Sharan 4motion als Camper & Allrad Test Tour

SabineErfahrungen

Ein Sharan 4motion mit Camping Ausbau?

Dann wollen wir doch mal schauen, was das Ding auf der Piste so kann! Hier kommt die Vorstellung des ungewöhnlichen Offroad Campers und das Fazit nach unserem persönlichen Allrad Test des „Pampersbombers“ auf den Pisten Sardiniens.


Inhalt:


Wie es dazu kam

Die Gelegenheit wollen wir uns nicht entgehen lassen. Nach einem langwierigen Schaden unseres LKW, wollen wir gerne mal Urlaub und eine Tour ohne den schwerfälligen LKW machen. Statt für viel Geld ein Auto zu mieten, nehmen wir das Angebot unseres Freundes Tobias von 4wheel24 an.

Der Spezialist für Expeditionsmobile, hatte mit dem Sharan ein Spaßprojekt als Ausstellungsstück für eine Messe gebaut und nannte es „Cheap Travel Car“. Der Name ist Programm, denn die Fahrzeuge, die bei 4wheel24 gebaut werden, kosten normalerweise eine Null mehr vor dem Komma.

Genutzt wurde das Spaßprojekt allerdings noch nie.

„Nehmt doch einfach mal den Sharan! Dann könnt ihr auch mal testen, was er überhaupt so kann, auf der Piste!“

Das lassen wir uns natürlich nicht zwei mal sagen.

Update aufgrund vieler Fragen:

Da es sich hierbei wie gesagt nur um ein Spaßprojekt handelt, soll dieser Artikel als reine Info zum Sharan 4motion betrachtet werden. Die Firma 4wheel24 baut KEINE solchen Fahrzeuge mehr, auch nicht auf Nachfrage und Kundenwunsch.

Sharan 4motion – Das Grundfahrzeug

Der Name Sharan steht eigentlich schon sinnbildlich für Familienauto. Aus diesem Grund wird er gerne auch mal als „Pampersbomber“ belächelt.

Super flexibler Innenraum

Dabei ist das variable Innenraumkonzept des Kombis nicht nur bei vielen Kindern gar nicht so schlecht.

Davon abgesehen, dass die hinteren Sitze zu Tischen umfunktioniert werden können, sind alle fünf mit wenig Aufwand umzugruppieren oder man kann sie komplett herausnehmen.

Der ebene Laderaum der dabei entsteht, ist etwa 2 m lang – perfekt für einen Camping Ausbau.

Den Sharan der ersten Generation (unser Test-Sharan ist aus Baujahr 2002) wurde 1996 mit 2,8 l, VR6 mit Allradantrieb auf den Markt gebracht – 4motion heißt das bei VW.

Das serienmäßige 6 Gang Getriebe lässt sich auch heute noch super schalten.

Sharan 1 – Probleme

Bekannt beim Sharan der ersten Generation ist der zügige Verschleiß von Teilen der vorderen Radaufhängung. Vor allem die Koppelstangen sind wohl ein wenig schwach auf der Brust.

Das Gute: Bei Fahrzeugen dieser Baujahre sind solche Reparaturen kein Hexenwerk. Einen Band der berühmten So wird‘s gemacht Bücher, gibt’s natürlich auch für den Sharan*.

Einen Sharan mit Allradantrieb als Basis für einen Camper hat neben dem vielseitig nutzbaren Innenraum einen großen Vorteil: Er ist spotbillig zu haben.

In der Liga unseres Testautos mit knapp 200.000 km auf der Uhr und Baujahr um 2002, findest Du gut erhaltene Exemplare bereits für gut 2.500 Euro.

Da kann für den Ausbau noch viel Erspartes in der Tasche bleiben.

Modifizierungen

Auch wenn es ein sehr preisgünstiges Reisefahrzeug werden sollte – gewisse Modifizierungen müssen natürlich sein, wenn sich ein Spezialist für Expeditionsmobile schon einen Sharan als Camper ausdenkt.

Bereifung

Was braucht ein Offroad Fahrzeug zu aller erst einmal? Genau: Größere Reifen!

Die Seriengröße wurde durch eintragungspflichtige All Terrain Bereifung mit den Maßen 215/65 R16 ersetzt.

Gewählt wurde ein BFGoodrich Baja Champion AT.
Er hat eine besonders starke Karkasse zu bieten. Das weit in die Flanke gezogene Profil soll im Gelände besten Gripp, auch in schwierigen Situationen bringen.

