Wasserfilter für Wohnmobile – Sicheres Trinkwasser immer und überall

SabineSelbstausbau, Wasser

Sabine schöpft Wasser für das Wohnmobil am Brunnen, so bleiben die Marokko Reisekosten klein

Eines haben wir gelernt: Wasserfilter für Wohnmobile sind ein Must-Have um auf Reisen in Gebiete mit nicht so hohen Wasserstandards gesund zu bleiben! Hier erfährst Du, wie es uns ohne erging, wofür wir uns nun entschieden haben und welche Möglichkeiten es außerdem noch gibt.


 

WIE ES UNS OHNE
WASSERFILTER ERGING


Wir müssen gestehen: Wir waren ziemlich blauäugig, als wir zu unserer ersten, größeren Reise aufgebrochen sind. Über eine Wasserfilteranlage hatten wir zwar bereits einmal nachgedacht aber

  • die Anschaffung war uns für den Moment einfach zu teuer
  • wir hatten beide noch in keinem Urlaub zuvor Probleme mit dem Wasser
  • sich damit zu beschäftigen welches Produkt das Richtige für einen ist, fanden wir voll nervig
  • wir dachten, dass man ja kein Wasser tanken muss, wo die Entnahmestelle einen schlechten Eindruck macht

Mann, was waren wir naiv! In der Zwischenzeit haben wir viel dazugelernt.

ZWANGSPAUSE


Es kam natürlich, wie es kommen musste. Unserer Einreise nach Marokko folgte eine verheerende Zwangspause auf einem Campingplatz, auf dem es uns wirklich so gar nicht gefiel. Das machte aber eigentlich auch wenig aus, denn viel Gelegenheit etwas davon zu sehen hatten wir nicht. Fast zwei Wochen lang ging es uns wirklich ganz furchtbar schlecht und wir fragten uns bereits, was wir uns außer Magen-Darm Problemen möglicherweise noch alles eingefangen hatten.
Spätestens jetzt wussten wir, dass unsere Körper doch nicht mit allen Krankheitserregern im Wasser klarkommen, selbst wenn man es einer normalen Leitung entnimmt.

Von diesem Zeitpunkt an sollten wir uns noch knapp ein halbes Jahr lang in Marokko aufhalten. Nach und nach mussten wir die Erfahrung machen, dass wir sogar zum Spülen das Wasser abkochen mussten. Obwohl es immer heißt, dass sämtliche im Wasser lebenden Bakterien bei Trockenheit sofort zugrunde gehen.


KAUF VON FLASCHENWASSER


Jeden Schluck Wasser zum Trinken oder Kochen mussten wir von nun an in 5 Liter Gallonen kaufen. Mit allen Nachteilen und einem richtig schlechten Gewissen obendrein. Das Wasser in Plastikflaschen kaufen zu müssen bedeutete

  • Unsummen an Mehrausgaben (100 Liter Flaschenwasser im Schnitt ca 20 Euro. 100 Liter Frischwasser fürs Wohnmobil im Höchstfall 2 Euro, also das 10fache!)
  • Ständige Befürchtung, dass das Wasser im Wohnmobil einen krank machen könnte
  • Den spärlichen Platz im Wohnmobil immer mit zig Wasserkanistern zugestapelt
  • Lästiges, ständig Einkaufen und Gallonen schleppen müssen
  • Völlig unnötige Vermüllung der Umwelt durch Unmengen an Plastik, die in diesem Land bisher nicht recyclet, sondern in großen Schwelfeuern vor den Städten einfach angezündet werden – so fern sie eine echte Müllkippe erreichen.

Vor allem letzteres hat uns sehr betroffen gemacht und wir wollen nie wieder so unbedacht zu einer derartigen Müllsituation beitragen.

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WASSERHYGIENE
OHNE CHEMIE


Mit Wasserfiltern für Wohnmobile wirst Du all diesen Nachteilen Herr und das ohne Dein Trinkwasser mit abtötenden Chemikalien versetzen zu müssen. Wir sind keine Ärzte aber auf Dauer stellen wir uns das auch nicht so toll für die Gesundheit vor! Hochwertige Anlagen, die Dir die Sicherheit geben, zuverlässig krankmachende Keime aus Deinem Wasser herauszufiltern, sind natürlich erst einmal keine ganz preiswerte Anschaffung. Doch selbst wenn sich die Kosten im Laufe der Zeit nicht durch den Wegfall des Flaschenkaufens wieder ausgleichen würden, wäre unsere Entscheidung nach den genannten Erfahrungen klar!


FÜR WELCHE ART WASSERFILTER
SOLL ICH MICH ENTSCHEIDEN?


Keramik, Aktivkohle, Kunststoff-Hohlfasern, Osmose- und UV-Anlagen. Größe von Bakterien, Vieren und dann auch noch Schadstoffe, die im Wasser gänzlich gelöst sind. Versucht man herauszufinden, welche Wasseraufbereitung für die eigenen Einsatzzwecke am sinnvollsten ist, bekommt man es mit einem unendlich groß erscheinenden Themengebiet zu tun. Auch viele persönliche Faktoren kommen zum Tragen.

  • Wo führen mich meine Reisen hin?
  • Fahre ich nur einmal im Jahr in Urlaub oder bin ich über lange Zeiträume unterwegs?
  • Möchte ich Oberflächenwasser aus Seen oder Bächen verwenden?
  • Möchte ich vielleicht sogar Meerwasser entsalzen?

Nach intensiver Recherche haben wir schließlich einen Hersteller von Wasserfiltern für Wohnmobile ausgewählt, der uns durch positive Kommentare im Netz und persönliche Empfehlungen immer wieder aufgefallen ist. Ihn haben wir kontaktier und zusätzlich um eine persönliche Beratung gebeten.


