Dieselpest – vorbeugen, erkennen, mit den richtigen Mitteln bekämpfen

SabineWerkstatt4 Comments

Die Dieselpest trägt den Namen Pest nicht zu unrecht. Unsichtbar und unbemerkt infiziert sie das Kraftstoffsystem Deines Wohnmobils und legt die Karre lahm. Wie Du Dir die Dieselpest einfangen kannst und was Du tun musst, um sie wieder los zu werden, das erfährst Du in diesem Artikel!

 

Wir selbst haben uns mit unserem früheren T3 einmal diese wirklich bescheidene Infektion des Kraftstoffsystems eingefangen. Die Folge: Verstopfte Leitungen, Düsen und Filter. Die Frankreich-Rundreise auf der wir uns befanden, endete mit der Rückführung des T3 auf einem Hänger des ADAC.
Damit aber nicht genug, denn die Dieselpest wurde nicht richtig erkannt und behandelt. Das heißt von den geplanten 7.000 km unserer Hochzeitsreise schafften wir gerade mal 130. Dennoch haben wir uns natürlich nicht unterkriegen lassen und unsere Reise mit einem anderen Fahrzeug angetreten. Unter dem Strich hat die Dieselpest in uns aber verständlicherweise keine Freunde gefunden.

Inzwischen wissen wir über dieses ominöse Geschehen im Kraftstoffsystem sehr gut Bescheid und hoffen, wir können Dir mit unseren Erfahrungen weiterhelfen, damit Dir eine geplatzte Tour erspart bleibt.

DIESELPEST – WAS IST
DAS EIGENTLICH GENAU?


Zugegeben: Als wir zum ersten mal davon hörten, dachten wir im ersten Moment, jemand will uns verkohlen oder braucht einen ziemlich großen Aluhut. Doch die Natur ist wunderbar und so gibt es Lebewesen, die sich an die unmöglichsten Umweltbedingungen anpassen können.

Mit dem Begriff Dieselpest ist die Besiedlung durch Bakterien, Hefen und Pilze, gemeint, die sich von Kohlenwasserstoffen im Kraftstoff ernähren. Infolge einer starken Vermehrung der Mikroorganismen, entsteht ein zähflüssiger Glibber – Bioschlamm genannt. Dieser besteht sowohl aus den Kleinstlebewesen selbst, als auch vor allem aus deren Stoffwechselprodukten.

Der Bioschlamm befällt das komplette Kraftstoffsystem und verstopft es. Folglich wird der Dieselzufluss zum Motor unterbrochen und das Womo steht.

Weiterhin enthält der Bakterienglibber Schwefelwasserstoff. Dieser entsteht durch die Ausscheidungen der Mikroorganismen und lässt Metalle, mit denen er in Berührung kommt rosten. Biokorrosion entsteht. Und wie man sich unschwer vorstellen kann, machen sich auch Rostpartikelchen in Einspritzpumpen und empfindlichen Teilen nicht gerade gut.


Dieselpest - Bioschlamm bei Tankreinigung

Bioschlamm in abgesaugtem Dieseltank eines Wohnmobils. Gut zu erkennen sind auch die Schwallbleche, die eine gründliche Tankreinigung zusätzlich erschweren.






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WIE KOMMEN DIESELBAKTERIEN
IN MEINEN TANK?


Ein Befall mit Dieselbakterien kann jederzeit passieren.

Der einzige Moment, in dem keine lebenden Mikroorganismen im Kraftstoff sein können, ist direkt bei der Raffinierie. Doch schon beim ersten Verfüllen und Transport zur Tankstelle können sich die kleinen Plagegeister ansiedeln. Die Gefahr entsteht durch Wasser oder Verschmutzungen jeder Art.


Doch wie können sie sich so vermehren, dass ein dicker Schleim entsteht?

Dieselbakterien leben nicht direkt im Diesel. Siedeln und vermehren können sie sich nur in Wasser und leben dort von Nährstoffen, die sie aus Wasser und Kraftstoff bekommen. Normaler Diesel enthält nun selbst bereits einen Wasseranteil von 0,2 ml pro Liter. Ein Teil davon ist im Diesel gelöst aber etwa zwei Drittel bestehen so zu sagen aus freien Wassertröpfchen, die sich im Laufe der Zeit am Boden des Tanks absetzen. Aus diesem Grund gibt es bei vielen Dieseltanks eine vertiefte Stelle mit Ablasshahn, um das gesammelte Wasser ablassen zu können. Die Grenzschicht zwischen Wasser und Diesel ist es, die die Mikroorganismen besiedeln.


