Sicherheit in Marokko – Ein Wohnmobil Reisebericht

MichaelMarokko, Reisen26 Comments

Ein marokkanischer Militärposten

So schön dieses Land auch ist – die Sorge um ihre Sicherheit in Marokko hält viele Menschen davon ab, es zu bereisen. Das hier sind unsere Erfahrungen.

 

Seit gut vier Monaten bereisen wir nun das Königreich Marokko mit dem Wohnmobil. Besonders der Süden hat es uns angetan. Etwa die schroffen Bergkämme in tiefem Schwarz. Der Wind hat Dünen aus goldgelb glänzendem Sand anmutig an ihre Flanke gelegt. In den Tälern vereinzelte Akazienbäume. Die Szenerie könnte 1 zu 1 einem kitschigen Bob Ross Gemälde entsprungen sein. Wir stehen irgendwo inmitten dieses Naturschauspiels, weit abseits des nächsten kleinen Dorfes. Niemand ist weit und breit zu sehen.

Idyll mit Schattenseiten?


Bilder die wir aus solch wunderschönen Plätzen an Freunde und Bekannte schicken oder hier im Blog, bei Facebook oder als Video bei youtube posten, bescheren uns viele liebe Nachrichten, die uns beglückwünschen zu solch einer tollen Reise. Sehr häufig jedoch vermischt sich das Fernweh mit großer Besorgnis.

Was ist, wenn ihr überfallen werdet?

Im Grenzgebiet zu Algerien werden doch immer wieder Europäer entführt!

Ist dort nicht die Gefahr von Anschlägen sehr hoch?



Perspektivwechsel
am Militärposten

Sciherheit in Marokko - Militärposten

Reisepässe und Ausdrucke mit allen wichtigen Daten von uns und unserem Fahrzeug (so genannte Fiches) liegen griffbereit. Als wir ankommen, erwartet uns die Abteilung C2 mit geschlossener Schranke. Ein junger Soldat winkt uns freundlich zu und kommt aus der kleinen Steinbehausung in unsere Richtung. Wir steigen aus, stellen uns vor und ernten ein sympathisches Lächeln. Schon kommt ein weiterer Mann auf uns zu. Er trägt Jogginghose, es stellt sich heraus, dass er der Chef der kleinen Truppe hier ist. Wohin wir wollen und woher wir kommen, will er wissen. Aus Deutschland, aha! Ja, da können wir ja froh sein, dass wir jetzt hier sind – um diese Jahreszeit ist es dort bestimmt viel zu kalt. Die Stimme des unglaublich gut gelaunten Vorgesetzten wirkt fast ein wenig besorgt, als er uns die nächste Frage zu Deutschland stellt: Ob wir denn Angst haben, bei der derzeitigen Lage in dem Land wieder nach Hause zu kommen. Erst verstehen wir gar nicht so richtig, was er meint – bis jetzt hatten wir noch nie Angst Zuhause haben müssen. Es folgt ein verblüffter Blick: Aber was denn mit den vielen Anschlägen sei, die dort passieren, gerade auch nach dem letzten auf dem Berliner Weihnachtsmarkt? Sowas würde es hier ja nicht wirklich geben, hier ist überall so viel Militär und Polizei, da haben Radikale kaum wirklich eine Chance erklärt er uns stolz!

Interessant, die Dinge mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten! Wir verbringen noch eine ganze Weile bei den netten Militärs, die Gesprächsthemen gehen irgendwie nicht aus. Wir bekommen Tee serviert, lernen ein paar Begriffe in der Sprache der Berber und Chef Said ist geschockt, dass wir schon so lange verheiratet aber immer noch ohne Baby sind.



