Tunesien Infos – Tipps für Deinen Reisemobil Urlaub in Tunesien

SabineAllgemein, Reisen, Tunesien4 Comments

Tunesien Flagge

Tunesien ist für uns DAS Reiseziel um richtig Wüste zu erleben, auch wenn man nicht so lange Urlaub hat. Außer einer kurzen Anreise, bietet es auf kleiner Landesfläche viel Abwechslung und ist dabei nicht so überlaufen wie Marokko. Einige Dinge für die Reiseplanung und Vorbereitung Deiner eigenen Tunesien Tour, wollen wir hier einmal weitergeben.


Inhalt:


Tunesien von A(nreise) bis Z(oll)

Tunesien – Welche Landschaften kannst Du erkunden

Die Eindrücke, die Du in Tunesien sammeln kannst, sind von Norden nach Süden sehr unterschiedlich. Im Norden findet sich Bergland. Das Tellatlasgebirge läuft im Nordwesten aus. Hier fällt genug Regen, damit die Landwirte ihre Felder ausschließlich über Niederschläge bewässern können – dementsprechend ist der Norden üppig grün. Es wachsen viele Korkeichen und mediterrane Laubbäume. Wenn Du Dir die Vegetation Portugals vorstellen kannst, liegst Du damit auch in Tunesiens Norden nicht verkehrt.

Die Landschaft ändert sich allerdings innerhalb kurzer Fahrzeit dramatisch. Südlich der Berglandschaften schließt sich das so genannte Tunesische Steppenland mit seinen Dattelplantagen an, bevor man das Chott el Djerid erreicht. Das Chot ist ein meist trockener Salzsee, der nach starken Regenfällen im Winter auch einmal überflutet oder verschlammt werden kann. Er stellt das insgesamt größte Salzseegebiet der Sahara dar.

Chott el Djerid
Ein kleines Wasserloch mit einer dicken, fetten Salzkruste auf dem Chott el Djerid. Mehr Eindrücke davon bei Youtube

Ein weiteres Superlativ schließt sich den Ufern des Chott el Djerid im Westen und Süden an: Der „Große östliche Erg“. Er ist die größte Sandwüste der Sahara und zieht sich bis weit nach Algerien hinein. Südlich des Salzsees beginnt also die Vollwüste.

Hier, südlich des Chotts, befindet sich auch der Nationalpart Djebil, den wir von der Oasenstadt Douz aus bereisen. Wegen ihrer Lage am Randes des Großen östlichen Erg, wird Douz auch gerne als „Tor zur Wüste“ bezeichnet. Der Nationalpark Djebil besteht zu 85% aus Sanddünen, der kleine Rest ist Wüstensteppe.

Sahara mit Expeditionsmobilen
Schon in diesem kleinen Sichtfeld wirken unsere Fahrzeuge wie Ameisen im weiten Nichts – und dabei ist die Wüste noch so unendlich viel größer!
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Mehr Eindrücke von einer Offroadfahrt durch diese atemberaubende Landschafts erhältst Du übrigens in diesen beiden Reisevideos:

Mit welchem Fahrzeug nach Tunesien

Die Straßen

Wir werden häufig gefragt, ob man so ein Land auch mit einem „normalen“ Wohnmobil bereisen kann. Gerade wenn jemand durch unsere Reiseviedeos Lust auf Tunesien bekommen hat, könnte man den Eindruck gewinnen, dass man dringend ein Allrad-Monster brauchen würde, um das Land zu entdecken. Aber dem ist natürlich nicht so. Tunesiens asphaltiertes Straßennetz verbindet die Orte genau so wie bei uns und ist in einem passablen Zustand.

Die Autobahn ist mautpflichtig, dafür aber auch hervorragend zu befahren. Dabei ist der Preis pro Teilabschnitt wirklich gering, manchmal zahlt man nur einige Cent. Die Kosten dafür rechtfertigen also keinesfalls ein Meiden der Autobahn. Maut wird in Tunesien immer bar bezahlt, wobei die Mautstationen ansonsten identisch mit denen Frankreichs sind.