GEFAHR: LANGE STANDZEITEN


Bei einem PKW, der zwei mal im Monat frisch getankt wird, haben die Dieselbakterien keine guten Chancen, sich so stark zu vermehren, dass sich ein Bioschlamm bilden könnte.

Gefährlich wird es für Fahrzeuge, die längere Standzeiten haben. Das betrifft sehr häufig Landmaschinen und Boote – aber eben auch Wohnmobile. Während dieser Zeit kommen nämlich zwei Prozesse gleichzeitig in Gange:

Erstens: Die Bakterien „erweitern“ selbstständig ihren Lebensraum.
Die Ausscheidungen der Dieselpest Organismen enthält verschiedene Eiweise, die Einfluss auf die Beschaffenheit des Kraftstoffs haben. Sie bewirken, dass sich mehr Wasser im Diesel verteilt und die entstehende Emulsion wird selbst zum Lebensraum.

Zweitens: Kondenswasserbildung
Durch die Entlüftung kommt es durch Druck- und Temperaturunterschiede zu einem Luftaustausch im Tank. Dabei kondensiert die Luftfeuchtigkeit immer wieder an den kalten Tankwänden, mehr und mehr Wasser vermischt sich mit dem Kraftstoff.

Hierdurch entstehen ideale Bedingungen für das ungehemmte Ausbreiten der Dieselpest.


was begünstigt das Wachstum außerdem?


1. Biodiesel
Gegen eine Sache können wir leider nicht viel tun, die die Ausbreitung der Dieselpest in den letzten Jahren vorantreibt. Die verstärkte Beimischung von Biodiesel. Sie stellt den Bakterien ein reichhaltiges Nahrungsangebot an gut biologisch abbaubaren Substanzen zur Verfügung.  Zudem auch noch besonders viel Platz zum Leben. Denn Biodiesel ist hygroskopisch, also wasseranziehend und kann bis zu 5.000 mg Wasser pro kg Kraftstoff aufnehmen, ohne dass es sich vom Wasser abscheidet.
Während die Bakterien ohne Biodiesel in ihrem Lebensraum auf die Grenzschicht zwischen Kraftstoff und Wasser eingeschränkt waren, können sich in der Emulsion feinster Tröpfchen bei Biodiesel im ganzen Tank wohlfühlen. Somit tut leider auch der Ablasshahn am Tankboden nur begrenzt seine Wirkung.

2. Wärme
Auch Dieselbakterien lieben Wärme, was besonders beim Gebrauch von Kanistern zum Verhängnis werden kann. Nachdem ein Kanister benutzt wurde, bleibt eine kleine Restmenge Kraftstoff darin zurück. Später verbringt er die Zeit bis zum nächsten Einsatz oft in einem warmen Kofferraum.
Aus diesem Grund wäre es ratsam, nach einer sehr langen Standzeit des Kanisters beim Befüllen vorbeugend ein Biozid mit beizumengen, dass die Bakterien abtötet.

Achtung Reisende: Wenn man sich anschaut, was das Wachstum der Dieselpest begünstigt, verwundert es kaum, dass die Reisemobile der Marokkofahrer an den Eimertankstellen in der Westsahara ihre Portion Glibberschleim abbekommen.
Was kann man also tun: Achte immer darauf, dass Du Tankstellen mit einem möglichst hohen Durchsatz anfährst – zentral gelegen, da wo alle tanken. Und auch wenn der Sprit in der Westsahara subventioniert ist und nur die Hälfte kostet: Hast Du genug Diesel dabei, dann verzichte lieber auf die „Tankstellen“, in denen der Sprit in versifften 5 Liter Trinkwasserflaschen in der Sonne am Straßenrand auf einen armen Motor wartet! Vor allem, wenn Du viel davon bunkern und nicht schnell verbrauchen möchtest.

DIESELPEST VERMEIDEN


Im Folgenden wollen wir zusammenfassen, was Du bei Deinem Wohnmobil beachten solltest, um ein starkes Wachstum der Dieselbakterien zu verhindern:

Grundsätzliches

– Beim Tanken soll kein Regenwasser in den Tank gelangen.
– Hat der Tank einen Abfluss für abgesetztes Wasser, sollte man diesen ab und zu benutzen
– Auf mögliche Kontamination von selten benutzten Kanistern achten
– Bei langen Standzeiten den Tank komplett füllen um Kondenswasserbildung gering zu halten
– Nach langen Standzeiten evtl eine Probe aus Bodennähe des Tanks ziehen und beurteilen. Der Diesel sollte klar sein. Wenn sich nach kurzer Zeit im unteren Bereich der Probe eine Schicht absetzt, sollte man auf jeden Fall vermeiden den Motor zu starten, da sonst der Glibber eingesaugt und in Leitungen, Filter und Pumpen verteilt wird. Tank absaugen und reinigen ist angesagt.