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Sicherheit in Marokko


Grenzgebiet zu Algerien

Militärposten wie der aus unserem Video, sind in kurzen Abständen entlang der gesamten algerischen Grenze stationiert. Befahren wir dieses Gebiet mit dem Wohnmobil sind wir nie wirklich unbeobachtet. Die immer freundlichen Soldaten haben stets ein wachsames Auge auf uns und geben schon per Funk beim nächsten Posten bescheid. Dazu muss man wissen, dass das überwachte Gebiet per se eine sehr breite Zone ist und man an die eigentliche Grenze gar nicht herankommen kann. Driften wir einmal zu weit ab, haben wir schneller eine Militäreskorte, die uns zurück zum richtigen Weg begleitet, als wir uns umsehen können. Zum Suchen eines Übernachtungsplatzes sollte man die überwachte Zone auf jeden Fall verlassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass einem hier etwas passiert, würden wir bei einer glatten Null ansiedeln.


Überwachung von Städten, Brücken, Straßen

Die Sicherheit in Marokko wird groß geschrieben, das erkennt man schon an den unzähligen Polizeikontrollen, die hier zum normalen Straßenbild gehören. Der Anblick so vieler Beamter in Uniform ist für uns Europäer erst einmal äußert ungewohnt.

Viele kleine und große Städte sind nicht zu erreichen, ohne dass jedes einzelne Fahrzeug von der Polizei gesehen wurde. Im hiesigen Verkehr gibt es ein Straßenschild, an das sich sogar jeder Marokkaner penibel hält – und das will etwas heißen! Es ist das runde, meist auch beleuchtete Halteschild vor einer Polizeikontrolle. Hier wird angehalten. Immer! Reifenfallen mit langen Zähnen liegen für die bereit, die einen schnelleren Start als die Polizei geplant haben. Sieht Dich der Beamte am Halteschild, entscheidet er, ob er Dich durchwinkt oder genauer in Augenschein nehmen möchte. Offensichtlich sind es vor allem Landsmänner, die herangewunken und kontrolliert werden. Wir als Touristen werden nur sehr selten angehalten und die Polizisten sind immer sehr nett.
Auch Brücken der Autobahnen und Städte werden zu beiden Seiten bewacht.

Sicherheit in Marokko - Militärposten im algerischen Grenzgebiet
Anschläge

Der letzte Anschlag in Marokko geschah im April 2011 in Marrakesch. Vielleicht sollte man sich einmal vor Augen halten, wie viele Anschläge es in der Zwischenzeit in Frankreich, Spanien und Deutschland gab.

König Mohammed VI betont, dass sein Land religiösen Extremismus ablehnt. In den Schulen wird Toleranz gelehrt, Frauen wurden unter seiner Regierung vor dem Gesetz gleichberechtigt.

Gerade diesen Januar machte die Meldung der marokkanischen Regierung die Schlagzeile, den Import und Verkauf des Ganzkörperschleiers Burka rigoros verbieten zu wollen. Grund seien Sicherheitsbedenken bei nicht erkennbaren Personen.


Entführungen

So weit unsere Recherchen reichen, ist kein einziger Fall von Entführung Europäischer Reisender in Marokko verzeichnet! Die Angst davor beschäftigt vor allem Urlauber, die Erg Chebbi oder Erg Chegaga in einer Wüstentour erleben wollen. Doch gerade die Sandwüstengebiete gelten durch den Trubel des Tourismus als ganz besonders sicher.


Kriminalität, Überfälle, Diebstähle

Grundsätzlich ist die Kriminalität sowohl nach unseren subjektiven Eindrücken, als auch nach Recherchen, in Marokko als geringer einzustufen, als bei uns zuhause in Deutschland. Vielleicht liegt das an den engmaschigen, gesellschaftlichen Verwobenheiten, die hier bei Missständen Einzelner sofort Familie, Freunde und Nachbarn auf den Plan rufen. Vielleicht auch mit daran, dass hier eigentlich kein Alkohol konsumiert wird!?! Wir wissen es nicht. Fest steht: Am Abend allein durch ein marokkanisches Städtchen laufen erscheint und IST wohl bei weitem nicht so gefährlich, als ein abendlicher Spaziergang durch Köln oder ein Kaff mit 1500 Einwohnern nach einem Dorffest. Eher als ein Diebstahl kann es einem passieren, dass man am Abend von Wildfremden noch auf einen Minztee eingeladen wird.