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FAMOUS-WATER


Für den Beratungstermin haben wir Joachim und Sonja von Famous-Water in ihrer Werkstatt besucht. Auch die beiden haben ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Wasser beim Urlaub mit ihrem Camper gemacht. Für Sonja gibt es kein Campen ohne nicht trotzdem täglich zu duschen – wenn auch natürlich in bester Campermanier mit sehr wenig Wasser. Doch einen traumhaften Platz am Meer mit schier unerschöpflichen Mengen an Wasser verlassen zu müssen, um irgendwo Wasser zu organisieren – das wollten die beiden ändern. Inzwischen ist aus der Sache mit der täglichen Dusche eine echte Leidenschaft für das Thema Wasser geworden. Die beiden beschäftigen sich intensiv mit dem Einsatz ihrer Anlagen für humanitäre Zwecke.

Hier wollen wir nun an Dich weitergeben, was wir über Wasserhygiene und Wasserfilter für Wohnmobile gelernt haben und wie unsere Anlage im Herman funktioniert. Auf unseren kommenden Reisen werden wir natürlich auch berichten wie sich das System bewährt.

Für diesen Zweck, also zum Testen und Weitergeben von Erfahrungen aus dem Reisealltag, haben uns Joachim und Sonja die Anlage kostenlos zur Verfügung gestellt, wofür wir ihnen an dieser Stelle ganz herzlich Danken wollen! Das heißt für unsere Berichterstattung NICHT, dass wir die Sache nun schönreden, Nachteile verschweigen oder lobhudeln, sondern einfach, dass wir dokumentieren, wie es uns damit ergeht – was wir eh tun würden, weil uns viele Leute danach fragen.

ARTEN VON WASSERFILTERN


Für unterschiedliche Einsatzzwecke gibt es natürlich unterschiedliche Arten von Wasserfiltern.


Filtration

Die meisten Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung arbeiten mit so genannten Filterkerzen. Diese sind mit Patronen bestückt, die zum Beispiel aus Keramik und / oder Aktivkohle bestehen. Für diese Art der Trinkwasseraufbereitung haben auch wir uns entschieden, deswegen dazu gleich mehr.


UMKEHROSMOSE

Schickt man Wasser durch eine Anlage die mit Umkehrosmose arbeitet, kommt am Ende hoch reines, fast destilliertes Wasser heraus. Sogar schwer entfernbare Substanzen wie Medikamentenrückstände lassen sich so entfernen.

Diese Anlagen erfordern aber einen ganz erheblich höheren Aufwand an Technik und Energie. Im Gegensatz zu Filtrationsanlagen muss man auch bedenken, dass sie von dem zu filternden Wasser einen sehr hohen Anteil Abwasser produzieren. Bei der Meerwasserentsalzung entstehen von 10 Litern eingesetztem Wasser ungefähr 9 Liter Salzlake als Abwasser, bei Süßwasser liegt das Verhältnis im Schnitt bei 1:4. So viel Wasser einfach weg zu schütten ist bei den begrenzten Frischwasserreserven im Wohnmobil (und nicht nur dort) natürlich quatsch.

Auch wichtig zu bedenken: Das Wasser ist nach der Umkehrosmose nicht nur frei von wirklich allen potenziell schädlichen Inhaltstoffen, sondern auch von sämtlichen lebenswichtigen Mineralien. Uns ist bewusst, dass einige Menschen den Genuss dieses Wassers sogar für ganz besonders gesund halten. Wir persönlich denken, dass auf Dauer (und wir sprechen hier von jahrelangem Einsatz als einzige Trinkwasserquelle) alles schädlich ist, was nicht natürlich ist und natürliches Wasser stellt dem Körper seit Anbeginn der Zeit dringend benötigte Mineralien zur Verfügung, unser Körper ist darauf eingestellt. Wir schließen uns damit den Ansichten der WHO an, die Trinkwasser nur als solches deklariert, wenn es Mineralien enthält. Selbstverständlich schadet das aber nicht über einen kurzzeitigen Einsatz und man könnte das Wasser (mit entsprechender Fachkenntnis) auch nach der Umkehrosmose wieder mit Mineralpulvern anreichern.

Für ganz bestimmte Einsatzzwecke ist die Umkehrosmose natürlich unschlagbar und ganz bestimmt gibt es auch Reisesituationen, in denen sie das Mittel der Wahl darstellt. Für die Meerwasserentsalzung ist sie überdies die einzig praktikable Lösung.

Für UNSER Reiseverhalten ist „destilliertes“ Wasser nicht erforderlich.


UV-ANLAGEN

Tatsächlich kann man Bakterien, Viren und Protozoen auch mit Licht abtöten. Die Strahlung wird dabei im Zellkern absorbiert und verändert die Nukleinsäurestruktur der Mikroorganismen.

Nachteil: Die UV Filterung funktioniert nur in reinem, klarem Wasser und aus diesem Grund sollte es vor der Bestrahlung stets gefiltert werden. Sie ist außerdem nicht geeignet, um im Wasser gelöste Schadstoffe unschädlich zu machen.

Die Bestrahlung des Wassers mit UV-C Licht ist somit eher als zusätzliche Maßnahme bei der Entnahme von Wasser anzusehen, dass sich bereits durch andere Filteranlagen gereinigt im Tank befindet, um eine eventuelle Nachverkeimung unschädlich zu machen. Bei dem Füllzyklus unserer Wassertanks halten wir das für übertrieben, was Joachim von Famous-Water auch bestätigt.


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