Wichtig bei Reisenden

– Auf die Bezugsquelle für den Diesel achten und wenn möglich keine „Eimertanken“ aufsuchen!
Bei Fernreisen (und dazu gehört bereits Marokko!) sollte man immer mindestens einen Liter Grotamar an Bord haben!

– Kleinen Kraftstoffvorfilter in die Leitung direkt hinter dem Tank einbauen, um aufkommende Probleme mit Bioschlamm dort direkt aufzuhalten (siehe weiter unten).

C.A.R.E. Diesel

Unser heutiger Diesel besteht aus einer Mischung von Erdöldiesel und Biodiesel. Dahingegen wird C.A.R.E. Diesel synthetisch gewonnen. Er verbrennt sauberer mit weniger Qualm und Schadstoffen und ist zündwilliger. Auch weniger gewässergefährdend als normaler Diesel soll er sein.
Außerdem: Er ist für Dieselbakterien unbewohnbar.

Doch natürlich kann nicht alles nur super sein. Für die Gewinnung von Bio- sowie von C.A.R.E Diesel werden unter anderem großflächig Regenwälder für Palmölplantagen abgeholzt – die Umweltprobleme werden also leider nur wo anders hin verlagert.

ACHTUNG bei alten Dieselmotoren! Es gibt Hinweise darauf, dass diese mit dem synthetischen Kraftstoff nicht so gut zurechtkommen und Dichtungen können davon angegriffen werden.

Es soll auch möglich sein, dass Bioschlamm, der den Tankwänden anhaftet, durch die Zuführung von C.A.R.E. Diesel abstirbt und die Haftung an den Wänden verliert. Im Folgenden kann bisher unbemerkt vorhandener Schlamm plötzlich bei der Fahrt im Tank aufgewirbelt und von der Ansaugleitung eingesogen werden.

Volltanken mit C.A.R.E. Diesel macht also vor langen Standzeiten Sinn. Man sollte aber vorher sicher sein, nicht bereits einen unbemerkten Bioschlamm Belag an den Tankwänden zu haben!

Dieselpest Anlagerungen an Wand des Probegefäßes
Bioschlamm Dieselpest Probe

Bild rechts: Abgesaugter Diesel aus dem Camper eines Freundes. Die Probe wurde in der Flasche bereits einige Zeit gelagert und man erkennt schön, wie sich dunkler Bioschlamm am Boden angeheftet hat.
Bild links: Wird die Flasche gekippt, erkennt man des Weiteren, dass sich auch an den vertikalen Wänden der Flasche Ablagerungen gebildet haben, die hier haften bleiben. Der Kraftstoff ist stark eingetrübt.





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DIESELPEST BEKÄMPFEN


Mittel gegen Dieselpest

Auf dem Markt sind verschiedene Dieselpest Additive erhältlich. In der Regel handelt es sich um Biozide, die die Mikroorganismen abtöten sollen.

Betroffenen ist häufig erst einmal unverständlich, warum die Mineralölkonzerne nicht gleich ein Biozid mit in den Kraftstoff mischen. Jedoch würde eine solche Massenanwendung zu einer erheblichen Mehrbelastung der Umwelt führen und die Preise klettern lassen.
Der wichtigste Faktor ist allerdings: Mit Bioziden verhält es sich, wie mit Antibiotika. Je mehr man davon anwendet, desto mehr Resistenzen können sich bilden und irgendwann richten sie gegen Dieselbakterien nichts mehr aus.

Grotamar 82

Grotamar 82* ist das am häufigsten empfohlene Dieselpest Additiv. Eine bereits etwas ältere Testreihe bestätigt eindrucksvoll die sehr gute Wirksamkeit im Vergleich zu so manch anderem Kandidaten.

Dabei wurde Grotamar 82 hier sogar noch als Prototyp getestet – der eigentliche Testsieger hieß Grotamar 71. Die Weiterentwicklung von Grotamar 71 zu Grotamar 82 trägt der Problematik der Beimengung von Biodiesel Rechnung. Es hat eine etwas andere Dichte und kann sich auf diese Weise besser mit dem Kraftstoff vermischen – so wie auch die Bakterien bei Biodiesel nicht mehr in der ihnen angestammten Schicht verbleiben.