Allgemein kann man wohl sagen, dass die Gefahr eines Terroranschlags oder eines Taschendiebstahls nicht 100% ausgeschlossen werden kann, aber dieses Schicksal kann einen zuhause in Köln oder sonstwo genau so gut ereilen – nur ohne die Chance davor noch auf einen Tee eingeladen zu werden.

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Deine Erfahrungen oder Bedenken

Wie sicher hast Du Dich bei Deiner Reise in Marokko gefühlt? Hattest Du Bedenken um deine Sicherheit in Marokko? Vermeidest Du eine Reise hier her, weil Du Sicherheitsbedenken hast? Wir würden uns freuen, wenn Du uns Deine Meinung in die Kommentare schreibst.



26 Kommentare zu “Sicherheit in Marokko – Ein Wohnmobil Reisebericht”

  1. Hallo Ihr beiden, wiedereinmal schafft Ihr es, mit eurer Liebevollen Schreibweise und 100% Transparenz, dem Leser einen wunderbaren Bericht zu liefern. Solche Information bekommt man ja nicht an jeder Ecke und wenn ich Ehrlich bin, ich hätte zumindest geglaubt das ihr mindestens einmal überfallen wurdet oder der Gute Herman aufgebrochen wurde. Schöner ist natürlich zu hören das Ihr keinerlei Probleme damit hattet und die Tee Einladungen im Vordergrund stehen und standen.

    Weiterhin alles Gute und Macht weiter so

    Gruß Florian

    1. Hi Florian!
      Genau mit solchen Vermutungen wollten wir hier einmal klipp und klar aufräumen! Viele sind wirklich besorgt um uns oder ihre Freunde, die dieses Land bereisen und würden selber aufgrund dieser Bedenken nie hier her kommen – dabei entgeht einem einfach nur sooo viel Schönes! Freundliche Menschen und grandiose Landschaften! Solche unbegründeten Vermutungen sollen einen nicht davon abhalten, dieses schöne Land selbst zu erleben! Danke für das Teilen Deiner ehrlichen Einschätzung! 🙂

      Wir schicken Dir ganz liebe Grüße aus Tafraoute bei den blauen Steinen,
      Sabine und Micha

  2. Ich fühle mich gerade in denWüstenregionen immer sehr sicher, auch das Militär ist immer freundlich.
    Tatsächlich ist uns nur zweimal etwas „passiert“. Bei der Durchfahrt eines kleinen Ortes hat uns ein Kind etwas aus dem Auto geklaut (aus dem offenen Fenster), und einige Jugendliche haben uns die Heckscheibe unseres Autos während der Fahrt mit einem Stein eingeworfen.
    Ärgerlich, viel Lauferei mit Werkstatt und Versicherung und zwei verlorene Urlaubstage. Aber ganz ehrlich: das passiert woanders auch…

    1. Hallo Christina!
      Ein ganz dickes Dankeschön, dass Du uns Deine Erfahrungen hier so offen uns ehrlich schilderst!
      Ich denke mal Du hast damit völlig Recht: Wenn man bei uns das Auto mit offenem Fenster stehen hat, will ich nicht wissen, wie lang es dauert, bis der erst Arm drin ist und vor allen Jugendsünden ist wohl auch kein Land dieser Welt gefeit …
      Da Du geschrieben hast „immer“ sehr sicher, denke ich Du warst schon öfter hier auch ganz ohne, dass etwas „passiert“ ist – zumindest hat es nicht ausgereicht um bei Dir einen negativen Eindruck vom Land zu hinterlassen und das ist schön! 🙂