Ca. 40% des Straßennetzes kommen ohne Asphalt aus. Diese Pisten lassen sich jedoch ebenfalls mit jedem normalen 2 WD Fahrzeug ohne besondere Bodenfreiheit fahren. Wer die tiefen Schlaglöcher in manchen Deutschen Städten kennt, für den werden die Fahrbahnen dort ebenfalls keine Herausforderung darstellen.

Insgesamt hatten wir von Tunesiens Straßen einen sehr guten Eindruck, der nicht nur mit dem Zustand der Straßen zu tun hat. Vergleichen wir es mit marokkanischen Verkehrswegen, ging es hier sehr viel geordneter zu: Weniger Menschen und Tiere auf der Straße (vor allem auf den Autobahnen) weniger Gehupe, wildes Durcheinandergefahre und die Fahrzeuge befinden sich zum größten Teil in einem sehr viel besseren Gesamtzustand.

Wüste erleben

So gut sich Tunesien mit dem Auto erkunden lässt, so würden wir auf der anderen Seite davon abraten, mit einem ungeeigneten Fahrzeug in die tunesische Sandwüste hinein zu fahren.

Anders, als die Ergs in Marokko, sind diese Gebiete weitaus einsamer und weitläufiger. Während auf den paar Kilometern durch den Erg Chegaga etwa alle halbe Stunde jemand vorbeikommt und Dir helfen kann, bist Du hier verdammt lange allein. Ich würde mich lieber nicht darauf verlassen, dass überhaupt jemand kommt.

Starte solche Touren auf jeden Fall nur mit geeignetem Fahrzeug und am besten nur in Begleitung eines Zweiten.

Das Gute ist: Solltest Du tatsächlich auf einer Wüstentour einmal in Schwierigkeiten kommen weil an Deinem Fahrzeug ein Schaden auftritt, Du Dich verletzt oder ähnliches: Du hast in weiten Teilen der Wüste die Chance auf Internetempfang und könntest somit jemandem Bescheid sagen. Mehr zum Internet in Tunesien, siehe weiter unten.

Mit Freunden zu reisen macht Spaß und gibt jedem mehr Sicherheit. So können auch Passagen gefahren werden, die man sich alleine vielleicht nicht zutrauen würde.
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Guide und Sicherheit

Es stimmt natürlich nicht, dass man Tunesien nur mit einem Guide bereisen darf. Das gilt auch für die Wüstengebiete.

Aber: Auch wenn wir auf eigene Faust gefahren sind, wollen wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass eine Reisewarnung für abgelegene Gebiete besteht. Es wird empfohlen, Wüstentouren nur mit einem erfahrenen Reiseveranstalter in einer größeren Gruppe zu unternehmen. Genauere Informationen dazu, findest Du hier beim Auswärtigen Amt.

Wir haben uns in Tunesien jedoch zu keiner Zeit unsicher gefühlt. Sowohl Einwohner wie Polizei haben sich über unseren Besuch sichtlich gefreut. In der Oase Ksar Ghilane erhielten wir sogar quasi Dauerbewachung, für die Zeit unseres Aufenthalts. Einmal hat die Polizei uns durch einen Ort eskortiert, damit kein anderer Verkehrsteilnehmer unseren Weg behindern möge – einfach so, damit wir angenehm voran kommen.

Für eine Übernachtung bei den Star Wars Filmkulissen haben wir uns dann zu weit an die algerische Grenze heran gewagt. Hier sind wir abgefangen und zu einem sicheren Ort geleitet worden.

In Tunesien legt man sehr viel Wert darauf, dass Touristen sich sicher fühlen können, das haben wir an jeder Ecke gemerkt. Und wir haben uns auch sicher gefühlt. Die Menschen dort haben uns sehr höflich und dabei zurückhaltend empfangen.