BFGoodrich Baja Champion AT
All Terrain Bereifung für den Sharan 4motion: BFGoodrich Baja Campion
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Federn und Stoßdämpfer

Beide Achsen haben verstärkte Federn bekommen.

Außerdem wurden die Stoßdämpfer ausgetauscht und auf die Anforderungen beim Geländefahren abgestimmt.

Spurverbreiterung

Zur Spurverbreiterung sind Spacer von jeweils 25 mm zwischen Radaufnahme und -flansch montiert worden. Hiermit wird die Fahrstabilität verbessert und die Seitenneigung bei Schräghangfahrten verringert.

Bekanntermaßen dient die Spurverbreiterung natürlich noch einem anderen, wichtigen Zweck: Die Karre sieht damit einfach besser aus.

Höherlegung

Ein Allradler ohne Bodenfreiheit hat den Vierradantrieb nicht verdient.

Darum wurde der Sharan 4motion natürlich höhergelegt. Das Plus beträgt 3,5 cm. Hört sich erst einmal nicht nach viel an, doch man sieht auf den ersten Blick bereits sehr deutlich, dass da etwas anders ist, als beim Serienmodell – vor allem in Verbindung mit den größeren Reifen, die ihr Übriges zur Höhe beitragen.

Unterfahrschutz

Nicht zu vergessen: Weg mit dem Plastikteil am Unterboden und einen ordentlichen Unterfahrschutz drunter. Beim Cheap Travel Car werden Vorderachse, Motor und Tank durch Stahlblech geschützt.

Der Campingausbau

Das Cheap Travel Car ist mit einer VanEssa ausgestattet. Es handelt sich dabei um ein fertig erhältliches Modul, welches vom Hersteller genau auf den Sharan abgestimmt ist.

Zu bieten hat es Spüle mit fließend Wasser, Kochmöglichkeit, Stauraum und flexibles Bett.

VanEssa ist damit ein typisches Ausbaumodul für solche Kombis, mit dem die Heckklappe als erweiterter, überdachter Aktionsraum am Auto genutzt wird. Schubladen mit eingebauter Spüle, Kocher, Kühlbox usw. werden nach hinten geöffnet.

Der Schubladenkasten bildet gleichzeitig den hinteren Teil der Liegefläche für das Bett. Ein einfaches Gestell aus einem Querträger und zwei Standbeinen wird hinter den vorderen Sitzen positioniert, um eine Holzplatte abzustützen, die den vorderen Teil des Bettes bildet.

Wird das Bett nicht gebraucht, kann die Platte einfach platzsparend und schnell über die Küche geschoben werden. Die Matratze besteht aus drei Teilen und passt zusammengeklappt ebenfalls genau über Küchenmodul und Bettplatte. Hierdurch kann sogar eine Reihe der Rücksitze gleichzeitig weiter genutzt werden.

Sharan 4motion Camping Car
Typisches Camping Ausbaumodul für Kombis: Küche und Schubladen sind unter der geöffneten Heckklappe nutzbar

Campen mit bis zu 4 Personen

Praktisch bei der Kombination eines Sharan und einem Modul wie VanEssa: Der so entstehende Camper ist tatsächlich sehr flexibel nutzbar.

Nutzung mit 2 Personen

Die herausnehmbaren Rücksitze machen einen richtig großzügigen Stauraum unter dem Bett möglich, das einfach dauerhaft aufgebaut bleiben kann.

Braucht man nicht den ganzen Stauraum, kann natürlich auch ein Sitz belassen werden, damit bei Bedarf eine weitere Person problemlos zusteigen kann.

Nutzung mit bis zu 4 Personen

Möchte man mit bis zu vier Personen reisen, ist das mit dem Sharan 4motion Camper auch möglich. Die Rücksitze bleiben an Ort und Stelle, sie werden zum Schlafen mit nur einem Handgriff nach vorne geklappt. Bettplatte hervorziehen, Matratze ausklappen – fertig.

Die Liegefläche bietet zwei Personen großzügig Platz zum Schlafen. Die beiden weiteren Personen können, wie beim Cheap Travel Car, einfach in einem Dachzelt untergebracht werden.

Selbstverständlich ist diese Möglichkeit nichts für Leute, die am liebsten den ganzen Kleiderschrank und Hausrat mit im Gepäck für die Reise haben.