      Wir schicken Dir ganz, ganz liebe Grüße aus Tafraoute,
      Sabine und Micha

  3. So in etwa war auch unsre Erfahrung. Wir sind zwar nur drei Wochen durch Marokko gefahren, doch in dieser Zeit haben wir uns immer sicher gefühlt. Auch im Rif-Gebirge, wo wir schon so viel schlechtes gehört haben, sind uns nur liebe, gastfreundliche und hilfsbereite Menschen und Polizisten begegnet.
    Auch die vielen Kontrollen an den Straßen, vor allem im Rif-Gebirge, waren anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Doch wir wurden immer mit einem Lächeln durchgewunken.
    Auf die Frage hin, ob es denn nicht gefährlich sei, mit dem Wohnmobil durch Marokko zu fahren, antworteten wir meistens, wenn wir mal Frankreich und Spanien hinter uns gelassen haben, ist das gefährlichste überwunden.

    1. Hallo Christa!
      Vielen, lieben Dank, dass Du Deine Erfahrungen hier mit uns teilst! 🙂 Wie wir sehen, decken sich unsere Erfahrungen und Eindrücke, schön, dass Du uns bestätigen kannst! 🙂

      Aller liebste Grüße von den blauen Felsen bei Tafraoute,
      Sabine und Micha

  4. waren im oktober 2014 ein monat in marokko… mit dem landrover. wir waren immer sicher und die tatapiste ist gut bewacht und wir wurden gut beobachtet:-)
    lg aus der schweiz

    manu

    1. Dann habt Ihr ja die gleichen Erfahrungen gesammelt wie wir! 🙂 Ganz liebes Dankeschön, dass Du uns Dein Sicherheitsgefühl in Marokko schilderst und Du auch einen so positiven Eindruck gewonnen hast! 🙂

      Die aller liebsten Grüße aus Tafraoute,
      Sabine und Micha

  5. Hallo, ich kann euch nur recht geben ich selber habe Marokko ebenfalls bereist und zwar insgesamt 9 Monate lang ich hatte in dieser Zeit absolut nie probleme. Man könnte wirklich meinen das die Gefahr in Österreich oder Deutschland bei weitem höher ist.
    Ich würde es jederzeit wieder tun ohne auch nur nachzudenken.
    lg
    Gernot

    1. Lieber Gernot!
      Danke dass Du Deine positiven Erfahrungen hier mit uns teilst – und viel wichtiger, auch mit denjenigen, die sich vielleicht bisher davon abschrecken ließen, dieses schöne Land zu bereisen. Marokko hat es verdient, nicht ungerechtfertigter Weise in einem negativen Licht gesehen zu werden!
      Wir schicken Dir die aller liebsten Grüße aus Tafraoute,
      Sabine und Micha

  6. Salam zusammen,

    ich kann mich euren Erfahrungen nur anschließen. Bin anderseits auch froh, dass nicht alle das wunderschöne Marokko bereisen :-.)

    Seit einigen Jahren verbringe ich meinen Urlaub in diesem orientalischen Land und habe viele nette, liebe, herzliche und gastfreundliche Menschen kennengelernt. Einige besuche auch oft und lebe hier im Kreise der Familien ein paar Tage zusammen.

    Neben den wunderschönen Landschaften, der persönlichen Freiheit die ich dort finde und erlebe, liebe ich die Menschen. Geht man offen und unvoreingenommen auf die Menschen zu, kommt daselbe zurück. Schade finde ich, dass doch viele Reisende die Kontakte zu dem Bewohnern meiden.
    Es ist ein großer kultureller Unterschied zwischen den bekannten Großstädten, die sich Europa nähern oder in den lebhaften Provinzstädten oder Dörfern, die ihre Ursprünglichkeit noch weitgehend bewahrt haben. Und hier fühle ich mich sehr wohl.

    Wenn ich mich in einem Land nicht sicher fühle, würde ich es umgehend verlassen oder erst gar nicht dort hin fahren. Und Sicherheit, bzw. persönliche Sicherheit, definiert und empfindet jeder/jede anders.

    Ich jedenfalls fühle mich immer pudelwohl im herrlichen Marokko und schlafe immer tief und fest.

    Ich wünsche euch noch eine wunderschöne und erlebnisreiche Reise.