Anreise mit der Fähre

Der naheliegendste Hafen für eine Anreise aus Deutschland ist Genua, die Fährpreise sind aber auch im Vergleich teurer. Hingegen ginge es etwa von Civitavecchia aus günstiger, jedoch ist dafür auch die Anfahrt länger.

Jeder muss sich hier selber anhand des Ausgangspunktes für seine Reise und dem Spritverbrauch seines Fahrzeuges ausrechnen, was für ihn die bessere Alternative ist. Vielleicht möchtest Du ja auch noch Italien mit erkunden – dann lohnt die weitere Anfahrt auf alle Fälle.

Unser Tipp: Einen super Preis für die Fähre haben wir bei unserer Buchung über Sahara Wings erhalten. Dazu absolut hilfsbereiten, schnellen und zuverlässigen Service. Danke für die tolle Unterstützung am Telefon und via email ans Team von Sahara Wings!

Wenn Du bei Frau Tuschick am Telefon landest, sagt mal schöne Grüße von uns!

Visum / Fahrzeugeinfuhr

Als Deutscher Staatsbürger brauchst Du für Tunesien kein Visum. Allerdings ist der Aufenthalt auf drei Monate begrenzt. Überziehst Du den Aufenthalt, wird bei Ausreise eine Geldstrafe fällig.

Du erhältst bei der Einreise ein Dokument mit dem Titel „Carte de visiteur non-résident“. Bewahre es gut auf, denn Du musst es bei der Ausreise wieder vorlegen.

Kommst Du mit dem Wohnmobil nach Tunesien (bei Flugreisenden mit gebuchtem Pauschalurlaub ist das anders), brauchst Du einen Reisepass. Achte unbedingt darauf, dass er noch mindestens 6 Monate gültig ist.

Das Fahrzeug wird beim Zoll in den Reisepass eingetragen und bei Ausreise wieder gelöscht. Auch das Fahrzeug bekommt eine Betriebserlaubnis für drei Monate im Land.

Ein internationaler Führerschein wird zwar empfohlen, ist aber nicht zwingend erforderlich.

Fahrzeug-Versicherung

Es ist nicht üblich, dass Deine Fahrzeugversicherung Dir eine grüne Versicherungskarte für Tunesien ausstellt. Bei der Einreise kannst Du an der Zollabfertigung aber ganz einfach und unbürokratisch eine Versicherungspolice kaufen. Sie kostet ca 45,- Euro.

Fahrzeugversicherung Tunesien
Kennzeichen und Name eintragen, drei Kreuze machen – so schnell hat man eine Autoversicherung in Tunesien
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Tanken

Tanken in Tunesien ist günstig. Der Preis für Diesel liegt aktuell (Stand Januar 2019) im Schnitt bei umgerechnet ca. 0,53 Euro /Liter. Tankstellen sind in allen Städten und an der Autobahn zu finden, wobei in der Stadt oft keine Kartenzahlung möglich ist.

Achtung, es gibt zwei verschiedene Sorten Diesel. Anders als zum Beispiel normaler und Ultimate Diesel bei uns, ist eine Sorte davon nicht für moderne Motoren geeignet. Sage dem Tankwart, Du möchtest „sans soufre“ – ohne Schwefel. Du erkennst die richtige Zapfsäule an dieser Aufschrift und an dem Lila Streifen.

Euro 0 oder 1 Motoren aus gestandenen Expeditionsmobilen, vertragen auch das noch günstigere, schwefelhaltige Zeug zuweilen ganz gut. Probier aber besser mit einer kleineren Menge aus, wie Dein Motor darauf reagiert.

Fahre immer rechtzeitig eine Stadt mit Tankstelle an und vermeide es, Diesel an Kanister-Tanken zu kaufen (Gefahr von Dieselpest und sonstigen Bestandteilen, die im Sprit nicht wünschenswert sind).

Typische Dorf-Tankstelle (hier sogar aufgeräumt *zwinker*) Versuche lieber eine normale Tanke in der Stadt oder an der Autobahn zu erreichen.