Wir können die Wirkung von Grotamar 82 auch persönlich bestätigen. Zuletzt hat der LT 28 eines Freundes sich mit der Dieselpest infiziert hatte (siehe Fotos oben!). Die Behandlung mit einer Schockdosierung schlug an und der LT läuft wieder.

Natürlich schwören manche auf bestimmte Hersteller und so gibt es auch etwa ein Liqui Moli Diesel Additiv. Wir selbst haben immer Grotamar an Bord und würden es auch empfehlen. Zudem ist Grotamar sehr viel ergiebiger: 1 Liter für 1000 Liter Diesel in der Schockdosiertung! Auch der Preis ist damit wesentlich günstiger und überzeugt.

Grotamar 82**
Bei unserem Freunden und in öffentlichen Tests hat sich Grotamar am besten bewährt, und ist auch noch sehr günstig und ergiebig im Vergleich zu anderen Mitteln. Gibt's bei Amazon für*
Grotamar 82 ist immer dabei
Dieselpest Additiv Liqui Moly Anti Bakterien

Neben Grotamar im Einsatz bei einer guten, uns bekannten Werstatt:
Das Dieselpest Additiv von Liqui Moly*


TANKREINIGUNG

Was ein Diesel Additiv kann, ist Bakterien abtöten – was es nicht kann ist, Bioschlamm aufzulösen. Hat sich bereits eine große Menge an Glibber gebildet, wird dieser im Tank verbleiben und muss entfernt werden.

Leider sind die meisten Tanks ziemlich schwer zugänglich und auch noch im Inneren mit Schwallblechen versehen.

Hat man einen Tank, bei dem eine Reinigung möglich ist, eignet sich eine Ölabsaugpumpe* um den Diesel in Kanister umzufüllen. Um den Bioschlamm gezielt absaugen zu können, solltest Du den Ansaugschlauch mit einem starren Rohr versehen.

Bitte vorsicht, wenn Du Dieseltropfen oder Kleckereien mit einem Lappen aufnimmst! Der Diesel ist als solcher zwar relativ schwer entflammbar, doch eingesaugt in einem Lappen wirkt er wie ein Kerzendocht und brennt wie Zunder!

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kleine Ölabsaugpumpe, die man einfach an die Fahrzeugbatterie anklemmen kann. Gibt's bei Amazon für*

Zur Kontrolle kannst Du mit einem Endoskop* ins Innere des Tanks hineinschauen. Schrubben und absaugen so weit es irgend geht, heißt die Divise. Zwischendurch kannst Du nochmal einen Schwapp Diesel einfüllen, um zu spülen und neu abzusaugen. Kann der Tank demontiert werden, erleichtert das die Sache natürlich enorm.

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Tankbeurteilung mit Endoskop

Tankbegutachtung mittels Endoskop – der braune Bioschlamm ist so gut zu erkennen






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EXPERTENTIPP

Um geringe Restmengen (und auch gerade erst unbemerkt entstehenden Bioschlamm) gar nicht an andere Bauteile gelangen zu lassen, haben wir einen guten Tipp vom Experten bekommen. Setze einen kleinen Kraftstoffvorfilter direkt hinter den Tank in die Leitungen. Hierdurch wird der Glibber von empfindlichen Komponenten ferngehalten und kann für geringes Geld unterwegs problemlos ausgetauscht werden.


Kraftstoffvorfilter
Kraftstoffvorfilter als Zusatz direkt hinterm Tank

Den MANN WK422 Kraftstofffilter gibt’s zum Beispiel günstig bei ebay


In stark befallenen Systemen, in dem nicht nur ein schwer zugänglicher Tank verbaut ist, sondern bereits die Leitungen betroffen sind, kann allerdings womöglich nur noch ein Austauschen der betroffenen Bauteile helfen.

Kann man den abgesaugten Diesel noch verwenden?

Du kannst den abgesaugten Kraftstoff tatsächlich noch verwenden. Allerdings solltest Du ihn natürlich filtern und mit einem Diesel Additiv wie Grotamar behandeln. Außerdem ist er innerhalb kurzer Zeit zu verbrauchen!