    Liebe Grüße

    Martin

    1. Hallo lieber Martin!

      Es ist großartig, dass Du uns Deine Erfahrungen hier schilderst und mit dazu beiträgst, dass vielleicht so mancher voreingenommene Gedanke noch einmal überdacht wird!

      Wir können sehr gut bestätigen, wenn Du schreibst, dass es einen großen Unterschied zwischen großen Städten und den kleinen, ursprünglichen Dörfern und Städtchen gibt. In den Städten weicht die eigentliche Ruhe und Gelassenheit und auf jeden Fremden mit einem herzlichen Lächeln zugehen, scheinbar einer europäisch wirkenden Hektik. Trotzdem ist den Menschen die Höflichkeit noch mit in die Wiege gelegt.

      … und JA! „Persönliche Freiheit“ trifft das Gefühl wohl sehr gut, dass man hier erleben kann, gerade wenn man den ständigen, strengen Regulierungen, die jeden Schritt in Deutschland lenken mal entfliehen darf! 🙂

      Wir danken Dir noch einmal herzlich für Deine Erfahrungen und schicken aller liebste Grüße aus Tafraoute,
      Sabine und Micha

  7. Ich reise seit 1963 selbständig ins Ausland. Erst mit dem Motorrad und seit 1966 mit einem VW T1. Es folgenden die verschiedensten Reisemobile oder auch mit dem Rucksack und seit 2000 fahren wir einen MAN 4×4. Etwa 1990 wechselten wir die Seiten: Von Nordostafrika nach Nordwestafrika.
    Das bedeutet, dass wir uns über 25 Jahre im Urlaub in Marokko und dem früherem Spanisch Sahara aufhalten. Seit 1998 mindestens für 3 Monate und oft auch 1-2 Monate länger. Wir haben guten Kontakt mit einem Soldaten. Technische Ausbildung in Wetzlar, dann Chef der Artillerie im ex Spanisch Sahara. 1990 Abberufung in den Stab der Armee nach Rabat. Zwischendurch Besuch der Führungsakademie Hamburg. Mit diesem sehr gut deutsch sprechenden Oberst a.D. können wir manches Besprechen und erfahren, auch Sachen die nicht überall geschrieben stehen. Nur soviel: Marokko hat längs seiner Grenze eine der modensten Satelliten gestützten Überwachungsanlagen auf der Welt, bei der jede Bewegung im großen Abstand (bis zu 80km) beobachtet wird.
    Nun zu der Kernaussage: Wir halten Marokko für eins der sichersten Länder auf der Welt.
    Zurzeit C. Peche Lamhiriz N22 11.291 W16 46.182

    1. Hallo Gerolf!

      Wow, ich würde sagen, das sind mal echte Insider-Informationen! Danke, dass Du unseren Eindruck von Sicherheit hier so hieb- und stichfest und sogar aus erster Hand untermauerst!

      Wir schicken Dir die aller besten Grüße aus Tafraoute und weiterhin viele, wundervolle Reiseerlebnisse,
      Sabine und Micha

  8. Hallo. Wir waren letzten Mai mit dem Landy in Marokko und können nur bestätigen was Ihr hier schreibt. An so manschen Punkt auf unserer Reise haben wir uns geschämt für so manschen negativen Gedanken den wir vor der Reise gehabt haben. Es ist echt traurige was so mansche Leute für ein Bild von Marokko und seinen Leuten haben. Meist kommen die warnenden Tips von Leuten die nie südlicher des Schwarzwalds waren. Wir waren in den ärmsten Regionen des Atlases und sind nicht einmal unangenehm angebettelt worden. Manchmal kamen Hirten an die Straße gerannt und haben höflichste nach einer Flasche sauberen Wassers oder nach etwas zu Essen gefragt. Wenn wir was aus dem Auto gereicht haben haben sich die Leute immer sehr höflich dafür bedank. Immer wieder haben die Menschen Kontakt zu uns gesucht aber nicht um zu betteln sonder waren Sie interessiert woher wir kommen und was wir hier machen und ganz wichtig wie uns Marokko gefällt. Natürlich hat man auch ab und zu versucht mit uns ein kleines Geschäft zu machen oder uns eine Dienstleistung anzubieten. Wenn wir aber auch mal nein gesagt haben gab es nie ein böses Wort. (Das haben wir in Ägypten schon anders erlebt) Aber was spricht schon dagegen mal eine Kleinigkeit bei einem Händler zu kaufen auch wenn man es nicht direkt braucht man unterstützt damit auch immer die Menschen und Ihrer Familien. Wir haben Marokko lieben gelernt und freuen uns schon auf 2018 wenn wir uns wieder auf eine Reise durch dieses schöne und sehr abwechslungsreiche Land freuen. Wir wünschen Euch noch eine schöne Reise.
    Gruß Axel