Campingplätze und Freistehen in Tunesiens

Die Anzahl der Campingplätze in Tunesien ist nicht gerade groß. Wir hatten allerdings keinerlei Probleme, geeignete Übernachtungsplätze zu finden.

Unsere absolute Top-Empfehlung:

Camping Club Desert in Douz. Extrem nette Leute und wirklich saubere, gepflegte Anlagen, samt heißer Dusche. Ebenes Gelände in einer Palmerie. Mit Strom haben wir ca. 10,- für die Nacht bezahlt. Wir können diesem Platz wärmstens empfehlen.

Einen weiteren Campingplatz haben wir im nördlichen Nabeul besucht. Camping les Jasmins gehört zu einem Hotel, der Platz ist schön angelegt, es gibt Toiletten und kalte Duschen. Campinggäste, die heiß Duschen möchen, können für ca. 2,- Euro pro Person ein Zimmer des Hotels nutzen. Für Fahrzeuge über Hermangröße ist der Platz allerdings nicht geeignet. Über 7,50 Länge und 3,60 Meter Höhe wird‘s schwierig. Der Platz kostet inclusive Strom ca. 10,- Euro / Nacht.

Camping Ksar Ghilane. Bis heute sind wir uns nicht sicher, ob der Platz auf dem wir campiert hatten, wirklich ein Campingplatz gewesen ist. Wahrscheinlich ist der eigentlich schöne, palmenbestandene Platz nur zum Parken der Autos von Gästen gedacht, die in den nebenan liegenden Zeltunterkünften des Betreibers Ferien machen. Der Platz war mit umgerechnet ca. 15,- Euro für Tunesische Verhältnisse schon ziemlich teuer aber es gab Toiletten und eine warme Dusche. Strom bleibt leider über Nacht nicht an, da es keinen festen Stromanschluss, sondern nur einen Generator gibt.

Nett fragen ist zum campieren wie immer auch in Tunesien eine gute Option: Zum Beispiel standen wir zwei Nächte neben dem Häuschen des Rangers, am Eingang zum Nationalpark Ichkeul. Wir haben dem Park dafür 5 Dinar (ca. 1,45 Euro) pro Nase gespendet – ich finde man hat schon schlechter Geld ausgegeben.

Wir hatten jedoch auch an einfach frei gewählten Übernachtungsplätzen keinerlei Schwierigkeiten – außer Du kommst der algerischen Grenze zu nahe. Wir sind in diesem Fall mit der Polizei auf einen sicheren Platz eskortiert worden – diese Geschichte kannst Du übrigens auch hier im Video miterleben.

Camp am Strand, Tunesien
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Internet in Tunesien

Tunesien ist ein Traumland, für alle, die unterwegs viel Internet brauchen. Der Empfang ist flächendeckend (und das bezieht sogar die Wüste mit ein!) absolut genial – 4G selbst in der hintersten Ecke.

Noch krasser ist da nur der Preis. Für 55 GB werden gerade mal ca. 15,- Euro, inclusive SIM Karte fällig! Optionen können problemlos per Handy und Visacard nachgebucht werden. Der Tarif kommt vom Anbieter Ooredoo.

Ein kleiner Straßenladen in Tunis, wie Du sie auch sonst fast überall vorfindest, hat unsere tunesiesche SIM innerhalb von 2 Minuten zum Laufen gebracht und uns auch gleich noch eine praktische App zum Überwachen des Datenverbrauchs installiert.

Scheue dich nicht, wie auch in Marokko, den Mitarbeitern der Läden Dein Handy einfach in die Hand zu drücken. Sie kennen sich damit aus und hauen auch ganz bestimmt nicht damit ab.

Internet Tunesien Ooredoo
Halte nach einem Laden Ausschau, der dieses Logo draußen hängen hat. Günstiger und einfacher kommst Du nicht an Internet.

Währung in Tunesien

Die Währung in Tunesien ist der Tunesische Dinar (TND). Mit dem heutigen Stand (19.01.2019), erhält man 3,45 TDN für 1,- Euro.