Unsere Erfahrungen mit dem Campingausbau im Sharan 4motion

Stauraum

Da wir nur zu zweit unterwegs sind, haben wir uns dazu entschieden, die Rücksitze auszubauen.

Dadurch entsteht ein wirklich enormer Stauraum. Wir transportieren sogar unser Ersatzrad im Innenraum, das in der Dimension der gewählten Offroad Bereifung leider nicht mehr in die dafür vorgesehene Vertiefung, außen, am Boden des Sharan passt.

Zum Beladen nutzen wir mehrere der roten Normkisten*, die wir für alle möglichen Lebenslagen verwenden und empfehlen. Für zwei Personen passt hier mehr als genug Kleidung, Ausrüstung und Vorräte hinein. Wir persönlich haben obendrein sehr viel technischen Krempel dabei, den wir zum Arbeiten brauchen – würden wir diesen Zuhause lassen, könnte man den tatsächlich benötigten Stauraum als halb leer bezeichnen!

VanEssa Modul

Das VanEssa Modul an sich ist eine super Sache.

Ein paar Dinge hätten wir uns allerdings etwas durchdachter gewünscht. So kommt man etwa bei Nutzung des Kartuschenkochers* nicht mehr an die Besteckschublade heran. Obwohl wir uns schon extra bemühen: Irgend etwas brauchen wir beim Kochen dann immer doch noch. Dabei reicht es nicht, den Topf vom Kocher zu nehmen. Der (dann heiße) Aufsatz des Kochers muss mit runter, damit die Schublade darüber wieder aufgezogen werden kann.

Allerdings muss man natürlich erwähnen, dass durch die begrenzte, nutzbare Höhe des Campingmobils ein paar Kompromisse einfach gemacht werden müssen. Will man im Bett nicht mit dem Bauch an der Dachverkleidung schubbern, können die Schubladen eben eine gewisse Höhe nicht überschreiten.

Eine weitere Verbesserung wäre eine dichtere Durchführung der Tauchpumpe für den Frischwasserkanister, damit bei maximaler Füllung nichts schwappt.

Bei dem von uns getesteten Modell, handelt es sich allerdings schon um eine betagtere Version und wir können nichts dazu sagen, ob in der Zwischenzeit etwas am Konzept verändert oder verbessert wurde. Bei Interesse an so einem Einbau ist es sicherlich lohnenswert, sich beim Hersteller zu informieren, denn über Verarbeitung oder Haltbarkeit der Bauteile konnten wir nicht klagen.

Was wir an der VanEssa besonders schätzen: Auf der Matratze kann man schlafen wir ein Stein. Für unser Empfinden wirklich ein Top Schaum mit robustem Bezug.

Messeempfehlung:

Empfehlen möchten wir Dir bei Interesse an Einbaumodulen auf jeden Fall den Besuch des Caravan Salon Anfang September in Düsseldorf. Das Angebot auf der Messe ist so groß, dass Du einen sehr guten Überblick über verschiedene Hersteller und ihre Produkte erhältst. So kannst Du auch mehrere Varianten direkt miteinander vergleichen.

Zusätzliche Campingausstattung

Dusche

Unser Badezimmer besteht aus einem Schweizer Wassersack*, der sich schon auf vielen Reisen super bewährt hat. Im Gegensatz zu anderen Produkten die wir getestet haben, hat er uns noch nie den Camper unter Wasser gesetzt. Er hält immer dicht, ist durch das dicke Material extrem stabil und das Wasser von der Sonne recht schnell aufgeheizt!

Ein bisschen blöd ist, dass man zum Duschen das Ventil am Auslass gedrückt halten muss. Zwar passen direkt auf das Gewinde keine handelsüblichen Schläuche, Hähne oder Duschen aber es gibt ja für alles eine Lösung. In diesem Fall besteht sie aus einem Adapter, den Du zum Beispiel hier* bei Tigerexped bekommst.

Strom

Den Strom aus der 95 Ah Starterbatterie des Sharan stocken wir mit einem 40 W Faltsolarmodul* und einer 32.000 mA Powerbank* auf. Die Kombination schlägt sich sehr gut.

Sharan 4motion Allrad Test – So schlug er sich

Bereits auf den ersten Metern über die Insel, haben wir den Sharan auf unbefestigtes Terrain gelenkt.