    1. Hallo Axel!
      Total schön, dass Du so ehrlich und ausführlich Deine guten Erfahrungen hier schilderst. Ja, es ist schon erstaunlich, wie man sich beeinflussen lässt und wie Hörensagen und negative Gedanken sich bei einem festsetzen, die völlig aus der Luft gegriffen sind, nicht wahr! Auch wir wussten vorher ja nicht so genau, was hier so auf uns zukommt, doch wir erleben jeden Tag Situationen, in denen wir einfach nur denken: WOW, das war jetzt mal wieder so unglaublich nett oder hilfsbereit … wie kann man zuhause nur auf die Idee kommen, dieses Land sei unsicher oder seinen Menschen nicht zu vertrauen?????

      Wir danken Dir ganz herzlich, dass Du Deine Erlebnisse mit uns und den Mitlesern teilst!

      Die aller besten Grüße aus Tafraoute,
      Sabine und Micha

  9. Hallo ihr Beiden, ein klasse Bericht der die Situation perfekt widerspiegelt. Ich kann sogar noch einiges drauflegen. Ich war mehrfach alleine in Marokko unterwegs und habe besonders von den militarposten an der Küste immer schoene Standplätze gezeigt bekommen mit dem Hinweis “ du kannst in ruhe schlafen, wir sind da oben und passen auf dich auf. „….. Das ist ein überwältigenden Land mit tollen Menschen. Manchmal ist die besondere Vorsicht fuer meine Gefühle zu dick aufgetragen, da ich einfach nur meine ruhe habe wollte. Aber dann muss ich nach Norwegen fahren, im dem ich mich gleich sicher fühlte wie in Marokko. Das gefährlichste an der ganzen Marokkoreise sind die Autobahnen durch Deutschland Frankreich und Spanien! Ich fahre immer wieder Hin!

    1. Hallo Jürgen!

      Vielen, lieben Dank, dass Du Deine Marokko-Erfahrungen mit uns und den anderen teilst, die sich für dieses schöne Land interessieren.

      Wir finden einfach, dass man gar nicht genug betonen kann, wie unbegründet die Vorbehalte sind, die in den Köpfen vieler Europäer in dieser Hinsicht bestehen! Deshalb ist es total toll, solche Geschichten wie die Deine zu lesen und zeigen zu können, wie schön eine Reise nach Marokko wirklich ist!

      Wir schicken Dir die aller besten Grüße aus der Nähe von Icht,
      Sabine und Micha

  10. Ich war in den letzten Jahren seit 2012 4mal in Marokko gewesen. Bei der ersten Reise gab es von Bekannten durchaus die Fragen, die euch auch schon gestellt wurden. Nachdem ich aber jetzt mehrfach berichtet habe, wie es dort wirklich ist, macht sich keine mehr Sorgen. Ist auch wirklich unnötig!
    Ich halte die Anreise durch Frankreich und v.a. Spanien für gefährlicher als den Aufenthalt in Marokko. Bestohlen wurden wir auch erst einmal und das war 2012 bei der Fahrt durch Spanien.

    Interessant ist ja, dass man immer das für gefährlich hält, was man nur aus den Nachrichten kennt.
    Von daher: 100%ige Zustimmung zu dem, was ihr oben geschrieben habt.

