Hallo Ihr Beiden.
Erst mal Danke das Ihr so uptodate seid und rasch antwortet.
Ich stecke noch in der Planungsphase meines Womos. Möchte mir aber Zeit lassen um möglichst viele Alternativen kennen zu lernen.
Die Trockentoilette finde ich auf anhieb super. Auf was man beim Bau und Betrieb eines WC´s alles verzichten kann und wie einfach es dann doch zu installieren und zu handhaben ist.
Schön das Ihr das Thema aufgebracht habt.
Versorgung und Entsorgung also rein und raus.
Sind wohl die vorrangigsten Themen.
Ich werde das in unserem Badezimmer ausprobieren. Dazu muß ich nur noch die Tochter überzeugen.
Grüße aus Marokko das ist schon der Hammer.
Schöne Fernwehgrüße
Claus