Vorsichtig wollten wir es trotzdem angehen lassen. Was ein LKW im Glände kann, das haben wir bereits erfahren, doch wie schlägt sich so ein vermeintlicher „Pampersbomber“? Noch sind wir uns nicht so sicher gewesen, was man ihm zumuten kann.

Die wenigen Kilometer Piste entpuppten sich allerdings als etwas anstrengender für‘s Material, als wir nach vorherigen Beschreibungen der Strecke dachten.

Bodenfreiheit

Einige tiefe Auswaschungen durch die Regenfälle der vergangenen Tage ließen uns gleich mal ohne vorsichtiges Herantasten wissen, ob die Höherlegung was taugt. Und das tut sie! Diese läppisch klingenden 35 mm ließen den Sharan über Gestein und Löcher im Boden kraxeln, dass es uns doch etwas das Staunen ins Gesicht getrieben hat!

Auf den nächsten Pisten haben wir ihm (nicht nur) in diesem Punkt dann direkt etwas mehr zugetraut – und auch abverlangt. Durch die sehr begrenzte Beweglichkeit der Radaufhängung kam es natürlich schon vor, dass einmal ein Rad in der Luft hing. Doch diese kleinen Probleme wurden vom Allradantrieb gelöst.

Bei umsichtiger Fahrweise kommt man also auch mit einem Sharan über ganz schön holpriges Gelände. Hätten wir nicht erwartet!

Sharan 4motion Camper Allrad Test
Nicht alle Strecken waren so einfach zu befahren, wie es hier aus der Luft aussieht, doch der Sharan nahm auch größere Unebenheiten erstaunlich gut.
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Bereifung

Einen großen Anteil der insgesamt unerwartet guten Fahreigenschaften im Gelände schreiben wir der Wahl der Bereifung zu. Der BFGoodrich vermittelt dem Popometer jederzeit ein griffiges Gefühl.

Besonders beeindruckt uns der Reifen beim Entlangfahren an kleinen Absätzen, zum Beispiel bei Auswaschungen auf der Piste. Das auf die Flanke gezogene Profil hält den Sharan wo er ist, verhindert das Abrutschen und ermöglicht sogar jederzeit ein wieder heraufkriechen.

Leider fehlt uns der Vergleich, mit welchem Spritverbrauch wir das Cheap Travel Car bei normaler Bereifung auf der Straße fahren würden. Jedoch gönnt sich der rote Flitzer gerade mal 9 l bei gleichmäßiger Autobahnfahrt. Das klingt nicht besonders sparsam. Hierbei bedenken sollte man allerdings die Schrankwand in Form eines Dachzeltes mit extra aufgebauter Plattform, die nun nicht gerade die Aerodynamik in Vollendung ist. Dazu kommt die Beladung, die der Höherlegung gute Konkurrenz in die Gegenrichtung macht.

Nebenbei bemerkt ist der 4motion nun auch schon seine 16 Jahre alt. Der Mehrverbrauch der durch die grobprofiligen Reifen hervorgerufen wird, hält sich also offensichtlich in Grenzen.

Der Grip, den der BFGoodrich auf den Boden bringt macht übrigens auch auf Asphalt ein gutes, sicheres Fahrgefühl.

Sharan 4motion Camper Test

Allradantrieb

Aus dem LKW Bereich sind wir gewohnt: Entweder es werden alle Reifen angetrieben oder nicht. Beim Sharan 4motion schaltet sich der Allradantrieb vollautomatisch und elektronisch nur dann zu, wenn eines der Räder gerade keinen Grip hat.

Wir hatten mit dieser Art Allradantrieb keine Erfahrung und ihr offengestanden auch nichts Gutes zugetraut.

Einige Stimmen erklärten, dass der 4motion ja ganz nett sei, um die Kinder auch bei frisch gefallenem Schnee noch zur Schule bringen zu können. Für einen richtigen Offroadeinsatz tauge er allerdings nicht.

Ausprobiert hat es aber offensichlich noch keiner von denen so genau. Nach einigen Pisten, bei denen wir schon befürchteten, den Punk zu überschreiten an dem man wieder zurück könnte, hat uns der Sharan tatsächlich nie enttäuscht.