    Was allerdings nicht stimmt, dass kein Alkohol getrunken wird. Hatte da schon einige sehr interessante Begegnungen und es wird auch sehr gerne selbst gebrannt. Es wird halt heimlicher getrunken, als wir das vielleicht gewöhnt sind 😉 .

    Wünsche euch noch eine schöne Reise in Marokko!

    1. Hallo Stefan!

      Vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht!
      Ja, unsere Familie hat in der Zwischenzeit zum Glück auch bereits aufgehört, sich unnötig Sorgen zu machen. Du hast völlig Recht, gefährlich ist immer nur das, was man nicht kennt – hat man dann auch noch in den Nachrichten davon gehört, ist die Gefahr als extrem einzustufen. Die Art der Berichterstattung lässt da manchmal aber auch leider schon schon fast gar keine andere Möglichkeit 🙁
      Besonders schön ist deswegen, hier so viele, durchweg positive Stimmen zu hören und viele, kleine Geschichten um tolle Erlebnisse in diesem Land sammeln zu können! Danke für die Deinen und unsere aller besten Grüße aus der Nähe von Icht,
      Sabine und Micha

  11. Hallo Sabine,
    ich melde mich aus Zagora, wir sind gerade auch als Slow Family mit Bis und Wohnwagen in Marokko unterwegs. Ich kann Deine Erfahrungen nur teilen, an allen Ecken und Enden wird man mit Gastfreundlichkeit empfangen. Wenn ich dann sage, ich komme aus Deutschland, hoffe ich, dass niemand die Nachrichten über ausländerfeindliche Anschläge in Deutschland liest.
    Denn das wär mir sehr unangenehm, bei all der Freundlichkeit überall. Offensichtlich kommen aber doch Nachrichten aus D hier an, selbst in den entlegensten Winkel.

    1. Hallo Martin!

      Da sagst Du was! Es ist wirklich peinlich, was in Deutschland gerade alles passiert, wenn man hier als Fremder so herzlich empfangen wird! Nach so vielen, netten Begegnungen haben wir schon öfter gesagt, man muss sich jetzt mal den umgekehrten Fall vorstellen: Da kommt ein Marokkaner mit so einer alten, bunt lackierten Karre wie unserer in ein deutsches Dorf, und kann kein einziges Wort in der Sprache … wahrscheinlich würden ihm sehr viele grimmige Gesichter und Misstrauen entgegen schlagen! Hier ist ein freundliches Lachen, Winken, erhobene Daumen und eine Einladung zum Tee die Regel.

      Wir wünschen Euch noch eine super schöne Reise und vielleicht fahren wir uns ja mal noch über den Weg,
      liebe Grüße,
      Sabine und Micha

  12. Hallo ihr beiden,

    nach 3 Marokkotouren (1x schnuppern, 1x Campingauto, 1x Mietwagen) verfolge ich Eure Filme mit großem Interesse.
    Auch ich bin ein Wüstenfan und begeistert von der Gegend. 2013 lag ich schwerkrank im Spital und hatte Campingzeitschriften am Nachtkästchen, die den Arzt interessierten. Seine Frage war „Was ist damit ?“ Meine Antwort war „Dort will ich wieder hin“. „Na gut, meinte er, dann müssen wir was tun!“ Und tatsächlich, von dem Tag an ging’s wieder aufwärts. 2015 dann mit dem Flieger nach Mexiko, einen Jahrestag feierten wir auf den Malediven, von wo ich dem Doktor ein Foto mit Dank schickte. Und meinen 70er wollte ich unbedingt in Marokko feiern – vorgenommen und getan !!!
    Hoffentlich macht ihr noch vielen Interessierten Mut auf dieses schöne Land. Soviel nette und hilfsbereite Menschen haben wir dort getroffen.
    Heuer haben wir ausgelassen, dafür haben wir Freunde angesteckt, die von Februar bis Mai die Gegend mit dem Wohnmobil bereisen.
    Alles Gute für Euch und noch viele schöne Erlebnisse
    Gerhard aus Baden bei Wien