Unser Tipp: Wir haben zum Umrechnen unterwegs gerne die App „My Währung“ im Einsatz. Sie steht hier im App Store für iOS Geräte zur Verfügung.

Einkaufen in Tunesien

Die Preise für Lebensmitteleinkäufe in Tunesien sind für unsere Verhältnisse verschwindend gering. Für eine Tüte schönstes Obst und Gemüse haben wir auf dem Markt unter einen Euro bezahlt.

In großen Städten findest Du Supermärkte wie Carrefour, mit allem, was das Herz begehrt. Dabei ist uns vor allem der höhere Hygienestandard im Vergleich zur marokkanischen Variante aufgefallen. Zusätzlich haben diese Supermärkte oft auch eine große Abteilung für alkoholische Getränke. Sie ist meist etwas versteckt.

Den größten Supermarkt, in dem ich persönlich je gewesen bin, befindet sich im Centre Commercial Tunis City. Es handelt sich um eine große Einkaufs-Mall, die einfach riesig ist. In unserem Reisetagebuch kannst Du mehr zu unserem Shoppingerlebnis in Tunis City erfahren.

Einkaufen macht in landestypichen Läden oder auf Märkten allerdings weitaus mehr Spaß. Besuche auf jeden Fall den Markt in Douz, er ist ein Erlebnis für sich!

Typisches, kleines Geschäft in Tunesien
Typischer, kleiner Laden in Tunesien. Das Brot liegt verlockend in einer Vitrine am Eingang, drinnen gibt es von der Brause bis zum Shampoo alles in Stückzahlen von 1 bis 3. Man sagt was man will und bekommt es aus den Regalen gereicht.
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Essen gehen

Essen gehen ist eine super Sache in Tunesien. Die Auswahl ist reichhaltig, die Gerichte lecker duftend und frisch zubereitet. Außerdem ist es unglaublich günstig. Wenn Du auf 5,- Euro pro Person kommst, hast Du schon ein sehr gutes Gericht und Getränke dazu gehabt.

Dagegen gar nicht lustig ist Essen gehen in Tunesien, wenn man Vegetarier ist. Die Gerichte enthalten ALLE Fleisch oder Fisch. Die einzige Ausnahme: Pizza Margherita, die unter diesem Namen auch in Tunesien zu bestellen ist. Ansonsten enthält sogar eine Pizza Vegetaria unter Umständen Fleisch – denn Vegetaria heißt nur, dass Grünzeug drauf ist, das schließt aber Fleisch nicht rigoros aus (eigene Erfahrung).

Wenn Du Vegetarier oder Veganer bist, heißt das also die Marktstände plündern und selber die Wohnmobil Küche zum Glühen bringen.

Sprache und Mentalität der Menschen

Wir haben unseren Aufenthalt in Tunesien wirklich sehr genossen – und das liegt nicht zuletzt daran, wie die Menschen des Landes mit uns umgegangen sind. Wir wurden extrem freundlich empfangen. Mit einem Lächeln wurde uns zugewunken, wenn wir vorbei fuhren, alte Damen freuten sich, dass wir vor ihrem Haus parkten und man hatte wirklich das Gefühl, dass die Menschen sich freuen, dass jemand ihr Land besucht. Dabei wollte man nichts von uns. Niemand wollte uns zum nächsten Teppichladen schleppen oder uns auf der Straße irgend was verkaufen. Selbst wo die Menschen ganz augenscheinlich wirklich dringend Kunden gebraucht hätten, wurden wir im Vorbeigehen nur höflich angelächelt, nicht zu irgend etwas aufgefordert.

Die einzige Ausnahme bildete die Straße der Souvenierhändler in der weiß-blauen Stadt Sidi Bou Said. Sie war das weitaus touristischste Zwischenziel unserer Reise und das machte sich auch daran bemerkbar. Jedoch beschränkte sich die fast schon marokkanische Geschäftstüchtigkeit auf eine einzige Straße oberhalb des Hafens.

Menschen, denen man unterwegs begegnet sind zurückhaltend höflich, junge Leute extrem westlich und sprechen gutes Englisch.