In einer Situation befuhren wir aufgeweichten Schlammbode, der ungefähr die Wirkung von Schmirseife hatte. Klar: Auf dem Gas bleiben war angesagt und ruckzuck war der Sharan somit in eine kleine Senke gerutscht. Das Gefälle war minimal doch der lehmige Boden hatte aus den Reifen Slicks gemacht. Bei der Glitschigkeit des zentimetertiefen Schlamms hätten wir im Leben nicht damit gerechnet ohne Hilfsmittel wieder raus zu kommen. Aber: Der Sharan hat es geschafft. Und zwar ohne große Aktion!

In dieser Situation haben wir allerdings wieder gemerkt, was er gar nicht mag. „Übermäßiges“ Gas geben um sich aus einer misslichen Lage zu befreien, quittiert der 4motion mit einer schwarzen Wolke aus dem Auspuff und Stinken. Was genau das Stinken hervorruft können wir an dieser Stelle nicht sagen. Die Kupplung ist es nicht gewesen, doch der Geruch ist vergleichbar.

Sehr positiv überrascht waren wir vom Anfahren an recht steilen Stellen mit losem Untergrund. Gestunken hat das Cheap Travel Car dabei nur selten, aber immer hat der Allradantrieb es möglich gemacht, das relativ hohe Gewicht des vollgestopften Sharan den Berg hinauf zu kriegen!

Drehzahl

Kommen wir zu den Punkten, bei denen im Gelände doch noch der ein oder andere Wunsch unerfüllt bleibt. Eine Untersetzung gehört dazu.

Der Sharan 4motion läuft ab einem Drehzalbereich von etwa 1.500 die Minute stabil. Darunter ist die Gefahr ihn Abzuwürgen doch sehr hoch. Je nach Geländesituation macht das die Überwindung des Hindernisses hinterher natürlich nicht einfacher und man muss zusehen, dass man ihn am Laufen hält. Kann auf Kosten anderer Bauteile gehen, da man das Hindernis nicht so kontrolliert überwinden konnte, wie man eigentlich gerne wollte.

Dafür läuft der Camper bei sehr steilen Bergabfahrten im ersten Gang fast wie mit gezogener Motorstaubremse beim LKW. Selbst zusätzlich bremsen kann man im Schubbetrieb erster Gang noch, ohne dass sich der Motor beschwert. Wir haben dieses „Feature“ bei so einigen Passagen sehr zu schätzen gelernt.

Insgesamt muss man sagen, das dem PKW natürlich die Untersetzung eines Geländewagens fehlt, doch das macht den Sharan in unseren Augen keineswegs untauglich für ein bisschen Pistenspaß.

Sharan Allrad Test
Die Anfahrt zum nächsten Schlafplatz ist überschwemmt und aufgeweicht – kein Problem für den vermeintlichen Pampersbomber Sharan 4motion.

Drehmoment

Wie sagt man immer so schön: Drehmoment ist durch nichts zu ersetzen außer durch noch mehr Drehmoment.

Beim Sharan 4motion würden wir den Einsatz von mehr Drehmoment sehr befürworten, doch auch hier muss man klipp und klar zu Gute halten: Ein PKW ist eben kein LKW und für die riesigen Vorteile, die der Sharan im Vergleich bietet (Flexibilität, Geschwindigkeit, Ruhe, niedrige Höhe und Breite, problemloses Stadtfahren, Alltagstauglichkeit für Einzelpersonen wie auch Familien, Bruchteile der Unterhalts- und Spritkosten …), ist ein bisschen wenig Drehmoment für gelegentliches Pistenfahren sehr gut zu verschmerzen.

Eindrücke unserer Sardinien-Reise mit dem Sharan Allrad Camper

Fazit zum Offroad-Test

Wie immer kommt es natürlich auf die Nutzung in Ausmaß und Häufigkeit an, die das Fahrzeug im Gelände genutzt werden soll. Der Sharan 4motion hat in unserem persönlichen Offroad Test bewiesen, dass er überraschend viel Abenteuer mitmachen kann und beileibe keine Spaßbremse ist.

Wer ein günstiges, flexibel nutzbares Auto sucht, mit dem man ab und an auch den Spieltrieb befriedigen kann, dem können wir heute tatsächlich empfehlen auf die Familienkutsche zu setzen – das wir DAS einmal sagen würden hätten wir auch nicht gedacht! Doch immer wieder bestätigt sich: Eine Meinung zu etwas kann man sich erst bilden, wenn man es mal wirklich ausprobiert hat.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Offroad Campen – womit auch immer!

Sharan Camper Test

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Letzte Aktualisierung am 22.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API