    1. Hallo lieber Gerhard!
      Das ist doch mal ein großartiges Beispiel dafür, wie gut einem Reisen und Ziele zu haben tut! Echt toll!
      Also bei den vielen und nur positiven Stimmen hier, kann man ja am Ende gar keinen Zweifel mehr daran haben, dass Marokko ein wundervolles Reiseland ist, oder!?! 🙂 Wir würden uns auch extrem freuen, wenn wir vielleicht den ein oder anderen Vorbehalt abbauen können!
      Vielen Dank für Deine lieben Wünsche, die wir doppelt an Dich zurück schicken! Lass es Dir gut gehen und ein dickes DANKESCHÖN, dass Du Deine Erlebnisse hier mit uns teilst!
      Aller beste Grüße aus der Nähe von Guelmim,
      Sabine und Micha

  13. Hallo Zusammen,

    vorab, wir halten Marokko für das sicherste Land, was wir bis jetzt bereist haben!
    Mittlerweile im fünften Jahr unterwegs, jetzt das vierte mal in Marokko, und mittlerweile auf dieser Tour im vierten Monat im Lande.

    Bis dato haben wir nirgends Kriminalität hautnah zu spüren bekommen, wahrscheinlich weil unsere Ziele nicht die der Massentouristen und damit auch der zwielichten Gesellschaft sind.

    Nun hat es uns gleich zweimal erwischt und das auch noch in Marokko, das hätten wir nie gedacht.

    Vergangenen Sonntag am Wasserbecken bei Guelmim besuchten uns ein paar Jugendliche, 12 bis14 Jahre, fragten nach Zigaretten, die wir nicht abgeben konnten, haben keine an Bord.
    Zwei, drei Stunden später kamen sie zu einen weiteren Besuch vorbei. Da hat einer der Schlingel sich unseres Fleischermessers bemächtigt. Den Verlust können wir zwar verschmerzen, aber einen befriedigenden Ersatz bekommen wir hier nicht. Das Geschehen verbuchen wir als dummen Jungenstreich, der uns überall hätte passieren können.

    Die zweite Tat war schon etwas ärgerlicher bzw. krimineller, am Montag beim Einkauf in Guelmim auf dem täglichen Straßensouk (das war der Tag, wo wir euch getroffen haben)
    Da wir in Guelmim in den letzten Wochen schon mehrfach eingekauft haben, hatten wir nur einen kurzen, effizienten Einkaufsweg von gerade mal 30 Minuten. So könnt ihr euch unser Erstaunen vorstellen, als wir am Womo zurück sind und bemerkten, dass in unserem Einkaufsrucksack die Vortasche mit einer Rasierklinge aufgeschlitzt wurde. Gestohlen wurde nichts, da befinden sich nur Papiertaschentücher, für unseren schnellen Zugriff.

    Wir möchten hier keinem Angst machen, auch wir werden und brauchen unser Verhalten nicht verändern!

    Nur ein wenig Vorsicht walten lassen, überall, in Spanien und Frankreich ist es bei weitem gefährlicher!

    Wir werden die nächsten beiden Monate im herrlichen Marokko genießen, wir haben hier so viel Gastfreundschaft erhalten, da stecken wir die kleinen Unannehmlichkeiten mit links weg!

    Viele Grüße
    Die Globetrottel
    Dagmar & Jürgen

    1. Hallo ihr Beiden! 🙂

      Ja, also wie ihr schon selbst beschreibt sind das wohl Vorfälle, die einem überall hätten passieren können. Schön ist, dass ihr trotzdem noch zu dem Schluss kommt, dass Marokko das sicherste Land ist, das ihr je bereist habt!

      Danke für Euren Erfahrungsbericht und habt noch eine wunderschöne Zeit in diesem schönen Land … vielleicht treffen wir uns ja nochmal! 🙂

      Aller liebste Grüße, Sabine und Micha

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