Französisch ist in Tunesien keine offizielle Sprache mehr, wie sie in Marokko als Bildungs- und Handelssprache benutzt wird. Aber mit ein paar Brocken kommst Du immer weiter.

Die Landessprache ist eine Tunesische Variante von Arabisch.

Spontae Bekanntschaft bei einer Fahrzeugbergung

Tunesien Wetter

Tunesien hat rund ums Jahr gutes Wetter zu bieten. So richtig kalt wird es nicht. Allerdings kann es vor allem im Norden auch heftig regnen. Hauptsächlich zwischen Dezember und Februar ist damit zu rechnen.

Im Süden des Landes regnet es im Winter wesentlich weniger. Einige unserer Zuschauer bei Youtube hatten nach unseren Videos ziemlich erstaunt nach den Temperaturen gefragt, weil wir mehrfach in dick gefütterten Jacken zu sehen waren. Das liegt daran, dass in der Wüste die Temperaturen nachts empfindlich fallen. Selbst tagsüber kann der Unterschied zwischen Sonne und Schatten bis zu 10 Grad betragen. Außerdem wird es extrem feucht. Am späten Vormittag ist man dann wieder bei Tshirt und Sonnencreme angekommen.

Im Sommer herrscht an der Küste bestes Badewetter, während in der Wüste heiße Wüstenwinde wehen.

Würden wir noch einmal nach Tunesien fahren?

Unbedingt! Hätten wir nicht vorher schon ganz andere Pläne für die nächste Zukunft geschmiedet, weil wir (zusammen mit einem halben Jahr Marokko) jetzt erst einmal genug Sahara gesehen haben – unsere nächste Überwinterung würde in Tunesien sein.

Was wir bei unserer Reise durch Tunesien gesehen und erlebt haben, das kannst Du übrigens in Sabines persönlichem Reisetagebuch genauer erfahren. Von einem Kolosseum, mit dem die Tunesier die Römer übertrumpfen wollten, bis zu unserer abenteuerlichen Fahrt durch die Wüste zur heißen Quelle in Ksar Ghilane – wir wünschen Dir viel Spaß beim Nacherleben unserer Offroad-Reise und beim Planen Deiner eigenen.

Wenn Du Fragen hast: Schreib sie uns doch in die Kommentare, wir versuchen Dir weiter zu helfen.

Tunesien Karte mit Koordinaten!

Wir haben für Dich eine Tunesien-Karte mit Natur, Städten und Sehenswürdigkeiten erstellt. 30 geniale Punkte für Deine Reiseplanung!

Zur Tunesien Karte!

Dünencamp bei Zmela, Tunesien, Sahara
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4 Kommentare zu “Tunesien Infos – Tipps für Deinen Reisemobil Urlaub in Tunesien”

  1. Hi Sabine, schöner Bericht. Der macht richtig an das Land zu bereisten. Wir werden voraussichtlich in diesem Herbst mit von der Partie sein. Haben deshalb extra unseren Sommer Urlaub in den Oktober verlegt. Vor vielen Jahren haben wir Marokko ähnlich wie du jetzt Tunesien beschrieben hast erlebt, bis auf die schon damals aufdringlichen Verkäufer in Marokko. Danke dass wir per YouTube und auf deinen Bericht an eure super Reiseanteil hatten konnten. Besonders begeistert hat mich die fantastischen Bilder, besonders die von der Drohne. Euch weiter alles Gute und viel Geduld beim Ausbau. Grüße Uwe und Renate

    1. Hallo ihr zwei Lieben!
      Hey, da würden wir ja direkt Lust kriegen, auch wieder mit zu fahren! 😀 Ihr könnt Euch auf jeden Fall auf eine spannende, erlebnisreiche Tour freuen, die tunesische Sahara ist echt der Knaller!!! 😀 Super schön zu hören, dass Euch die Videos gefallen haben, Danke für Eure liebe Nachricht! :))
      Beste Grüße, Sabine

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