Zum Filtern kannst Du ihn durch einen Lackfilter laufen lassen. Auch ein Papierkaffeefilter geht, wenn Du keinen Lackfilter zur Hand hast. Dies macht den Diesel nicht frei von Bakterien sondern nur vom Bioschlamm. Trotz der Zugabe von Grotamar 82 sollte der Kraftstoff sehr bald aufgebraucht werden.

Prosol Lackfilter

Ein Lackfilter hält den Bioschlamm beim Absaugen oder Ablassen des Tanks zurück


Damit es nicht so weit kommt, kann man nach langen Standzeiten mit einem dünnen Schlauch und einer Spritze eine Probe vom Tankboden ziehen und beurteilen. Bei den großen Tanks von Expeditionsmobilen kannst Du auch einfach mit der Taschenlampe mal reinleuchten und nachschauen. Wie weiter oben bereits besprochen, sollte der Kraftstoff klar sein. Setzt sich innerhalb kurzer Zeit eine Schicht oder dunkle Partikel am Boden einer Probe ab, sollte man den Motor nicht starten, um den Bioschlamm nicht anzusaugen und durch das komplette Einspritzsystem zu jagen.

So kann man dem Teiletausch-Worst Case wirkungsvoll vorbeugen.



Danke für die Hilfe beim Anfertigen von Bildmaterial und die zusätzlichen Infos:
„Schraubergott“ und
Tobias Teichmann von 4wheel24!

 

4 Kommentare zu “Dieselpest – vorbeugen, erkennen, mit den richtigen Mitteln bekämpfen”

  1. Sehr guter Artikel – vielen Dank! Ich habe bei meinem VW-MAN FAE 150 auch schon leidvolle Erfahrung mit diesem Phänomen gemacht. Nebst Grotamar hat sich ein Vorfilter (vor Einspritzpumpe) mit Wasserabscheider bewährt. Da Wasser die Voraussetzung für mikrobiologischen Befall ist, kann man gut sehen, ob die gerade verwendete Tankfüllung Probleme machen könnte oder nicht. Grotamar kommt so nur noch beim Überwintern bzw. bei Wasserabscheidung zum Einsatz.

    Viele Grüsse aus der Schweiz
    Stefan

    1. Hallo Stefan,
      ganz vielen Dank für Dein Lob an den Artikel und vor allem für Deine Erfahrungen. Das sind wertvolle Infos um anderen zu helfen, solche Probleme vielleicht erst gar nicht zu bekommen. Dickes Dankeschön dafür! 🙂
      Aller beste Grüße aus dem Herman,
      Sabine

  2. Hallo Ihr beiden, wieder ein hilfreicher Bericht, weiter so…

    In den letzten Jahren hat die Dieselpest bei Expeditionsmobilen gefühlt stark zugenommen. Belastbare Statistiken habe ich dazu nicht.
    Jedoch haben mir viele Besitzer von Fernreisefahrzeugen von Ihrem Leid mit der Pest geklagt.
    Ein weiter Grund dafür, das die Pest öfter zuschlägt ist, das immer mehr Ihr Expeditionsmobil, zusätzlich auch noch zu einem Tankfahrzeug umbauen.
    600-1200 Liter Diesel an Bord trifft man immer öfter an. Dieser Tankwahnsinn ist auch ein weiterer Grund für die Zunahme der Dieselpest.
    Nach meiner Meinung reicht ein Tankvolumen für rund 1500 Km Fahrstrecke völlig aus. Also bei einem Verbrauch von 20 Liter auf 100 Km ist man mit einem 300 Liter Deiselvorat gut bestückt. Das Argument für diese großen Dieselvorräte, das man Länder mit hohen Spritpreisen durchreisen kann, ohne zu tanken um dabei Geld zu sparen, halte ich für nicht durchdacht. Die Kosten die man bei einen Befall mit Dieselpest dann hat, übersteigt die Ersparniss am Dieselpreis vermutlich für viele Jahre. Hinzu kommen noch Ärger, versauter Urlaub, verpasste Fähre usw.
    Das filtern von großen Mengen verpesteten Diesel, scheitert in der Regel an der Zwischenlagerung des Diesels und viel Kraftstoff muss u.U. entsorgt werden.
    Diesel Additive sind trotzdem sinnvoll.

    Anton

    1. Hallo Anton!
      Du hast Recht, das ist ein Punkt über den man nachdenken sollte. Diese großen Mengen werden ja nicht immer am Stück verbraucht und dann kann sich so ein Problem natürlich schnell entwickeln. Danke für diesen sinnvollen Gedankenanstoß und aller beste Grüße,
      Sabine

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